Im Winter ein Jahr

Im Winter ein Jahr

von Caroline Link, mit Karoline Herfurth, Josef Bierbichler und Corinna Harfouch

Im Winter ein Jahr
Im Winter ein Jahr

Maler Max Hollander erhält von Eliane Richter den Auftrag, ihre beiden Kinder zu malen. Gemeint sind Tochter Lilli, die Gesang und Tanz studiert und sich gerade auf die Hauptrolle in Alice im Wunderland vorbereitet, und Sohn Alexander, der ein Sportinternat besuchte und vor fast einem Jahr Selbstmord begangen hat. Letzteres erfährt er allerdings erst im Gespräch mit Lilli, ihre Mutter spricht da von einem „Jagdunfall“. Im übrigen ist Lilli, die den Tod des Bruders genausowenig verarbeitet hat wie ihre Eltern, wenig vom mütterlichen Plan begeistert, da sie nicht neben Alexander als Trophäe an der Wand ihrer Mutter hängen möchte. Aber Max malt eben nicht das Äußere, sondern die Seele der Menschen. Und das Seelenchaos, in dem sich die Familie Richter wiederfindet, ist groß. Nach und nach erarbeitet er sich das Vertrauen von Lilli und gewinnt tiefere Einblicke hinter die Fassade der Richters. Nach und nach gewinnt so nicht nur das bestellte Bild an Konturen, sondern konfrontiert auch die Familie selbst mit ihrem eigenen Bild – und der Chance auf einen Neubeginn…

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Tage und Wolken

Giorni e nuvole

von Silvio Soldini, mit Margherita Buy und Antonio Albanese

Tage und Wolken
Tage und Wolken

Elsa und Michele führen ein angenehmes Leben. Sie promoviert gerade in Kunstgeschichte und restauriert in ihrer Freizeit alte Fresken, er ist Teilhaber eines großen Schiffbauunternehmens und fährt in seiner Freizeit auf seinem Segelboot. Denkt sie zumindest, denn nach ihrer Doktorfeier (cum laude!) eröffnet ihr Michele, dass er bereits vor zwei Monaten aus der Firma ausgekauft wurde und sie beide seitdem von ihren Ersparnissen leben. Aber, so sagt er optimistisch, dass sei ja nicht von Dauer, schließlich ist er ja schon fleißig dabei, sich zu bewerben. Sobald er wieder Job hat, geht es wieder weiter. Doch das tut es nicht, wie selbst Michele nach einiger Zeit erkennen muss. Und so weicht die große Eigentums- einer kleinen Mietwohnung, das Boot wird verkauft, das Fresko wir von anderen restauriert und beide müssen sich mit Gelegenheitsjobs in Callcentern oder als Kurier über Wasser halten. Mit der Zeit bekommt natürlich auch Tochter Alice Wind von der Sache, was der ohnehin schon angespannten Stimmung des Ehepaares den Rest gibt, und es kommt zu allem Überfluss auch noch zum handfesten Familienzoff.

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Der Baader Meinhoff Komplex

Der Baader Meinhoff Komplex

von Uli Edel, mit Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek und Bruno Ganz.

Der Baader Meinhof Komplex
Der Baader Meinhof Komplex

Gerade die „Generation Golf“ kennt sie noch, die RAF-Fahndungsplakate, die einem in der Jugendzeit vom zahlreichen Wänden entgegenprangten und vor gefährlichen Terroristen warnten. Die Wurzeln und Hintergründe der RAF waren einem damals sowohl unbekannt wie auch herzlich egal, fühlte man sich doch eher der warnenden Polizei näher, der man beim Räuber-und-Gendarm-Spiele noch nacheiferte, bevor die Sympathien sich mit dem Stimmbruch beim ein oder anderen etwas verlagerten.
Stefan Aust hat die RAF Jahre hingegen erheblich bewusster erlebt. Schließlich war er sowohl Redakteur des linken Blattes „konkret“, so wie vor ihm auch die spätere Terroristin Ulrike Meinhof, als auch später in die Befreiung der Kinder Meinhofs aus den Händen der RAF involviert. Für sein Buch Der Baader-Meinhof-Komplex rechierte er gründlich die Geschichte der RAF, mit all ihren Figuren, Motiven, Hintergründen und den Auswirkungen auf die noch recht junge Bundesrepublik. Dieses Buch gilt nicht unverdient als Standardwerk zu diesem Thema, und Stefan Aust als einer der besten Kenner der Materie.
Wenn sich nun mit Bernd Eichinger einer der erfolgreichsten deutschen Mainstream-Kino-Produzenten dieser Materie annimmt, muss man sich fragen, ob das gut gehen kann…

