Männer im Wasser

Allt flyter

von Måns Herngren, mit Jonas Inde, Andreas Rothlin-Svensson, Jimmy Lindström, Peter Gardiner, Benny Haag, Shebly Niavarani, Kalle Westerdahl, Henrik Svalander, Ossi Niskalaund und Paula McManus

Männer im Wasser - Plakat

© Pandora Film


Fredrik und seine Kumpels sind in die Jahre gekommen. Ansonsten wären die ehemaligen Beinahe-Hockeymeister wohl kaum von einer viel jüngeren Damenmannschaft vom Platz gefegt worden. Solchermaßen ihrer Trainingsmöglichkeit beraubt, sind sie nun also auf der Suche nach Sinn und Beschäftigung. Wohlgemerkt nicht nur privat, sondern eigentlich generell.

Eine dumme Verkettung aus Junggesellenabschied, Langeweile und dem Hobby seiner Tochter bringt die Jungs schließlich auf die zündende Idee: Sie wollen Schweden bei der WM im Synchronschwimmen für Herren vertreten. Das das nicht so einfach ist, wie ursprünglich gedacht, merken sie schnell. Ob nun Badeanzüge gekauft, Pediküre gemacht oder einfach nur ein geeignetes Schwimmbecken gefunden werden muss – die Probleme reißen nicht ab. Aufwind bekommt die Truppe erst, als sich Fredriks Tochter Lotta notgedrungen als Trainerin anbietet. Doch der Weg zur WM und nach Berlin ist weit…

OK, wirklich neu ist die Idee nicht. Man nehme The Full Monty, versetze es nach Schweden, mache aus Striptease Synchronschwimmen, und fertig. Auch wenn selbst die Hauptdarsteller sich ähnlich sehen (Carlyle vs. Inde), so macht dieser Film dennoch einfach Spaß. Peinliche Momente bleiben größtenteils aus, die üblichen Konflikte zwischen den Figuren bleiben im glaubwürdigen Rahmen. Die dauerfrotzelnde Altherrenriege muss man einfach ins Herz schließen, wenn sie etwas ungelenk, aber unbeirrt an ihrer Kür arbeiten, während sich die Taucher unter ihnen einen feixen. Und wenn sie dann schließlich endlich ihr hart erarbeitetes, fantastisches Wasserballett vor großem Publikum zeigen, dann fesseln die tollen Bilder nicht nur die Zuschauer am Wasser, sondern auch die im Kino.

Geradlinig erzählt, toll besetzt, ist das hier ein einfacher, schnörkelloser, ehrlicher Film, der damit ohne viel Brimborium einfach zu unterhalten weiß. Empfehlung! (8/10)

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