State of Play – Stand der Dinge

State of Play

von Kevin Macdonald, mit Russell Crowe, Ben Affleck, Rachel McAdams, Helen Mirren, Robin Wright Penn und Jason Bateman

State of Play
State of Play

Dicke Tränen kullern dem Senator Stephen Collins die Bäckchen herunter, als er vom Unfalltod seiner Fachreferentin erfährt. Was auch verständlich ist, aber während einer Anhörung vor laufenden Kameras eben auch nicht gerade geschickt. Und so wittert die Klatschpresse gleich eine Affäre, und zerlegt den jungen, aufstrebenden Abgeordneten genüsslich. Cal McAffrey, seines Zeichens journalistisches Urgestein der alten Schule, recherchiert gerade an anderer Front. Ein Kleinganove und ein Pizzabote sind nämlich höchst professionell erschossen worden, wer würde da nicht eine Story wittern. Als Stephen bei seinem altem Zimmerkumpel Cal Zuflucht vor der Presse sucht, entdecken sie auf einmal eine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Könnte die Sicherheitsfirma PointCorp hinter der Sache stecken? Zusammen mit der jungen Bloggerin Della Frye macht Cal sich auf die Suche nach Hintermännern, sehr zum leidwesen seiner Chefradakteurin, die nicht an solche Verschwörungstheorien glaubt und lieber eine schnelle Story hätte. Doch je tiefer Cal in die Sache eintaucht, umso unwahrscheinlicher wird das – denn die eigentlich Story ist noch viel größer, als Cal in seinen kühnsten Träumen hätte vorstellen können…

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Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire

von Danny Boyle, mit Dev Patel, Anil Kapoor, Madhur Mittal, Mahesh Manjrekar und Freida Pinto

Slumdog Millionaire
Slumdog Millionaire

Jamal ist Kummer gewöhnt. Aufgewachsen in den Slums von Mumbai, erst als Halb-, später als Vollwaise, hat er sich nicht nur metaphorisch immer wieder aus der Scheiße gekämpft – ‚Never Ever Give Up!‘ könnte sein Lebensmotto sein. Während sein Bruder Salim dem Ruf des schnellen Geldes gefolgt und in der Unterwelt zu einer respekablen Größe herangewachsen ist, strebt Jamal nach höherem: Er will seine große Jugendliebe Latika aufspüren, um sie für immer aus den Klauen der Mächte zu befreien, die sie ihm immer wieder entrissen haben. Das ihn das ausgerechnet in die Endrunde der indischen Version von Who wants to be a Millionaire? führt, ist eine weitere Ironie des Schicksals. Die Polizei hat jedoch wenig Sinn für Ironie, sie glaubt da mehr an Betrug. Und geht wenig zimperlich ans Werk, das auch zu beweisen. Anhand der Videoaufzeichnung hangeln sie sich in Jamals Verhör von Frage zu Frage, von der (fast) jede durch eine schicksalhafte Fügung mit einem Kapitel in Jamals Leben verknüpft ist, die ihm die richtige Antwort weist. Dass muss schließlich auch der Polizeiinspektor anerkennen, so dass Jamal sich wieder der letzten, entscheidenden Runde des Quiz widmen kann, in der es für ihn um alles geht. Nur nicht ums Geld.

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Der Vorleser

The Reader

von Stephen Daldry , mit Kate Winslet, Ralph Fiennes und David Kross

Da der Film noch bei amazon.de verfügbar ist, könnt Ihr in der Zwischenzeit auch das Buch bestellen
Der Vorleser

Deutschland, 1958. Der Schüler Michael trifft auf die Schaffnerin Hanna. Ohne nennenswerte Gegenwehr lässt er sich von ihr verführen. Das wird in den folgenden Wochen allmählich zur Gewohnheit, genau wie das Ritual, dass sie sich vorher von ihm aus seinen Büchern vorlesen lässt. So verleben die beiden einen wahrlich unvergesslichen Sommer, bis Hanna eines Tages plötzlich aus seinem Leben verschwindet. Viele Jahre später, Michael studiert mittlerweile Jura, trifft er sie wieder. Und ist entsetzt. Denn die Frau, die er lieben lernte, wird in einem Kriegsverbrecher-Tribunal des grausamen Mordes an über 300 jüdischen Gefangenen beschuldigt, für die Hanna als KZ-Aufseherin verantwortlich war. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als sie von ihren Mitangeklagten beschuldigt wird, den belastenden Bericht dazu alleine verfasst zu haben. Denn Michael ist mittlwerweile klar, dass all das Vorlesen nur einen Grund hatte: Hanna ist Analphabetin. Und da sie eher eine lebenslängliche Strafe in Kauf nehmen würde, als das zuzugeben, liegt ihr Schicksal jetzt in seiner Hand…

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Der seltsame Fall des Benjamin Button

The Curious Case of Benjamin Button

Von David Fincher, mit Brad Pitt, Tilda Swinton und Cate Blanchett.

