Wall·E – Der Letzte räumt die Erde auf

WALL·E

von Andrew Stanton, mit Wall·E und EVE

Wall·E

Wall·E

Roboter Wall·E führt ein recht bescheidenes Leben. Tagaus, tagein kehrt er den Müll unserer Zivilisation zusammen, presst ihn in Würfel und stapelt ihn ordentlich. Interessante Gegenstände sammelt er in seinem kargen Zuhause, dass er sich mit seinem einzigen Freund, einer Kakerlake, teilt. Sonst ist auch niemand da, denn die Menschen haben schon vor langer Zeit die verdreckte Erde verlassen. Einsamkeit überkommt ihn nur ab und zu, wenn ihn Stürme an sein Heim fesseln, und er mit alten Musicals seine Sehnsucht lindern muss. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Erde und lässt eine attraktive Roboterin zurück. Um Wall·E ist es natürlich sofort geschehen, aber bereits die Annäherung an die Angebetete gestaltet sich als schwierig. Konzentriert sucht sie den Müll nach etwas ab und quittiert Störungen etwas ungehalten durch wildes Umherballern mit ihrer großkalibrigen Wumme. Aber Wall·E lässt nicht locker. Gerade als seine Annäherungsversuche zu fruchten scheinen, wird EVE auf ihrer Suche fündig – und geht auf StandBy, um kurz darauf wieder aufgesammelt zu werden. Klar, dass Wall·E sich das nicht bieten lassen kann. Kurzerhand nimmt er sich frei und folgt EVE auf ihrer Reise zu ihrem Mutterschiff, wo der bescheidene Rest der Menscheit samt einem ganzen Schwung neuer Probleme auf beide wartet…

Mir gehen allmählich die Ideen aus – was soll man über Pixar-Filme noch schreiben? Geschichte: Ausgefeilt bis ins letzte Detail. Charaktere: unglaublich liebenswert und fantastisch animiert. Optik: setzt Maßstäbe. Alles in allem mal wieder grandiose Leistungen wo man auch hinblickt. Pixar eben. Somit bleibt mir nur, kurz auf die Besonderheiten dieses speziellen Meisterwerks einzugehen. Nach Monstern, Superhelden, Fischen, Autos und Köchen sind diesmal Roboter das Thema, das Pixar diesmal mit dem gewohnten Charme angeht. Zahlreiche Seitenhiebe auf unsere Zivilisation, Referenzen an die aktuelle Produktlinie des Pixar-Aktionärs Steve Jobs (Apple) sowie an Filmklassiker wie 2001 – Odyssee im Weltraum runden das Werk ab. Die zahlreichen witzigen Ideen, die Slapstickeinlagen, die liebevolle Ausstattung und die unglaubliche Animationen erwartet man bereits beim Gang ins Kino, und erneut werden sie übertroffen. Ein Rästel bleibt mir, wie die es schaffen, einer Maschine dermaßen menschliche Züge und Mimik zu geben – selten war eine Filmfigur so liebenswert wie Wall·E …
Einziger Kritikpunkt bei diesem speziellen Film ist höchstens, dass er für Kinder (wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe) wenig unterhaltsam ist. Wer als den Kinderschuhen entwachsen ist, auf den wartet ein Kinoerlebnis, wie man es sich öfter wünscht. Weiter so, Pixar! (10)

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