Schlagwort-Archive: Paris

Lucy (9 / 10)

Lucy

von Luc Besson, mit Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Min-sik Choi und Amr Waked

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Menschen nutzen nur 10% ihres Gehirns, so heißt es. Bei Lucy bekommt man den Eindruck, es wären eher weniger. Das Blondchen vetriebt sich seine Zeit im der Heimat fernen Taiwan mit nächtlichen wilden Feiern und Männern. Eine dieser Nächte endet mit Kater und einer wenig ansehnlichen Eroberung namens Richard am Haupteingang eines noblen Hotels. Dort wird sie genötigt, für Richard einen Koffer an der Rezeption abzugeben. Was sie nicht möchte, aber daher wird sie ja auch genötigt. Kurze Zeit später findet Sie sich mit einem drogengefüllten Beutel im Bauch eingenäht in einem Kellerverlies wieder. Nur das der Beutel undicht ist und die Droge so ihre Wikrung entfaltet – Lucy beginnt, die Herrschaft über Ihr Gehirn zu übernehmen, was mit einer Reihe nützlicher Fähigkeiten einhergeht, mit deren Hilfe sie nicht nur fliehen, sondern auch die Unterstützung des berühmten Hirnforschers Professor Norman finden kann. Denn Ihr neuentdecktes Wissen sagt ihr, dass sie nicht mehr viel Zeit hat. Was nicht nur an dem mächtigen Mr. Jang liegt, dessen Häscher sie um jeden Preis finden möchten…
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Paulette (8 / 10)

Paulette

von Jérôme Enrico, mit Bernadette Lafont

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Paulette hat die Schnauze voll. Die garstige alte Dame hat die Schnauze voll von Ihrer Wohnung in einem Wohnghetto in einem Pariser Vorort, von Ihrer Tochter, die einen Polizisten geheiratet hat, einen schwarzen Polizisten sogar, und ihr einen Enkel beschert hat, einen schwarzen Enkel. Sie hat die Schnauze voll von den nichtsnutzigen, kriminellen Mitbewohnern und der knappen Rente. Wehmütig denkt sie zurück an Ihr früheres Leben, als prämierte Feinbäckerin mit einer kleinen, feinen Konditorei. Doch die gibt es nicht mehr, und in dem Gebäude ist nun ein Restaurant. Ein japanisches Restaurant!
Als eines Tages Ihre Wohnungseinrichtung gepfändet wird, beschließt sie, dass Schluss sein muss mit Trübsal. Voller Tatendrang gibt sie ihrem Leben eine neue Richtung und beginnt, mit Haschisch zu dealen – sehr erfolgreich sogar, schließlich haben Drogenfahnder ältere Damen nicht unbedingt auf dem Radar, und die Kundschaft sehnt sich nach seriösen, zuverlässigen Händlern. Doch der Erfolg bringt eine Menge Neider hervor, und so ist Paulettes Einfallsreichtum weiter gefragt…

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Hugo (5 / 10)

Hugo

von Martin Scorsese, mit Asa Butterfield, Chloë Grace Moretz, Sacha Baron Cohen und Ben Kingsley

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Der Oscar rückt immer näher, und es gibt noch viele Filme zu sehen. Diesmal war nun endlich der Favorit mit 11 Nominierungen dran: Hugo Cabret von Altmeister Martin Scorsese, gedreht in 3D und mit einem vielversprechenden Trailer voller Magie. Doch man kennt einen Film bekanntlich nicht, bevor man ihn gesehen hat.

