Keine Sorge, mir geht’s gut……

Je vais bien, ne t’en fais pas
von Phillippe Lioret, mit Mélanie Laurent und Julien Boisselier

… steht auf einer Postkarte, die Lilli von ihrem Zwillingsbruder erhält. Der ist nämlich, während Lilli sich in einem Auslandssemester befand, nach einem heftigen Streit von Zuhause abgehauen. Erschüttert davon und von der rätselhaften Teilnahmslosigkeit ihrer Eltern ist Lilli zunehmend in ein Depression verfallen, aß nichts mehr und musste schließlich in der Psychiatrie zwangsernährt werden, bis die besagte Postkarte sie endlich wieder aufleben lässt. Doch das Rätsel bleibt: Warum ist Loic einfach abgehauen? Worum ging es in dem Streit? Warum hat er sich nicht gemeldet? Fragen, von denen nur die sacht aufblühende Beziehung zu Thomas sie ablenken kann – dem Freund ihrer besten Freundin.

Dieser Film ist sicher kein Aufreger, gemächlich treibt die Handlung dahin, getragen in erster Linie von der unglaublich präsenten, verletzlichen, bezaubernden Mélanie Laurent, der mit Julien Boisselier sowie Isabelle Renauld und Kad Merad ebenbürtige Filmpartner zur Seite stehen. Und so großartig die schauspielerischen Leistungen der Darsteller, so bodenständig bleibt der Film – präzise beobachteter Alltag steckt hier in jedem Detail, was letztlich die recht überraschende Auflösung noch überraschender erscheinen lässt, wenn auch in ihrer Motivation nicht verständlicher. Ein Film, der von der Stille lebt, dem Unausgesprochen, den Blicken, den Gesten, und letztlich ein Film über die Macht der Liebe – nur eben etwas behäbig. (8)

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