Wall·E – Der Letzte räumt die Erde auf

WALL·E

von Andrew Stanton, mit Wall·E und EVE

Wall·E
Wall·E

Roboter Wall·E führt ein recht bescheidenes Leben. Tagaus, tagein kehrt er den Müll unserer Zivilisation zusammen, presst ihn in Würfel und stapelt ihn ordentlich. Interessante Gegenstände sammelt er in seinem kargen Zuhause, dass er sich mit seinem einzigen Freund, einer Kakerlake, teilt. Sonst ist auch niemand da, denn die Menschen haben schon vor langer Zeit die verdreckte Erde verlassen. Einsamkeit überkommt ihn nur ab und zu, wenn ihn Stürme an sein Heim fesseln, und er mit alten Musicals seine Sehnsucht lindern muss. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Erde und lässt eine attraktive Roboterin zurück. Um Wall·E ist es natürlich sofort geschehen, aber bereits die Annäherung an die Angebetete gestaltet sich als schwierig. Konzentriert sucht sie den Müll nach etwas ab und quittiert Störungen etwas ungehalten durch wildes Umherballern mit ihrer großkalibrigen Wumme. Aber Wall·E lässt nicht locker. Gerade als seine Annäherungsversuche zu fruchten scheinen, wird EVE auf ihrer Suche fündig – und geht auf StandBy, um kurz darauf wieder aufgesammelt zu werden. Klar, dass Wall·E sich das nicht bieten lassen kann. Kurzerhand nimmt er sich frei und folgt EVE auf ihrer Reise zu ihrem Mutterschiff, wo der bescheidene Rest der Menscheit samt einem ganzen Schwung neuer Probleme auf beide wartet…

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Zehntausendfacher Erfolg

Na, alles sicher?
Na, alles sicher?

Zehntausende Menschen fanden sich am Samstag in Berlin zu der erwähnten Demo gegen Vorratsdatenspeicherung und Massenüberwachung der Bevölkerung unter dem fadenscheinigen Vorwand des Terrorschutzes zusammen – die Zahlen schwanken zwischen 15.000 (Polizei) und 50.000 (Veranstalter). In beiden Fällen ist es den Veranstaltern gelungen, deutlich mehr Menschen als im Vorjahr zu mobilisieren. Erfreulicherweise kam es nicht einmal zu Ausschreitungen, trotz der recht zahlreichen Schwarzvermummten – ob das nun Verdienst der recht deutlichen Worte der Organisatoren oder dem umsichtigen Vorgehen der Polizei zu verdanken ist, sei dahingestellt. Auf jeden Fall war so dem Anliegen der Masse mehr gedient. Ein weiterer recht erfreulicher Aspekt ist, dass die Demo dieses Jahr von den Medien etwas mehr Beachtung fand (s. Pressestimmen) – für diese Aufmerksamkeit wurde explizit der „Werbung“ der Telekom gedankt, die gerade mal wieder zig Millionen Kundendaten fast ungeschützt im Netz rumliegen hatte.

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Burn after Reading

Burn After Reading

von Joel und Ethan Coen, mit Brad Pitt, George Clooney, Tilda Swinton, Francis McDormand, John Malkovich, Richard Jenkins, J.K. Simmons und David Rasche

Burn After Reading
Burn After Reading

„Windows oder Mac?“, möchte der russische ‚Kulturattacheé“ nur noch wissen, nachdem Chad und Linda ihm wortreich den brisanten Inhalt der mitgebrachten CD schmackhaft gemacht haben. Normalerweise arbeiten die beiden nicht für die Russen, sondern für Fitnessstudiobetreiber Ted. In dessen Studio haben die beiden die CD gefunden, die die Sekretärin des Anwalts von Katie Cox dort verloren hat. Katie möchte sich nämlich von ihrem Mann Osbourne Cox trennen, der gerade vom CIA wegen Alkoholproblemen gefeuert wurde. Um mehr Geld aus der Sache schlagen zu können, hat sie zur Sicherheit die wichtigsten Dokumente ihres Ex-Gatten in spe auf CD gebrannt – und eben auch den Entwurf seiner Memoiren, in denen er gründlich mit der CIA abrechnet. Egal, da Linda und Chad nicht eben die hellsten sind, haben ihre Erpressungsversuche bei Osbourne nicht gefruchtet, so dass sie es eben bei den Russen versuchen. Ähnliches gilt für Harry Pfarrer, der nicht nur glücklich mit Kinderbuchautorin Sandy verheiratet ist und nebenbei mit Katie Fox schläft, sondern es auch sonst mit so ziemlich jeder Frau versucht, die ihm über den Weg läuft. Und als ihm dann noch Chad über den Weg läuft, beginnt die Situation richtig kompliziert zu werden- insbesondere für Osbournes Ex-Bosse…

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Freiheit statt Angst – die Zweite

Schäuble bleibt auf seinem Kurs (Anti-Terror-Datei, Bundestrojaner, BKA-Gesetz, Einsatz der Bundeswehr im Inneren) und ebnet den Weg für die Rundumkontrolle der Bevölkerung. Die Telekom versaubeutelt 17 Millionen Kundendaten (Adresse, Telefon und Geburtsdatum, genügt bei e-bay zur Accounteröffnung). Umfangreiche Daten von deutscher USA-Urlauber werden in großem Maßstab an die USA geliefert und können dort in beliebigem … Weiterlesen …

Na endlich: Sigur Rós – Með suð i eyrum við spilum endalaust


„Mit einem Summen in unseren Ohren spielen wir endlos.“ Dieses Gefühl konnte man bei dem etwas übersteuerten Hurricane-Auftritt von Sigur Rós (übrigens unmittelbar vor Radiohead) tatsächlich leicht bekommen. Kurz danach erschien das sechste Studioalbum der Isländer mit dem lustigen Coverfoto von ein paar Leuten, die nackt über eine Schnellstraße springen, nicht einmal ein Jahr nach dem tollen Hvarf/Heim, was den Eindruck verstärkt, dass Sigur Rós zur Zeit nicht nur endlos spielen, sondern auch endlos aufnehmen. Wie auch immer und was auch immer, welch einen Glücksfall dieses Album in musikalischer Hinsicht darstellt, erschließt sich langsam aber zwingend und in endlicher (nicht endloser!) Zeit.

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