Schlagwort-Archive: Piraten

Die Abenteuer von Tim und Struppi (6 / 10)

The Adventures of Tintin

von Stephen Spielberg, mit Jamie Bel, Daniel Craig, Simon Pegg, Cary Elwes und Andy Serkis

Tim und Struppi - Der Film auf DVD bei amazon.de

Reporter Tim ersteht auf dem Flohmarkt ein hübsches, altes Modellschiff. Kaum bezahlt, geht schon der Ärger los: Ein Fremder warnt ihn vor den Gefahren des Schiffes, und wird kurz danach erschossen. Nicht ohne Tim einen Hinweis zu hinterlassen, der ihn letztlich auf die Spur eines sehr alten Schatzes führen wird. Doch bevor er den schlussendlich in seinen Händen hält, gilt es viele Gefahren zu überstehen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Da braucht er jede Art von Hilfe, aber mit seinem treuen Struppi, Kapitän Haddock und (bedingt) den Komissaren Thomson & Thompson muss er sich darüber keine Sorgen machen. Die bereitet ihm schon sein durchtriebener Widersacher Ivanovich Sakharine…

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12 Meter ohne Kopf (7 / 10)

12 Meter ohne Kopf

von Sven Tadicken, mit Ronald Zehrfeld, Matthias Schweighöfer, Oliver Bröcker, Hinnerk Schönemann, Franziska Wulf, Jana Pallaske, Devid Striesow, Alexander Scheer, Milan Peschel, Detlev Buck, Achim Reichel, Ferris M.C. und Simon Gosejohann

12 Meter ohne Kopf

12 Meter ohne Kopf

Die Legende von Klaus Störtebeker sollte bekannt sein. Er war einer der berühmtesten Seeräuber, er plünderte mit Vorliebe die Hanse aus und wurde schließlich gefangen und geköpft, wonach er 12 Meter ohne Kopf an seinen Mannen vorbeilief, denen er damit die Freiheit schenken wollte.

Doch wie das bei Legenden so ist, sieht die wahre Geschichte immer etwas anders aus. OK, Störtebeker und sein Kumpel Godeke Michels machen Nord- und Ostsee unsicher. Doch nachdem Störtebeker fast von einem „Pfeffersack“ abgestochen wurde, kämpft er mit schweren Selbstzweifeln. Der Wunsch, der See zugunsten eines ruhigen Landlebens mit Frau und Kindern den Rücken zu kehren, wird übermächtig – sehr zum Entsetzen von Godeke Michels, der mehr und mehr die Führung übernehmen und die zunehmend störrische Mannschaft unter Kontrolle halten muss.

„Fick die Hanse!“
– Piratenmotto, K. Störtebeker, um 1400

Kein Wunder, dass es da auch zunehmend unter den beiden Anführern kriselt. Nachdem alle Versuche, gesittet über die Probleme zu reden, gescheitert sind, ist es eine Zufallsentdeckung, die wieder Wumms in die Sache bringt: Eine original chinesische Kanone. Dermaßen gerüstet mischt die geläuterte Mannschaft bald wieder die Hanse auf. Die sieht sich daher zunehmend von einer gewaltigen Finanzkrise bedroht. Da heißt es nicht den Kopf verlieren, hat die Hanse doch noch einen Trumpf in der Hand …
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SPD-Piraten gegen bürgerrechtsfreies Internet

Man soll sich ja wundern, aber in der SPD, die sich wie die meisten nennenswerten Parteien hauptsächlich aus alten Männern mit Kugelschreibern (aka Internetausdrucker) zusammensetzt, gibt es doch eine Gruppierung, die sowohl technisches Verständnis wie auch eine Rückbesinnung auf hart erkämpfte Bürgerrechte vereinigt. Sie nennen sich Piraten in der SPD und haben jetzt den „Ludwigsburger Dialog für Informationsfreiheit und gegen Internet-Sperren“ ins Leben gerufen, den jeder Befürworter unterzeichnen kann.

… So wie in einem demokratischen Rechtsstaat Folter kein legitimes Mittel der Strafverfolgung sein darf, müssen auch ganz selbstverständlich schädliche technische Eingriffe in Kommunikations- und Informationsnetze als Mittel der Gefahrenabwehr ausgeschlossen sein. Und so, wie nicht alle Postkarten und Briefe kontrolliert und ihre Inhalte abgeschrieben werden, so dürfen Strafverfolgungsbehörden die technischen Möglichkeiten, die das Internet ermöglicht, nicht zur schrittweisen Errichtung einer Infrastruktur zur umfassenden bis hin zur totalen Überwachung der Bürger zweckentfremden. …

(den ganzen Text gibt es hier nachzulesen oder auch als PDF.)