Benjamin Button
Benjamin Button

Benjamin Button ist ein wirklich seltsamer Fall. Gemeint ist nicht, dass seine Mutter bei seiner Geburt stirbt, und auch nicht, dass sein Vater ihn gleich danach aussetzt. Auch dass er gleich danach in einem eine Ziehmutter findet, ist nicht gemeint. Gemeint ist, dass er alt ist. Obwohl Säugling, hat er Falten, grauen Star und Arthritis. Jahrzehnte später wird es Daisy sein, die so alt und gebrechlich ist wie Benjamin bei seiner Geburt. Und sie wird sich am Sterbebett von ihrer Tochter noch einmal sein Tagebuch vorlesen lassen, in dem seine Geschichte aufgeschrieben ist. Die Geschichte nimmt ihren Anfang noch vor seiner Geburt, als zur Zeit des zweiten Weltkrieges ein Uhrmacher aus Trauer über seinen gefallenen Sohn ein rückwärtslaufende Bahnhofsuhr baut, als Symbol für den Wunsch, die Zeit zurückdrehen zu können und all die Gefallenen wieder zu ihren Familien zurückkehren lassen zu können. Benjamin weiß aber von all dem nichts. Als Junge im Körper eines alten Mannes weiß er nur, dass er mit jedem Tag jünger wird,  während um ihn herum alle altern. Die wirklichen Konsequenzen daraus werden ihm erst im Laufe der Jahre bewusst. Besonders als er Daisy kennenlernt. Er als Junge im alten Körper verliebt sich auf der Stelle in das hübsche Mädchen, und ist verdammt, mit ihr nur eine kurzen Teil seines Lebens teilen zu können.  Und beginnt, den Rest seines Lebens umso intensiver zu leben…

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Zeiten des Aufruhrs

Revolutionary Road

von Sam Mendes, mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio

Revolutionary Road - Soundtrack
Revolutionary Road - Soundtrack

Ein Mann, eine Frau, eine Party. Ihre Blicke treffen sich, sie kommen ins Gespräch – der klassische Anfang einer romantischen Liebesgeschichte. Es ist auch der Anfang der Geschichte um Frank und April Wheeler. Doch prickelnde Romantik ist uns nicht lange vergönnt, schon in der nächsten Szene sind die beiden verheiratet, haben Kinder und leben eine 60er Jahre Spießeridylle, die Liebe zwischen beiden ist deutlich abgekühlt.. Er verschwimmt als Bürohengst in der grauen Masse der Bürohengste, pendelt jeden Tag zur Arbeit, zu einem Job, den er hasst, zu dem Chef, dem verachtet, und den Kollegen, die sich damit arrangiert haben. Währenddessen kümmert sich April als braves Frauchen um Haus, Küche und Kinder. Während er dabei ist, sich an die Situation zu gewöhnen, ist April gefrustet. Was ist aus ihren Träumen und Plänen geworden? Was aus dem Glauben, etwas besseres zu sein, es anders zu machen? Eines Tages rafft sie sich auf, um neue Pläne zu schmieden. Sie schafft es, in Frank wieder den Rebellen zu wecken und so beschließen die beiden schließlich, zum gut kaschierten Entsetzen ihrer Freunde und Nachbarn, alles hinter sich zu lassen und nach Paris zu ziehen. Dieser Plan lässt die Beziehung der beiden doch tatsächlich wieder aufflammen, was leider zu einer Komplikation führt – April wird wieder schwanger, die Auswanderungspläne zerplatzen. Zumindest für Frank, der passenderweise auch gerade ein lukratives Angebot vom Oberboss erhalten hat. Doch April ist nicht mehr bereit, ihre Träume für immer hinter sich zu lassen. Getrieben durch Franks Unverständnis, bleibt ihr schließlich nur noch ein Ausweg…

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