Brüno

Brüno

von Larry Charles, mit Brüno

Brüno, der beliebte, schwule Moderator der österreichischen Modesendung Funkyzeit, ihres Zeichens erfolgreichste Sendung in deutschsprachigen Ländern außer Deutschland, ist arbeitslos. Nach einem Zwischenfall mit einer Mailänder Modenschau und seinem topmodischen Klettverschlussanzug ist ihm der Zugang zur Welt der Reichen und Schönen verwehrt. Selbst sein Liebhaber, mit dem er so viel wunderbar abartige Sexspiele erlebte, kehrt ihm den Rücken verlässt ihn. Nun, nach kurzer Depression beschließt Brüno, das Ganze als Chance auf einen Neuanfang zu sehen. Mit seinem Assistenten macht er sich auf den Weg in die USA, um dort berühmt zu werden. Sollte für ihn als Fernseh- und Modeprofi ja nicht so schwer sein. Dachte er. Doch das höchste Ansprüche an televisionäre Unterhaltung stellende amerikanische Publikum, wie auch die dahinterstehenden Agenten, Produzenten und Unterhaltungslegenden sprechen nicht sehr positiv auf seine Konzepte an, sondern sind vielmehr entsetzt über herumbaumelnde, sprechende Penisse oder menschliche Möbel oder adoptierte afrikanische Säuglinge an. Als schließlich auch seine Versuche, den Nahostkonflikt zu beenden, grandios scheitern, hat die Krise Brüno wieder. Und es bleibt ihm nur noch ein Weg: Er muss Hetero werden! Nur wie? Man ahnt es: Es kommt schlimmer.

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State of Play – Stand der Dinge

State of Play

von Kevin Macdonald, mit Russell Crowe, Ben Affleck, Rachel McAdams, Helen Mirren, Robin Wright Penn und Jason Bateman

State of Play
State of Play

Dicke Tränen kullern dem Senator Stephen Collins die Bäckchen herunter, als er vom Unfalltod seiner Fachreferentin erfährt. Was auch verständlich ist, aber während einer Anhörung vor laufenden Kameras eben auch nicht gerade geschickt. Und so wittert die Klatschpresse gleich eine Affäre, und zerlegt den jungen, aufstrebenden Abgeordneten genüsslich. Cal McAffrey, seines Zeichens journalistisches Urgestein der alten Schule, recherchiert gerade an anderer Front. Ein Kleinganove und ein Pizzabote sind nämlich höchst professionell erschossen worden, wer würde da nicht eine Story wittern. Als Stephen bei seinem altem Zimmerkumpel Cal Zuflucht vor der Presse sucht, entdecken sie auf einmal eine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Könnte die Sicherheitsfirma PointCorp hinter der Sache stecken? Zusammen mit der jungen Bloggerin Della Frye macht Cal sich auf die Suche nach Hintermännern, sehr zum leidwesen seiner Chefradakteurin, die nicht an solche Verschwörungstheorien glaubt und lieber eine schnelle Story hätte. Doch je tiefer Cal in die Sache eintaucht, umso unwahrscheinlicher wird das – denn die eigentlich Story ist noch viel größer, als Cal in seinen kühnsten Träumen hätte vorstellen können…

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Crossing Over

Crossing Over

von Wayne Kramer, mit Harrison Ford, Ray Liotta, Ashley Judd, Jim Sturgess und Cliff Curtis

Crossing Over
Crossing Over

USA, Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Zumindest dann, wenn dort arbeiten darf. Und das darf nicht jeder. Um die, die es nicht dürfen, kümmert sich Max Brogan von der Ausländerpolizei, dem die Illegalen, wie etwa Mireya Sanchez mit ihrem kleinen Sohn, mehr am Herzen liegen, als seine Kollegen gutheißen können. Das findet zumindest sein Kollege Hamid, der in seiner streng muslimischen Familie selbst gerade Ärger mit seiner lebenshungrigen Schwester hat. Freizügig ist auch der Umgang Gavin mit seiner jüdischen Religion. Alles andere als Orthodox versucht ausgerechnet er, als jüdischer Religionslehrer seine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Das versucht auch seine Freundin Claire, wenn auch nicht über Religion, sondern über ihren Status als berühmte australische Schauspielerin. Das stimmt zwar nicht so ganz, aber da würde ihr Sachbearbeiter Cole auch mal ein Auge zudrücken, sofern sie ihm als Gespielin zur Verfügung steht. Fast geschafft hat es hingegen Yong Kim, seine Einbürgerungsfeier steht kurz bevor. Nur richtig zu würdigen weiß er es nicht, schließlich ist er gerade dabei, in ein Straßengang einzusteigen, was ihm deutlich reizvoller erscheint. Taslima schließlich weiß nicht einmal, dass sie eigentlich nur im Land geduldet ist, bis Sie in der Schule leichtsinnigerweise einen Vortrag hält, in dem sie die Attentäter des 11.9. nicht als Monster darzustellen wagt, sondern als Menschen mit Motiven. Als kurz danach das FBI an der Tür klopft, kann nur noch die Anwältin Denise helfen, die zufälligerweise die Frau von Cole ist – so beginnen die Geschichten sich zu verknüpfen…