In der derzeitigen, von Polemik und Wahlkampfrhetorik geprägten politischen Landschaft ist der Ludwigsburger Dialog das Vernünftigste, was mir seit langem unter die Augen gekommen ist – Lob muss ja auch mal sein.

Macht weiter so!

Radio Rock Revolution (8 / 10)

The Boat That Rocked

von Richard Curtis, mit Kenneth Branagh, Bill Nighy, Tom Brooke, Rhys Darby, Rhys Ifans, January Jones, Jack Davenport, Tom Sturridge und Philip Seymour Hoffman

Radio Rock Revolution

Radio Rock Revolution

Ende der 60er Jahre. Der Rock&Roll revolutioniert die Welt. Die ganze Welt? Nein, denn die britische BBC verweigert sich und ihren Hörern dieser Modeerscheinung, indem sie täglich nur 45 Minuten Rock & Pop im Programm hat. Klar, dass die Rocker das nicht gelten lassen können – Piratensender übernehmen das und beschallen die Insel mit täglich 24 Stunden feinstem Rock.
Eines dieser Boote ist Radio Rock, betrieben von dem etwas exzentrischen und sehr britischen Quentin (Bill Nighy). An seiner Seite eine handverlesene Schar noch sehr viel exzentrischer DJs, wie etwa der unbestrittene „Count“ (Philip Seymour Hoffman) oder der schweigsame(!) Frauenschwarm Mark. Zu ihnen gesellt sich der junge Carl, den seine Mutter zur moralischen Festigung ausgerechnet auf dieses Sex/Drugs/Rock’n’Roll-lastige Boot schickte – fortan lässt die Crew natürlich nichts unversucht, ihn zu verkuppeln. Natürlich nur, sofern sie sich damit nicht selbst eine Chance verbauen.
Da eine solches Treiben der Regierung natürlich ein Dorn im Auge ist, beauftragt sie Minister Dormandy (Kenneth Branagh) mit der (legalen) Abschaffung des Senders. Oder mit der Schaffung entsprechender Gesetze. Unterstützt von seinem Assistenten Tittham (bitte laut aussprechen. Im Original übrigens „Twatt„) und der Sekretärin Miss Clitt (s. Tittham) beginnt er, den Piraten das Leben schwerer zu machen. Doch das ficht sie nicht sonderlich, haben sie doch den unangefochtenen Supermoderator Gavin (göttlich: Rhys Ifans, der „Spike“ aus Notting Hill) anheuern können, der das Publikum bei der Stange (respektive Sendemast) hält.
Und so treibt die Crew dahin in einem Strom aus Rock, Sex, Alkohol, kleinen Streitereien und grenzenloser Freiheit. Bis die Regierung ihnen mit dem Schifffahrts-Schutzgesetz endgültig den Garaus machen will…
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Der Sternwanderer (9 / 10)

Stardust

von Matthew Vaughn, mit Charlie Cox, Claire Danes, Robert DeNiro, Michelle Pfeiffer, Ian McKellen und Peter O’Toole

Der Sternwanderer - Soundtrack bei amazon.deSchaut der Google-Earth erfahrene Leser sich England genauer an, so findet er vielleicht den Ort Wall. Schaut er noch genauer hin, so entdeckt er vielleicht auch die Mauer, die dem Ort seinen Namen gab. Schaut er ganz genau hin, so entdeckt er mit viel Glück die eine Stelle, in der die Mauer ein Loch hat, und mit ganz viel Glück auch den Wächter, der dieses Loch gemäß einer uralten Tradition bewacht. Und genau hier beginnt unser Film.
Der junge, unerfahrene und schwer verliebte Tristan hat seiner Angebeteten Victoria versprochen, ihr als Liebesbeweis eine Sternschnuppe zu schenken. Sie will zwar eigentlich in einer Woche jemand anders heiraten, stimmt dem Deal aber amüsiert zu. Gesagt, getan macht Tristan sich also auf den Weg auf die andere Seite der verzauberten Mauer, die eine Grenze zu einem magischen Königreich namens Stormhold ist. Dort angekommen findet er auch die Sternschnuppe, die sich, so dämlich es klingen mag, als überaus hübsche junge Frau entpuppt. Seinem Versprechen folgend muss Tristan nun versuchen, Yvaine zurück in seine Welt zu bringen. Allerdings haben andere Leute ganz andere Pläne mit ihr: Die Hexe Lamia möchte ihr das Herz rausschneiden, um unsterblich zu werden, und die Prinzen des verstorbenen Königs brauchen ihr Amulett, um den Thron zu besteigen. Klar, das Yvaine wenig begeistert von diesen Plänen ist, und Tristan ist mit seiner Rolle als strahlender Retter noch ein wenig überfordert – bis sie auf Piraten treffen…
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