The Town – Stadt ohne Gnade

The Town - Stadt ohne Gnade

The Town

von Ben Affleck, mit Ben Affleck. Ferner mit Jeremy Renner, Chris Cooper, Pete Postlethwaite und Jessica Hall.

The Town - Stadt ohne Gnade

Doug, sein Kumpel Jam und ein paar andere Gesellen sind Spezialisten. Ihre Arbeitsgebiet: Bankraub und Geldtransporterüberfall. Doug hat sein Handwerk quasi vom Vater übernommen, der jetzt aber aus dem Knast auf seine glorreiche Zeit zurückblickt. Doch so gut er auch ist, hat Doug doch allmählich die Schnauze voll. Er möchte aussteigen und sesshaft werden, ein ordentliches Leben führen. Da kommt ihm eine Affäre mit der hübschen Claire ganz gelegen, in die er sich ernsthaft verliebt. Nur dass Claire nichts davon ahnt, dass sie eben auch Ex-Opfer und Ex-Geisel von einem von Dougs Überfällen ist. Aber ihr das schonend beizubringen ist noch sein geringstes Problem. Denn zum einen ist das FBI ist ihm allmählich immer dichter auf den Fersen, zum anderen fallen seine Ausstiegspläne bei seinen Auftraggebern auf wenig Verständnis, um es mal vorsichtig zu formulieren. Was nicht nur Dougs Leben gefährdet, sondern auch das von Claire. So lässt sich Doug schließlich doch noch zu einem letzten, aber sehr lukrativen Job überreden – und einem sehr riskanten, wie sich rausstellt…

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Ich & Orson Welles

Me and Orson Welles

von Richard Linklater, mit Christian McKay, Zac Efron und Claire Danes

New York, in den 1937. Ein junger, erst später weltberühmter, Orson Welles bringt Shakespeares „Julius Caesar“ auf die Bühne. Mit dabei: ein noch jüngerer, auch später nicht weltberühmter, Richard Samuels, aus dessen Sicht wir bei den Proben dabei sind. Und die verlaufen, dem Genie-und-Wahnsinn-Klischee streng folgend, sehr chaotisch. Statt Kostümen gibt es Uniformen, Welles glänzt mal mit penetranter Abwesenheit, mal mit Proben bis zum Umfallen. Der egozentrische Regisseur streicht, ändert und ergänzt nach Belieben, feuert Darsteller am einen Tage, um sie am anderen wieder einzustellen und läuft jedem verfügbaren Rock hinterher. Richard, der seine winzige Rolle als Laute spielender Lucius vor allem zum unbezahlten Dabeisein nutzt, landet schnell und unerwartet in der Gunst des großen Meisters, was ihm unbezahlbare Einblick in die Welt des Showbusiness verschafft. Unbezahlbare Einblicke verschafft ihm auch Welles Assistentin Sonja, die ebenso ein gewisses Faible für den jungen Neuzugang entwickelt. Und während die Proben auf die Premiere hinlaufen und das Stück mehr und mehr Form annimmt, merkt der schwer in Sonja verliebte Richard, dass er in Orson Welles einen Nebenbuhler hat. Wenn er sich da mal nicht die Finger verbrennt…

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Sarrazinaden

Goldenes Stück Scheiße am Band, verliehen an Thilo Sarrazin in Abwesenheit
Goldenes Stück Scheiße am Band, verliehen an Thilo Sarrazin in Abwesenheit
by Sargoth

OK, ich habe es versucht. Lange versucht. Aber allmählich kann ich das Thema nicht mehr ignorieren. Auch wenn ich eigentlich nix vom Thema verstehe. Aber das muss ja niemanden vom Publizieren abhalten.

Zur Vorgeschichte. Es geht um einen Volkswirt, der zunächst im öffentlichen Dienst seinem Broterwerb nachging, bevor er als Leitender bei der Bahn, Finanzsenator in Berlin und dann wieder als Vorstandsmitglied der Bahn die Karriereleiter raufkraxelte. Seine Rente sollte also sicher sein.

Sein jetziger Posten bei der Bundesbank scheint ihn nun so wenig auszulasten, dass er seine reichhaltigen Erfahrungen aus dem Berufsleben eines Volkswirts dazu nutzt, sich um das bewirtschaftete Volk an sich Sorgen zu machen. Mit der Sorge um das Erstarken einer Volksgruppe, die er in den Jahren zuvor mit besorgter Mine durch die getönten Scheiben seiner Limousine beobachtet hat, kondensiert er eine Reihe rechtskonservativer, pseudowissenschaftlicher Stammtischparolen in ein Buch. Als selbsternannter Soziologe und Genetiker zitiert er Statistiken, die es nicht gibt, er stellt genetische Thesen als Tatsachen hin, die wissenschaftlich Unsinn sind, er dramatisiert Probleme, ohne sich ernsthaft mit Ursachen oder gar Lösungen abzugeben. Kurz, statt Fakten viel Meinung, und die Meinung ist, um mir etwas Meinungsfreiheit zu erlauben, Bullshit. Das ein solch populistisches Buch dennoch (oder gerade deshalb?) seine Leser findet, war wohl abzusehen. Das es aber ein mördermäßiger Erfolg ist, verwundert dann doch. Zumindest solange, bis man weiß, dass der Autor Thilo Sarrazin ist.

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Stone Temple Pilots: Gute Nachrichten aus vergangenen Zeiten


Woran merkt man, dass man alt wird? Man steht vor der Hauptbühne auf dem Hurricane-Festival 2010, fiebert seit Stunden dem Auftritt der wiedervereinten Stone Temple Pilots entgegen, endlich kommen Scott Weiland, die DeLeo-Brüder und Eric Kretz auf die Bühne, stimmen gleich als ersten Song das hypnotisierende „Vasoline“ an, man fängt sofort unweigerlich an, zu rocken… und merkt beim dritten Lied, dass man ganz alleine tanzt.

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Männer im Wasser

Männer im Wasser - Plakat

Allt flyter

von Måns Herngren, mit Jonas Inde, Andreas Rothlin-Svensson, Jimmy Lindström, Peter Gardiner, Benny Haag, Shebly Niavarani, Kalle Westerdahl, Henrik Svalander, Ossi Niskalaund und Paula McManus

Männer im Wasser - Plakat
© Pandora Film

Fredrik und seine Kumpels sind in die Jahre gekommen. Ansonsten wären die ehemaligen Beinahe-Hockeymeister wohl kaum von einer viel jüngeren Damenmannschaft vom Platz gefegt worden. Solchermaßen ihrer Trainingsmöglichkeit beraubt, sind sie nun also auf der Suche nach Sinn und Beschäftigung. Wohlgemerkt nicht nur privat, sondern eigentlich generell.

Eine dumme Verkettung aus Junggesellenabschied, Langeweile und dem Hobby seiner Tochter bringt die Jungs schließlich auf die zündende Idee: Sie wollen Schweden bei der WM im Synchronschwimmen für Herren vertreten. Das das nicht so einfach ist, wie ursprünglich gedacht, merken sie schnell. Ob nun Badeanzüge gekauft, Pediküre gemacht oder einfach nur ein geeignetes Schwimmbecken gefunden werden muss – die Probleme reißen nicht ab. Aufwind bekommt die Truppe erst, als sich Fredriks Tochter Lotta notgedrungen als Trainerin anbietet. Doch der Weg zur WM und nach Berlin ist weit…

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