Archiv der Kategorie: Allgemein

Grüße von Korsikas Westküste

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Die Westküste Korsikas sieht auf einer Landkarte aus, als hätte jemand ein Stück abgebissen. Das liegt vor allem an den vier großen Golfs, die fjordartig ins Land geschnitten sind. Von Süden kommend sind wir inzwischen bei dem nördlichsten und landschaftlich schönsten Golf – dem Golf von Porto – angelangt. Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund ist hier das Meer blauer, die Felsen roter und die Luft klarer als anderswo auf der Welt. Die Ausblicke von den Steilküsten auf die ins Meer herabstürzenden Klippen sind eine Art geologische Bewusstseinserweiterung und rauben einem den Atem.

Leider müssen wir Korsika früher verlassen, als ursprünglich geplant, und so haben wir die letzten Tage ausgiebig den spektakulären Bilck von unserem Bungalow auf das Capu Rossu, den (wirklich) westlichsten Punkt Korsikas, genossen und begeben uns nun bald auf die Fähre von Bastia zurück auf das Festland. Joram hat das Prinzip des Krabbelns durchschaut und – auch wenn es noch recht langsam geht – durch dieses Erfolgserlebnis seine gute Laune wiedergefunden. Korsika scheint ihm zu gefallen und so bleibt nur noch zu sagen: Heut‘ ist nicht aller Abend Tage – wir kommen wieder, keine Frage!
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Liebe Grüße und bis bald
Tobias

Salutu, Corsica!

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Nähert man sich der Insel Korsika aus südlicher Richtung, so wird man von einem mächtigen Kalkfelsplateau begrüßt, auf dem in 60 Metern Höhe die Festung von Bonifacio thront. Der Anblick des aus dem blauen Meer aufragenden weißen Felsens ist spektakulär und zu gerne hätte ich an dieser Stelle ein Foto davon präsentiert. Doch bei Windstärke 7 und den meterhohen Wellen, die unsere Fähre wie ein Ruderboot hin und her rollten, hatten Mirjam und ich mit elementareren Problemen zu kämpfen und Fotografieren war so ziemlich das Letzte, wonach uns zumute war. Der einzige, der sich überraschend seefest zeigte, war Joram, der die gesamte Überfahrt seelenruhig in seinem Maxi-Cosi lag und schlief (während wir ihn festgehalten haben, damit er nicht durch die Fähre saust…).

Sobald man wieder festen Boden unter den Füßen sowie Übelkeit und Kreislaufprobleme im Griff hat, kann man sich der schroffen Schönheit der Insel widmen. Neben dem einmaligen Bonifacio finden sich im Süden viele Zeugnisse der frühgeschichtlichen Besiedelung Korsikas. In Filitosa wurde eine Steinzeitsiedlung freigelegt – mit Menhirstatuen, die seit Jahrtausenden versonnen in die Landschaft blicken. Und um zu der Bronzezeit-Festung von Cucuruzzu zu gelangen, wandert man durch einen alten Wald in der Hochebene, in dem jeder Baum und jeder Stein von einer dünnen Moosschicht überzogen sind, so dass man sich fühlt wie in einem Märchen der Gebrüder Grimm.

Korsika wirkt insgesamt extremer und schroffer als Sardinien – eine Beschreibung, die – zumindest bisher – auch auf das Wetter und die Korsen zutrifft. Ein Vorteil daran ist, dass Joram Ausflüge machen kann, ohne ständig in die Backen gekniffen zu werden. Das hat sich übrigens schlagartig geändert, als wir bei Filitosa einer italienischen Reisegruppe in die Arme liefen… 🙂
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Liebe Grüße und bis zur nächsten Station
Tobias

Unterwegs am Millerntor – St Pauli – Eintracht Braunschweig 5:1

Es gibt Tage da stimmt einfach alles und genau so einen Tag durften die über 29000 Fußballfans heute mal wieder am hamburger Millerntor erleben. Eine Saison die wirklich nicht für berauschenden Fußball in Erinnerung bleiben wird ging mit einem fulminanten und absolut verdienten 5:1 über den Aufsteiger Eintracht Braunschweig zu Ende. Ganze 17 Heimspiel lang haben wir in dieser Saison gelitten und dabei gefühlt nur 3-4 gute Fußballspiele gesehen ansonsten gab es doch sehr viel Krampf und Kampf. Um so erstaunlicher das die Mannschaft im alles entscheidenenden Spiel von Anfang an druckvoll und zielstrebig nach vorne spielte und Braunschweig keine Chance ließ, um sich so mit den leidgeprüfen Fans letztendlich zu versöhnen.

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Ciao, Ichnusa!

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Nach fast vier Wochen auf Sardinien ist die Zeit gekommen, die „Ichnusa“ (= Schuhsohle) – so der Spitzname Sardiniens – wieder zu verlassen. Von Nudeln und Pizza haben wir für’s Erste genug und jeden Tag Tiramisu ist auf Dauer auch keine Lösung. Die letzten Tage auf Sardinien haben wir mit ein paar entspannten Tagen am Strand und einer Wanderung durch das legendäre Hippie-Tal „Valle di Luna“ mit seinen bizzarren Felsformationen ausklingen lassen. Morgen geht es dann auf die Fähre von Santa Teresa nach Bonifacio (Korsika).

Nach mehreren Wochen guter Laune steckt Joram seit einigen Tagen offenbar in einer anstrengenden Entwicklungsphase. (Die Zähne können es eigentlich nicht sein, die beiden unteren Schneidezähne sind nämlich schon durch.) Er schläft wieder schlechter und nörgelt fast den ganzen Tag herum. Mal sehen, ob die Schönheit Korsikas seine Laune wieder aufbessern kann.
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Liebe Grüße und bis zur nächsten Station
Tobias

„Salve“ aus Sardinien (der Nordwesten)

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Im 15. Jahrhundert entdeckten Seefahrer am Capo Caccia – dem fast westlichsten Zipfel Sardiniens – eine Höhle. Beeindruckt von der Größe und den gespenstisch anmutenden Stalagtiten und -miten wähnten sie sich in Neptuns Reich und tauften die Höhle „Grotte di Nettuno“.

Schon der schwindelerregende Abstieg durch die Kalkfelsen hinunter zu der Höhle ist den Ausflug wert. Die Höhle mit ihren über Jahrmillionen gewachsenenen Tropfsteinstrukturen ist märchenhaft, der unvermeidbare Anstieg zurück auf das Plateau des Kalkfelsens schweißtreibend (besonders mit Joram im Tragesack).

Neben diesem Highlight präsentiert sich der Nordwesten Sardiniens mit hübschen Orten wie Alghero und besonders Bosa, in der blühenden Macchia verstreuten, pisanischen Kirchen und kilometerlangen, wie mit dem Zirkel gezogenen und von Pinienwäldern gesäumten Sandstränden. Ja, man kann es hier aushalten.

Joram ist vor Kurzem acht Monate alt geworden und hat zur Feier des Tages meinen Fotoapparat auf den Boden geworfen. Das hat das Objektiv nicht überstanden, weshalb wir beim einzigen Elektronikmarkt Sardiniens ein neues (besseres und teureres) Objektiv besorgen mussten. Im Nachhinein kann ich ihm dafür fast dankbar sein…
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Liebe Grüße und bis zur nächsten Station
Tobias