OSCAR© 2009 – Die Gewinner

Mann, was ’ne Nacht. Wäre doch praktisch, wenn die Oscar Verleihung so um 8:00 morgens Ortszeit stattfinden würde, dann könnte man das Spektakel hierzulande bequem um 17:00 schauen. Aber egal, es ist überstanden, und die Gewinner stehen fest (auch wenn es ja genau genommen keine „Gewinner“ gibt, sondern nur Leute, an die der Oscar „geht“…). Noch dazu steht damit auch der Gewinner unseres diesjährigen CJuergens.de Tippspiels fest: Es ist chrjue (also ich) mit 17 richtigen Tipps, gefolgt von Tobe mit 10 und Anna mit 5 richtigen – hier gibt es keine Verlierer, hier bekommt jeder eine Medaille…

Zurück zu den Filmen: Gemäß der Erwartungen war „Slumdog Millionaire“ der Abräumer des abends – er heimste bei 10 Nominierungen 8 Trophäen ein. „Benjamin Button“ ging im Verhältnis dazu eher leer aus. Hier konnten nur 3 Nominierungen in Gold umgewandelt werden, nämlich in den eher technischen Kategorien Spezialeffekte, Makeup und Ausstattung.

Bie den Darstellern durften sich Kate Winslet und Sean Penn bei den Hauptrollen, sowie Penélope Cruz und – wie erwartet – posthum Heath Ledger über die Auszeichnung freuen – und das taten sie durchweg professionell, ohne viel Geheule und sehr sympathisch.

Die Show selber wurde zur Einschaltquotenverbesserung gründlich überarbeitet, und das ist größtenteils auch sehr gut gelungen. Durch die neuen Bühne, auf der die ersten Reihen fast mitsitzen, kommt ordentlich Stimmung überspringen. Und das hat der, so muss ich gestehen, hervorragende Moderator Hugh Jackmann auch gleich zu Beginn für eine phantastische Revue zum Filmjahr, passend zur Finanzkrise in billigen, selbstgebastelten Kulissen genutzt; als er am Schluß zusammen mit Anne Hathaway eine Nixon-Duett trällerte, gab es kein Halten mehr. Wirklich gelungen!

Gelungen ist auch die Idee, die Darstellerpreise gleich von einer ganzen Riege hochkarätigster Darsteller übergeben zu lassen, von denen jeder einem Nominierten eine persönlich Laudatio darbot – und wenn Robert DeNiro Sean Penn in den Himmel lobt, dann ist das schon was. Aber gut, weitere Kommentare zur Show spare ich mir für einen eigenen Beitrag auf und übergebe den Absatz and die Preisträger:

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Kleiner Rekord…

Jahaaa, liebe Leser, Oscar-Tipps für die einfachen Kategorien findet Ihr fast überall. Aber wenn Ihr auch in den anderen fündig werden wollt, wie etwa dem animierten Kurzfilm, ist CJuergens.de einfach die (zweit-) beste Adresse…

Bei Suche nach Tipps für den Oscar 2009 in der Kategorie "Animierter Kurzfilm" landet CJuergens.de auf Platz zwei...
Bei Suche nach Tipps für den Oscar 2009 in der Kategorie "Animierter Kurzfilm" landet CJuergens.de auf Platz zwei...

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Glaubensfrage

Doubt

von John Patrick Shanley, mit Philip Seymour Hoffman, Amy Adams, Viola Davis und Meryl Streep

Glaubensfrage
Glaubensfrage

Schwester Aloysius Beauvier führt in der katholischen Schule St. Nicholas im New York des Jahres 1964 ein strenges Regiment. Pater Brendan Flynn, auch an besagter Schule zu besagter Zeit an besagtem Ort als Schwester Aloysius Beauviers Boss tätig, führt ein weniger strenges Regiment. Keine Frage, wer da bei den Schülern beliebter ist. Weniger einfach ist die Frage für junge Schwester James zu beantworten. Den Pater bewundert sie für seine moderne Art, die Schwester für ihre altmodische Art. Ihre Zweifel bezüglich ihrer Sympathie weiten sich auf Zweifel bezüglich Pater Flynns Rechtschaffenheit aus, als sie erklärungsbedürftige Vorgänge zwischen dem Pater und einem der Schüler beobachtet. Vetrauensvoll wendet sie sich damit an Schwester Aloysius, die wenig Zweifel hinsichtlich der Vorgänge hat und einen subtilen, aber wirkungsvollen Aufklärungsfeldzug gegen den Pater beginnt – denn nebend der Möglichkeit des Kindemissbrauchs sieht sie auch die Möglichkeit, den unliebsamen Reformer loszuwerden. Dass der seine Unschuld mit durchaus glaubwürdigen Erklärungen beteuert, irritiert Schwester Aloysius dabei wenig, Schwester James dagegen umso mehr. Und ob der Pater schuldig ist, ist am Ende eine Glaubensfrage…

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OSCAR© 2009 – Die Tipps

Natürlich findet wieder das traditionelle Tippduell zwischen Tobe und chrjue statt, dem sich dieses Jahr auch Anna angeschlossen hat. Nach Konsultierung zahlreicher legaler und halblegaler Informationsquellen, in Kombination mit gezielter Desinformation des Kontrahenten, wurden soeben die endgültigen Tippscheine ausgetauscht.
Natürlich steht auch dem minder bis gut infomierten Leser frei, selbst mitzutippen. Dazu finden sich hier der offizielle Tippschein der Academy of Motion Pictures Arts and Science und hier der tabellarische Tippschein von CJuergens.de.

Trotz allem möchte ich aber niemanden dazu raten, sich auf unsere Tipps zu verlassen – sicher ist bei den Oscars fast nichts… (s. 2008 und 2009)

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Frost/Nixon

Frost/Nixon

von Ron Howard, mit Frank Langella, Michael Sheen, Kevin Bacon und Rebecca Hall

Frost/Nixon
Frost/Nixon

1977. US-Präsident Nixon ist ähnlich unbeliebt und fast genauso vergessen wie Obamas Vorgänger. TV-Weichspülmoderator und Polit-Leichtgewicht David Frost ist zwar etwas beliebter, droht aber auch durch Absetzen seiner Shows in Vergessenheit zu geraten. Da beschließt David, Richard Nixon zu einer Reihe von TV-Interviews zu überreden – was aufgrund von Frosts Ruf nicht gerade für Begeisterung bei potentiellen Geldgebern sorgt, wohl aber bei Nixon, der hier eine Chance sieht, seinen Ruf zu retten. Als Nixon also nach einigen Verhandlungen zusagt, produziert Frost die Interviews gezwungenermaßen selbst, immer noch überzeugt von dem Potential der Interviews und seinen Fähigkeiten als Moderator. Oder, wie es einer seiner Wegbegleiter ausdrückte, David war vielleicht kein guter Journalist, aber er verstand, wie Fernsehen funktioniert. Um sich für seinen Auftritt zu rüsten, engagiert David zwei der besten Journalisten zum Thema, so dass die Niederlage Nixons nur eine Formsache sein sollte. Doch als die ersten Interviews stattfinden, zeigt „Tricky Dick“ Nixon seine ganze rhetorische Gewalt und debattiert David gnadenlos gegen die Wand, was sich im Verlauf der weiteren Interviews nicht nennenswert bessert. Als David schließlich, finanziell wie moralisch am Ende, dringend einen Strategiewechsel braucht, macht Nixon einen winzigen, aber entscheidenden Fehler…

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