Liebe Mauer (6 / 10)
von Peter Timm, mit Felicitas Woll, Maxim Mehmet, Anna Fischer und Thomas Thieme
Lolle Franzi zieht aus der Provinz in die große Stadt. Wir schreiben das Jahr 1989, wir befinden uns in Berlin, am Puls des kalten Krieges und Lolles Wohnung liegt direkt am Grenzübergang. Neugierig und vor allem knapp bei Kasse macht sie gleich am ersten Tag eine Tour in den Osten, um für unglaublich wenig Geld einzukaufen. Doch der erste Kontakt mit den grimmigen Grenzbeamten ist schon unerfreulich, der zweite bei der Ausreise noch unerfreulicher. Gut, dass ihr der junge, gut aussehende und freundliche Beamte Sascha zu Hilfe kommt. Solchermaßen tief beeindruckt stellt Franzi entzückt fest, dass ihr Retter in Sichtweite ihrer Wohnung Dienst auf dem Wachturm schiebt. Solchermaßen befeuert entbrennt schnell eine grenzüberschreitende Liebe, die natürlich weder von Saschas Vorgesetzten, noch bei den Geheimdiensten in Ost und West unbemerkt bleiben. Doch wir wissen: Der 9 November 1989 ist nahe…
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Verblendung (9 / 10)
von Niels Arden Oplev, mit Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Peter Haber und Ewa Fröling, nach dem Roman von Stieg Larsson
Seit über dreißig Jahren erhält der Industrielle Henrik Vanger zu seinem Geburtstag eine getrocknete Blume. Die Freude darüber ist gering, denn er ist überzeugt, dass der Mörder seiner Nichte Harriet dahinter steckt und ihn so verhöhnen will. Im Anbetracht seines fortgeschrittenen Alters beschließt er, den Journalisten Mikael Blomkvist mit er Aufklärung des Falles zu beauftragen – denn ihre Leiche und der Täter wurden nie gefunden. Mikael kommt das recht gelegen, ist er doch gerade wegen Verleumdung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ideal für eine kleine Recherche im abgelegenen Norden Schwedens also. Virtuell auf dem Fersen dabei ist ihm immer die Ermittlerin Lisbeth Salander, die als Hackerin für eine Detektei Mikael ausgekundschaftet hat und so auf ihn aufmerksam wurde. Ihre volle Aufmerksamkeit kann sie Mikael dabei nicht schenken, denn sie hat gerade ein ziemliches Problem mit ihrem neuen Vormund, der alles andere als ihr Bestes will. Doch die zierliche, kleine Person sollte man nicht unterschätzen, denn sie weiß sich zu wehren gegen Männer, die Frauen hassen. Was sie allerdings nicht ansatzweise vorbereiten könnte auf das, was sie mit Mikael noch über die Vorgänge im Jahre 1966 herausfinden wird; das Jahr, in dem Harriet verschwand…
Links #2
Heute etwas Lesestoff zu den bunten Blüten des Urheber- und Leistungsschutzrechts:
- Telepolis zum Monopolrecht auf Nachrichten: Vom Leistungsschutzrecht zur Abmahnwelle
- Blogger Stefan Niggemeier zerpflückt die Hamburger Erklärung: Hamburger Bankrott-Erklärung
- Netzpolitik blickt in die Zukunft … : Süd-Korea – Rechteindustrie fordert Copyright-Filter
- … und auch in die Gegenwart: Verwirrung ums Leistungsschutzrecht
- Udo Vetter zur rechtlich bedenklichen Abmahnpraxis: Abmahnanwälte verraten sich selbst
- Google hat eine Info-Seite zu Google Books – wird anscheinend viel zu selten gelesen
Links #1
Zum Selberlesen:
- Bahnkritik in der ARD: Endstation Chaos – Die Bahn auf gefährlichem Kurs
- Aufklärung bei Telepolis: Immer weniger Ware – versteckte Preiserhöhungen durch neues Verpackungsrecht
- Hintergründe bei taz.de: Aktionstage an den Hochschulen – Gegen die verschulte Uni
- Petition an den Bundestag: Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen
- Kritik am “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” bei netzpolitik.org: ACTA – So transparent wie möglich!?
Herzlichst,
Euer chrjue
Und noch’n Kino – “Passage” macht dicht

Geschlossen: Die Passage in der Mönckebergstraße
Ist ja echt traurig, wie die schönsten Kinos Hamburgs eins nach dem anderen geschlossen werden. Jetzt hat es, wie ich gestern erschüttert feststellen musste, auch die “Passage” getroffen. Mit dem schönen Foyer, dem prächtigen Kino 1 mit der einzigartigen Breitbildleinwand, die sich dem beeindruckten Publikum entgegenfaltete und umweht vom Hauch der Geschichte war es definitv eins der schönsten Kinos Hamburgs. Und damit hatte es, Plüsch hin oder her, immer noch tausendmal mehr mehr Charakter als jeder anonyme High-Tech Multiplexpalast (in denen die Getränke teuer sind, die Teppiche klebrig und die Filme von der Stange sind). Mist.
Mehr dazu bei Welt Online: Letzter Vorhang im Passage-Kino.





