Full Metal Village
von Sung Hyung Cho
Der Dokumentarfilm der Südkoreanerin Sung Hyung Cho führt uns in ein kleines, verschlafenes Nest mitten in Schleswig Holstein. Hier leben u.a. der norddeutsch-ruhige Milchbauer Klaus H. Plähn, der nach dem Melken der Kühe am liebsten in Ruhe sein Zigarette raucht und uns über den feinen Unterschied zwischen Kalb und Kuh aufklärt, der deutlich aktivere „Multibauer“ Uwe Trede, der neben seinem Bauernhof eine Biogasanlage, Aktiengeschäfte und eine Freundin betreibt, die Rentnerin Irma Schaack, die beim Kaffeekränzchen über ihre Flucht aus Ostpreußen erzählt, und ihre Enkelin Ann-Kathrin, die für ihre Modelkarriere ein intensives Fitnessprogramm absolviert und Kalorientabellen auswendig lernt. All dies würde einen sicher nicht ins Kino locken, wenn dieser Ort nicht Wacken wäre, in den regelmäßig im Sommer zigtausende schwarzbekleidete, langhaarige Headbanger einfielen. Da ist Ärger vorprogrammiert – oder ?
Die Menschheit in 50 Jahren. Leider hat die Sonne überraschend früh einen Großteil ihrer Leuchtkraft verloren. Doch die Hoffnung stibt zuletzt, und schickt ein Raumschiff, bestehend aus einen gigantischen Schutzschild gegen die immer noch gigantische Sonnenstrahlung, einer internationalen Besatzung und einer speziellen Fracht der Sonne entgegen. Dort soll die Fracht, eine Bombe von der Größe Manhattans, ins Innere der vordringen, um die Sonnenglut wieder anzufachen. Kurz nachdem der Funkkontakt zur Erde zusammenbricht, beginnen die Probleme: Die Ikarus 2 empfängt das Notsignal der Ikarus 1 – das auf identischer Mission vor Jahren verschollen ist. Die Crew entschließt sich, ihren Kurs etwas abzuändern, um die Ikarus 1 zu untersuchen; schließlich sind zwei Bomben besser als eine. Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als fatal herausstellt, das Leben der Crew und nicht zuletzt den Fortbestand der Menschheit gefährdet.