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Drag Me to Hell

Drag Me to Hell

von Sam Raimi, mit Alison Lohman, Justin Long und Lorna Raver

Kreditsachbearbeiterin Christine Brown ist eigentlich nett. Nur ist sie scharf auf den Posten der Ober-Kreditsachbearbeiterin, und um den zu bekommen, so ihr Chef, muss sie auch mal unangenehme Entscheidungen treffen. Dafür sucht sie sich mit der ziemlich abstoßenden Mrs. Ganush allerdings das falsche Opfer. Denn, so eine essentielle Regel für Figuren in Horrorfilmen, man sollte es sich nicht mit Zigeunern verscherzen. Und so ist ist Mrs. Ganush nach der Ablehung ihres Kreditantrags, dem Rauswurf aus der Bank, einem verlorenen Kampf mit Bürogeräten und einem resultierenden zugetackerten Auge nicht mehr so gut auf Christine zu sprechen. Sie ist sogar soweit verstimmt, dass sie Christine mit einem üblen Fluch belegt: dem Lamia. Das bedeutet, dass ein fieser Dämon sie drei Tage lang quält, bevor er sie mit in die Hölle nimmt. So zumindest die Diagnose eines Wahrsagers, den Christine nach einem Tag voller furchtbarer „Zwischenfälle“ aufsucht. Und so tickt für Christine die Uhr, und die Möglichkeiten zum Abwenden des Fluchs sind nicht eben zahlreich. Und auf Hilfe ihres Freundes Clay gibt es auch nicht viel Hoffnung, im Gegenteil, will er sie doch ausgerechnet jetzt seinen versnobten Eltern vorstellen – wenn das Dinner mal gutgeht…

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Terminator – Die Erlösung

Terminator Salvation

von Joseph McGinty Nichol, mit Christian Bale und Sam Worthington , ohne Arnold Schwarzenegger.

Terminator - Salvation
Terminator - Salvation

Wir erinnern uns: In der Zukunft beherrschen Roboter die Welt, die letzten Menschen leisten unter ihrem Anführer John Connor erbitterten Widerstand. Entnervt schicken die Maschinen daher im ersten Teil einen Terminator (Modell T-800 „Arnie“) in die Vergangenheit zurück, um die künftige Mutter von John zu töten. Das verhindert der von den Menschen zurückgeschickte Kyle Reese in letzter Minute, nicht ohne Sarah Connor (die Echte, nicht die Namens-Trittbrettfahrerin aus Delmenhorst) zuvor pikanterweise geschwängert zu haben und so der Vater seines Chefs zu werden. Im zweiten Teil wiederholt sich das Ganze, nur dass die Maschinen eine T-1000 zurückschicken, die Menschen einen gehackten T-800 und sie es auf den mittlerweile geborenen John Connor anlegten. Beide Filme sind Klassiker des SF-Genres und bevölkern die Top 250 der IMDb. Der dritte Teil spielt weder dort noch für die Handlung eine Rolle, und wird selbst von der Fortsetzung in der Serie Terminator – Sarah Connor Chronicles ignoriert, die ihrerseits mangels Zulauf eingestellt wurde.

Mit diesem Grundwissen ausgestattet erleben wir nun also, wie es weitergeht. John Connor hat noch niemanden in die Vergangenheit geschickt und ist auch noch nicht der (offizielle) Anführer der Menschen. Aber er ist schon dabei, einen Plan für die Zerstörung vom Zentralrechner der Maschinen, Skynet, auszubaldowern. Da bringt Marcus Wright, ein neuer in der Truppe, seine Planungen ein wenig durcheinander. Denn Marcus ist, wie sich herausstellt, ein neues Terminator-Modell, ein Mensch-Maschinen Hybrid mit echtem Herzen – und fest davon überzeugt, ein Mensch zu sein. Vor allem aber weiß er, das Johns zukünftiger Vater von den Maschinen gefangen und in eine Skynet-Zweigstelle in San Francisco verfrachtet wurde. Da gerade ein Großangriff auf eben diese Zweigstelle anläuft, steht auf einmal in einem völlig neuen Licht da – klare Kante: John muss den Angriff abblasen, und selbst in die Skynet-Filiale eindringen, um Kyle zu retten.

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