21

21

von Robert Luketic, mit Jim Sturgess, Kevin Spacey und Kate Bosworth

21 - Plakat„Nerd“ ist ein Terminus aus dem englischen Sprachraum. Mit ihm verbindet man dort einen jungen Menschen, der immer einen Stift in der Brusttasche des karierten Hemdes trägt, in der Schule in den Naturwissenschaften brilliert, in der Freizeit programmiert und bei Frauen keine Chance hat. Ben Campbell ist so jemand, aber als Student am MIT ist er in bester Gesellschaft. Sein dringendstes Problem ist gerade Geld, und zwar für das ersehnte Medizinstudium. Leider sind seine Chancen auf ein Stipendium mäßig, und sein Job beim Herrenausstatter ist auch nicht sehr lukrativ. Die Lösung könnte sein Professor Micky Rosa sein. Neben seinem Posten als Dozent leitet er in seiner Freizeit nämlich eine Art Arbeitsgruppe, die sich mit Black-Jack beschäftigt. Genauer gesagt, sie haben ein System entwickelt, beim Black-Jack richtig viel Geld abzuräumen. Und zwar legal. Einzige Vorraussetzung ist ein kühler, mathematischer Verstand, und genau den bringt Ben mit. Und so beginnt er, mit seinen neuen Freunden systematisch die Casinos von Las Vegas auszunehmen, und kommt ganz nebenbei auch seiner hübschen Kollegin Jill näher. Doch die Casinos verlieren ungerne Geld, so dass es für die Truppe schnell ungemütlich wird…

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Chiko

Chiko

von Özgür Yildirim, mit Denis Moschitto, Volkan Özcan und Moritz Bleibtreu

Chiko - FilmplakatChikos Name ist eigentlich nicht Chiko, sondern Isa. Aber das ist natürlich nicht beeindruckend genug, wenn man in der Hamburger Drogenszene ganz nach oben will. Und Chiko will ganz nach oben. Zumindest erstmal auf Höhe von Drogenboss „Brownie“, mit dem er recht unkompliziert durch vermöbeln eines Zwischenhändlers in Kontakt kommt. Überraschenderweise ist Brownie von Chiko durchaus beeindruckt, und gibt ihm eine Chance als Großdealer. Chikos Kumpel Tibet hat abei weniger Glück, sein Versuch, etwas von dem Stoff für sich beiseite zu schaffen, endet mit einem Nagel Fuß, persönlich eingeschlagen von Brownie. Nach diesem Zwischenfall kriselt es zwischen den beinahe Brüdern Chiko und Tibet, hauptsächlich aufgrund diametralen Ansichten zum Umgang mit Brownie (Umgarnen vs. Umbringen). Dieser Stein des Anstoßes setzt für beide eine Spirale in Gang, die Chiko nach oben und Tibet immer weiter nach unten führt. Doch man trifft sich immer zweimal im Leben…

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Tödliche Entscheidung

Before the Devil Knows You’re Dead

Von Sidney Lumet, mit Ethan Hawke, Philip Seymour Hoffman, Albert Finney und Marisa Tomei

Die Gebrüder Hanson stecken in der Klemme. Was nichts neues ist, denn vorher haben sie auch schon in der Klemme gesteckt, aber eben in einer anderen. Was die aktuelle Klemme unangenehm macht, ist ihre tote Mutter. Denn die beiden haben sie auf dem Gewissen. Zumindest indirekt. Um ihrer ersten Klemme, nämlich akutem Geldmangel, zu entgehen, haben die beiden eine Juwelier überfallen, bzw. überfallen lassen. Das ist natürlich schiefgegangen, sonst müsste ich diese Zeilen nicht schreiben. Denn bei dem Überfall ist nicht nur ihr angemieteter Räuber, sondern auch ihre Mutter mit tödlichen Folgen angeschossen worden. Denn der Juwelierladen gehörte ihren Eltern. Somit haben die beiden ihr sowohl ihr ursprüngliches Problem, als auch das Vertuschen ihrer Beteiligung am Hals. Und was die Polizei an Einsatz vermissen lässt, macht ihr Vater mehr als wett, denn er hat dem Mörder tödliche Rache geschworen – was über kurz oder lang zu der titelgebenden Entscheidung führt…

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Juno

Juno

von Jason Reitman, mit Ellen Page, Michael Cera, Jennifer Garner, Jason Bateman und J.K. Simmons

Juno ist eine ganz normale, rotzfreche, 16jährige High-School-Göre mit einem Problem. Sie ist schwanger, was ursächlich auf ihren Mitschüler Paulie Bleeker und einen schwachen Moment zurückzuführen ist. Nach 5 Litern Orangensaft, 3 Schwangerschaftstests und einem ernüchternden Besuch beim Abtreibungsarzt entschließt sie sich, ihre Eltern doch in den weiteren Prozess mit einzubeziehen, natürlich nicht ohne vorab schonmal eine Adoptivfamilie für ihr ungeborenes Kind zu suchen. In dem ungleichen Juppiepärchen Mark und Vanessa Loring findet sie auch die perfekten Eltern, doch das Leben und die Phantasie der Drehbuchautorin schlagen manchmal andere Wege ein, als eine Teenagerin es sich vorstellt…

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Lars und die Frauen

Lars and the Real Girl

von Craig Gillespie, mit Ryan Gosling, Patricia Clarkson und Kelli Garner

Lars und die FrauenEigenbrötler Lars führt ein einsames Leben. Er hält nur den nötigsten Kontakt mit seinen Mitmenschen und wohnt in der Garage, seit sein Bruder Gus mit seiner Frau Karin ins Elternhaus eingezogen ist. Auch ihre Kontaktversuche scheitern meist. Umso größer ist die Überraschung, als Lars ihnen eines Tages eine Freundin vorstellen möchte, einer Internetbekanntschaft. Doch die Freude darüber schwenkt schnell in Bestürzung um, denn bei Bianca handelt es sich um eine (zugegebenermaßen sehr realistische) Liebespuppe, die nichtsdestotrotz von Lars liebevoll wie wie eine wirkliche Frau behandelt wird – er redet mit ihr, isst mit ihr und besteht auf getrennten Zimmern, da sie sehr religiös ist. Den Gedanken, Lars in die geschlossene Abteilung einweisen zu lassen, lassen Gus und Karin auf ärztlichen Rat hin zunächst fallen. Stattdessen spielen sie das Spiel, wenn auch widerstrebend, mit. Und auch die Gemeindemitglieder behandeln Bianca nach kurzer Eingewöhnung wie eine der ihren, so dass sie bald einen mit Kirchensitzungen, Frisörterminen und Kinderbetreuung vollen Terminkalender hat – sehr zum Missfallen von Lars. Trost sucht er zaghaft bei seiner (echten) Arbeitskollegin Margo. Und schon haben Bianca und Lars ihren ersten handfesten Streit…

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