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Krabat

Krabat

von Marco Kreuzpaintner, mit David Krosse, Christian Redl und Daniel Brühl.

Krabat
Krabat

Waisenjunge Krabat ist arm dran. Nachdem erst der Dreißigjährige Krieg und anschließend die Pest in Europa die Menschen dahingerafft haben, zieht er bettelnd durch die Lande, mit nichts als der Erinnerung an ein besseres Leben. Als ihm im Traum Raben erscheinen und ihm den Weg zu einer alten Mühle weisen, zögert er nicht lange und macht sich auf den Weg. Dort angekommen bietet ihm der unheimliche Müller an, sein Lehrjunge zu werden, mit freier Kost und Logis – klar, das Krabat da nicht lange überlegt. Die Arbeit in der Mühle stellt sich als hart heraus, aber damit kann er leben. Mehr Sorgen machen ihm die mysteriösen Vorgänge in der Mühle und das seltsame Gebaren der anderen Lehrlinge und des Meisters – nicht zu Unrecht, wie sich herausstellt. Denn der Meister ist ein Anhänger der schwarzen Magie, und zwar ein mächtiger. Als Gegenleistung für ihre Arbeit unterrichtet er die Jungen in den schwarzen Künsten, lässt sie als Raben die Lüfte oder unsichtbar die Dörfer erkunden. Auf einem dieser Ausflüge trifft Krabat schließlich auf die hübsche Katorka und verliebt sich auf der Stelle in sie. Nur kann er seinen Job in der Mühle für sie nicht ohne weiteres aufgeben, hat er doch dem Meister ewige Treue geschworen. Einziger Ausweg: Katorka muss Krabat am Silvesterabend freibitten, ohne vorher dem Meister zum Opfer zu fallen. Und da Krabat nicht der erste verliebte Lehrling ist, hat der Meister damit schon Erfahrung…

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Wall·E – Der Letzte räumt die Erde auf

WALL·E

von Andrew Stanton, mit Wall·E und EVE

Wall·E
Wall·E

Roboter Wall·E führt ein recht bescheidenes Leben. Tagaus, tagein kehrt er den Müll unserer Zivilisation zusammen, presst ihn in Würfel und stapelt ihn ordentlich. Interessante Gegenstände sammelt er in seinem kargen Zuhause, dass er sich mit seinem einzigen Freund, einer Kakerlake, teilt. Sonst ist auch niemand da, denn die Menschen haben schon vor langer Zeit die verdreckte Erde verlassen. Einsamkeit überkommt ihn nur ab und zu, wenn ihn Stürme an sein Heim fesseln, und er mit alten Musicals seine Sehnsucht lindern muss. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Erde und lässt eine attraktive Roboterin zurück. Um Wall·E ist es natürlich sofort geschehen, aber bereits die Annäherung an die Angebetete gestaltet sich als schwierig. Konzentriert sucht sie den Müll nach etwas ab und quittiert Störungen etwas ungehalten durch wildes Umherballern mit ihrer großkalibrigen Wumme. Aber Wall·E lässt nicht locker. Gerade als seine Annäherungsversuche zu fruchten scheinen, wird EVE auf ihrer Suche fündig – und geht auf StandBy, um kurz darauf wieder aufgesammelt zu werden. Klar, dass Wall·E sich das nicht bieten lassen kann. Kurzerhand nimmt er sich frei und folgt EVE auf ihrer Reise zu ihrem Mutterschiff, wo der bescheidene Rest der Menscheit samt einem ganzen Schwung neuer Probleme auf beide wartet…

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