V wie Vendetta

V for Vendetta
von James McTeigue, mit Natalie Portman und Hugo Weaving.

In einer nicht allzufernen Zukunft, in England herrscht ein totalitäres Regime unter der Führung des Großkanzlers Adam Sutler, sprengt ein Maskierter namens „V“ das Gerichtsgebäude und kündigt an, in genau einem Jahr das Regime zu Fall zu bringen. Während Polizei und Geheimdienst fieberhaft die Identität des Unbekannten zu klären versuchen, gerät Evey in dessen Fänge, und wird von ihm in sein undurchsichtiges Spiel einbezogen…

Wer hier ein Actionspektakel erwartet, wird milde enttäuscht. Dieser Film ist ein unterhaltsamer, angenehm dialoglastiger Genremix, der sich für seine Figuren Zeit nimmt und stets mit einer Überraschung aufzuwarten weiß. Die Kritik an unserer heutigen Zeit, in der die Wurzeln für die gezeigte, düstere Zukunft liegt, mit ihrer ständigen, diffusen Angst vor Terrorismus, Krankheiten, Schurkenstaaten und einer zunehmend trägen Bevölkerung, ist bestechend. Und mittendrin der namenlose, gesichtslose Rächer V, beraubt seiner Vergangenheit, beraubt seiner Zukunft, getrieben von dem Verlangen, die zu zerstören, die ihn erschufen, und dem Volk die Macht wieder bewußt zu machen, über die eigene Zukunft selbst zu bestimmen. Meisterhaft. (10)

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