Na endlich: Sigur Rós – Með suð i eyrum við spilum endalaust


„Mit einem Summen in unseren Ohren spielen wir endlos.“ Dieses Gefühl konnte man bei dem etwas übersteuerten Hurricane-Auftritt von Sigur Rós (übrigens unmittelbar vor Radiohead) tatsächlich leicht bekommen. Kurz danach erschien das sechste Studioalbum der Isländer mit dem lustigen Coverfoto von ein paar Leuten, die nackt über eine Schnellstraße springen, nicht einmal ein Jahr nach dem tollen Hvarf/Heim, was den Eindruck verstärkt, dass Sigur Rós zur Zeit nicht nur endlos spielen, sondern auch endlos aufnehmen. Wie auch immer und was auch immer, welch einen Glücksfall dieses Album in musikalischer Hinsicht darstellt, erschließt sich langsam aber zwingend und in endlicher (nicht endloser!) Zeit.

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Conor Oberst – Conor Oberst

Es ist natürlich fast schon ein Scherz, wenn Conor Oberst jetzt sein erstes Soloalbum veröffentlicht. Was anderes waren denn die bisherigen Bright Eyes Alben!? Aber was soll’s, Untätigkeit kann man ihm ein gutes Jahr nach Cassadaga nicht gerade vorwerfen, höchstens einen Funken Beliebigkeit, sowohl in der Musik auf dem selbstbetitelten neuen Album als auch in der Auswahl der Stücke, die er seinen Anhängern regelmäßig präsentiert.

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Jakob Dylan – Seeing Things

Jaja, eigentlich wäre es ja mehr als an der Zeit, mal das hervorragende neue Sígur Rós Album zu besprechen oder an das wunderbare Death Cab for Cutie Konzert zu erinnern, welches wir mit erleben durften, dazwischen kam mir jedoch dieser Second Hand Records Store in Chicago über den Weg gelaufen bzw. ich in ihn hineingestolpert. Wieder zurück auf der Straße hielt ich mißtrauisch das neue Album von Jakob Dylan in den Händen.

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Coldplay – Viva la Vida or Death and all his Friends

Eine Frage vorne weg: Wo wäre dieses Jahrzehnt bisher ohne Coldplay? Natürlich gab es auch andere herausragende Bands von den Strokes bis hin zu Sigur Rós, aber eine musikalische Massenbewegung im erfreulichen Sinne haben in diesem Jahrtausend bisher nur Coldplay ausgelöst. Aus diesem Grund sollte dieser großartigen Band immer erst mal Respekt gezollt werden, bevor man sich daran macht, ihr neues Album Viva la Vida… zu zerreißen.

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The Notwist – The Devil, You + Me

The Notwist veröffentlichen ihr lang erwartetes, sechstes Studioalbum und zelebrieren darauf die Weltentrückung. Waren die beiden Vorgängeralben Shrink und Neon Golden mit gutem Willen noch als Independent-Alben zu bezeichnen, so entzieht sich The Devil, You + Me jeglicher Kategorisierung und scheint immer leicht verhallt oder verzerrt wie das transformierte Signal der Musik aus einer anderen Welt zu uns herüber zu klingen. Das ist ganz wunderbar, auch wenn ein Hit wie „Pilot“ vom letzten Album damit leider ausgeschlossen ist.

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