Auch wenn ich den dazugehörigen Film noch nicht sehen durfte, mich aber derart über diesen klug beobachteten Teaser beömmeln könnte, dass ich gerade eh alle damit beglücke, möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten. Und er passt doch ganz hervorragend in dieses Blog, gell?
Kino
Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll
von Steven Soderbergh, mit Michael Douglas, Matt Damon und Rob Lowe
Liberace, hierzulande eher unbekannt, war ein begnadeter und obszön (erfolg)reicher Showpianist der 60er/70er Jahre – seine prunkvolle Show in Las Vegas brachte ihm den Titel Mr. Showmanship ein. Gerüchte, er sei schwul, bestritt er Zeit seines Lebens nicht nur aufs heftigste, sondern überzog deren Urheber auch erfolgreich mit Klagen.
Wir lernen den Star aus der Sicht von Scott Thorson, kennen, einem jungen Mann, der ihn ihn in Las Vegas nach dessen Show trifft, und quasi sofort bei ihm einziehen muss – nach Außen als Assistent und Chauffeur und Liebhaber. Im Laufe der Jahre formt Liberace den Jüngling, wie es ihm beliebt, Gesichts-Chirurgie inklusive. Ein Entkommen aus dem goldenen Käfig ist schwer, ist doch das prunkvolle Leben mehr als angenehm und der Charme Liberaces grenzenlos. Zumindest so lange, bis der nächste Jüngling vor Liberaces Scheinwerfer gerät…
Gravity
von Alfonso Cuarón, mit George Clooney und Sandra Bullock
Der Weltraum ist im Grunde kein Platz, an dem man sich freiwillig aufhalten möchte. Vakuum, Schwerelosigkeit, extreme Temperaturen, keine Geräusche und schwierige Fortbewegung – nicht gerade einladend. Doch im Kokon moderner Technik befindet sich Wissenschaftlerin Ryan Stone genau dort. Und ist fühlt sich niocht sonderlich wohl. Im Rahmen einer Weltraum-Mission repariert sie mit Blick auf die Erde das Hubble Teleskop, während der erfahrene Weltraum-Hase Matt Kowalski dauerplaudernd versucht, den Frischling etwas aufzulockern. Und, ganz nebenbei, mit seinem Raketenrucksack den Rekord im freien Aufenthalt im All zu brechen.
Doch plötzlich reißt eine unschöne Kettenreaktion marodierenden Weltraumschrotts beide aus der sicheren Routine – das rettende Shuttle wird zertrümmert, die Insassen getötet. Ryan und Kowalski finden sich allein in der unendlichen Weite des Alls umher, die Erde nah vor Augen und doch unerreichbar, mit viel zu knappem Vorrat an Sauerstoff und Treibstoff. Einzige Aussicht auf Rettung bieten die weit enfernten, verlassenen Raumstationen der Russen und Chinesen. Mit unerbittlicher Gelassenheit und grenzenlosem Optimismus treibt Kowalski die Weltraum-Novizin Ryan an, das Unmögliche zu erreichen und wieder auf die Erde zurückzukehren – bis über den Tod hinaus…
König von Deutschland
von David Dietl, mit Olli Dittrich und Veronica Ferres

Neu ist, dass er Thomas Müller heißt und nichts davon ahnt, dass genau er den absoluten Durchschnitt repräsentiert. Pech für ihn, dass eine Meinungsforschungsagentur davon Wind bekommen hat und sein Leben etwas „umorganisiert“. Fortan dient er nichtsahnend als Helfer für Markstudien, indem er Stühle, Krawatten und Slogans kommentiert. Zwar wundert er sich etwas, dass seine Ideen urplötzlich im Supermarkt auftauchen (Bier mit Drehverschluss) oder in den Nachrichten (mehr Autobahnen), doch erst als sein Sohn sich über die Bodyguards wundert, die seinem Papa ständig unauffällig folgen, kommen sie der Sache auf die Spur. Mit dem neuen Wissen um die Macht des Vaters beginnen sie, die Marketingstrategien etwas zu ihren Gunsten umzustricken. Doch sie ahnen nicht, in welche Gefahr sie sich damit begeben…
Elysium
von Neill Blomkamp, mit Matt Damon und Jodie Foster

Erde, 2154. Praktisch alle Menschen leben auf der zu einem einzigen Slum verkommenen, verdreckten und überbevölkerten Erde, regiert und unterdrückt von einer privilegierten Elite, die sich der einer luxuriösen Raumstation Elysium einem sorgen- und krankheitsfreien Leben hingibt. Nun ja, sorgenfrei bis eben auf die Befürchtung, von der Meute da unten auf der blauen Kugel überrannt zu werden.
Auf dem besten Wege genau das zu tun ist der Fabrikarbeiter Max. Nach einem Arbeitsunfall verstrahlt und mit einer handvoll Pillen für die letzten fünf Lebenstage nach Hause geschickt, ist seine letzte Hoffnung die medizinisch Versorgung von Elysium. Und um dahin zu kommen, tut er das, was wir alle in dieser Situation auch tun würden: Er lässt sich eine Exoskelett anschrauben und macht Schluss mit lustig.