Seit sein geliebter Vater bei einem Unfall ums Leben kam, wohnt und arbeitet Hugo Cabret bei seinem Onkel im Pariser Bahnhof Montparnasse. Dort kümmert Hugo sich hinter den Kulissen um die zahlreichen Bahnhofsuhren, von den ganz kleinen bis zur großen Turmuhr. Das TAlent für Uhren hat er von seinem Vater geerbt, und er hat wirklich ein Händchen dafür. So kommt es auch, dass er in seiner Freizeit einen Automaten repariert, den sein Vater einst in einem Museum ersteigerte. Der Automat sieht aus wie eine metallener Mensch, der an einen Tisch gesetzt schreiben kann. Was er schreibt, das weiß man nicht. Doch Hugo vermutet, dass es ein Hinweis seines Vaters ist, und so setzt er alles daran, den Maschinenmann wieder instand zusetzen. Als Hilfe dient ihm das alte Notizbuch seines Vaters, in dem er alle Details der nötigen Uhrwerke niederschrieb.

Natürlich hilft das Wissen alleine nicht, Hugo braucht auch Ersatzteile. Die klaut er notgedrungen bei dem alten Mann aus dem Spielzeugladen, einem Monsieur Méliès. Doch als der ihn dabei erwischt, nimmt er ihm zur Strafe das Notizbuch ab. Verzweifelt verfolgt Hugo ihn nach Hause, um es sich wiederzuholen. Dort trifft er auf die pfiffige Isabelle, die ihm schließlich dabei hilft. Doch was die beiden nicht ahnen ist, dass sie damit nur das erste einer ganze Reihe von Geheimnissen aufzulösen beginnen. Möge das Abenteuer beginnen…

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Midnight in Paris (8 / 10)

Midnight in Paris

von Woody Allen, mit Owen Wilson, Rachel McAdams, Carla Bruni Sarkozy (ja, die) und Marion Cotillard

© 2011 Concorde Filmverleih GmbH

Gil weilt mit seiner Verlobten und den stinkreichen Schwiegeltern in Paris. Und ja, der erfolgreiche Drehbuchschreiber ist schwer verliebt. Weniger in seine Verlobte, die sich dem Zuschauer gegenüber in kürzester Zeit als eine oberflächliche Zicke entpuppt und die nur von ihren reaktionär-versnobten Eltern getoppt wird. Nein, er ist verliebt in Paris, die Stadt an sich, in ihr Flair, ihre Straßen, ihre Bewohner.

So kommt es, dass er sich eines Abends auf der Flucht vor seiner Verlobten und ihren neuen pseudointellektuellen Freunden auf eine Spaziergang in der geliebten Stadt hoffnungslos verläuft. Seine Rettung ist ein alter Renault mit beschwipstem Partyvolk, der ihn zu seiner (und unser) Überraschung in seine heißgeliebten ‚goldenen zwanziger Jahre‘ zurückfährt – wo er sich endlich mal aus erster Hand von Cole Porter, den Fitzgeralds, Ernest Hemingway, Pablo Picasso und vielen anderen inspirieren lassen kann. Besonders die zwar wenig bekannte, aber umso attraktivere Adriana hat es ihm dabei angetan…

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Das Konzert (6 / 10)

Le concert

von Radu Mihaileanu, mit Aleksei Guskov, Dmitri Nazarov und Mélanie Laurent

Andrej Filipov war vor 30 Jahren gefeierter Stardirigent beim weltberühmten Bolschoi-Orchester. Bis er von der Regierung zum Putzmann degradiert wurde, da er einige jüdische Orchestermitglieder nicht rausschmeißen wollte.
Heute ist er immer noch Putzmann, die meisten ehemaligen Orchestermitglieder gehen längst ähnlich tollen Berufen wie Krankenwagenfahrer, Gemüsehändler oder Möbelpacker nach. Doch kurz nachdem wir als Zuschauer soweit mit dieser Situation vertraut gemacht wurden, fällt Filipov ein Fax des legendären pariser Theaters Châtelet in die Hände. Darin bitten sie das Bolschoi um ein Gastspiel. Geistesgegenwärtig unterschlägt Filipov das Fax, um einen wahnwitzigen Plan zu verfolgen: Er will sein altes Orchester zusammentrommeln und anstatt des Bolschoi-Orchsters das Konzert geben. Mit der Starggeigern Anne-Marie Jacquet als Solistin.
Wenn das mal gutgeht…

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