Vergebung

Luftslottet som sprängdes

von Daniel Alfredson, mit Noomi Rapace und Michael Nyqvist, nach dem Roman von Stieg Larson

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Vergebung

Die Millennium-Trilogie strebt ihrem Finale entgegen. Lisbeth Salander liegt schwer angeschossen im Krankenhaus, ihr ähnlich schwer verletzter Vater auch. Justiz und eine Bande alter, konservativer und mächtiger Säcke nutzen Lisbeths Zwangspause, um ihr möglichst vie Schuld in die Schuhe zu schieben und sie lebenslänglich im Irrenhaus zu internieren. Unter der sachkundigen Betreuung ihres alten Peinigers Peter Teleborian. Lisbeths einziger Verbündeter scheint Mikael „Kalle“ Bolmkvist zu sein, der alles in seiner Macht stehende unternimmt, um die unglaublichen Gräueltaten, die die schwedische Gesellschaft an Lisbeth vollbracht haben, zu sühnen. Und ihr endlich das zu verschaffen, was für das taffe Mädel nicht mehr war als ein ferner Traum: Vergebung.

Ich liebe die Bücher. Hatte ich das schon erwähnt? Egal, kann man nicht oft genug sagen, die Bücher sind Weltklasse und zählen zu dem besten, was in den letzten beiden Jahrzehnten in meinem Bücherregal Einzug gehalten hat.

Der Film wird dem, so wie schon Teil eins, nicht mal in Ansätzen gerecht. Uninspiriert hangelt sich der Film bemüht an der Handlung entlang, ohne dabei das handwerkliche Niveau einer Rosamunde Pilcher Verfilmung zu überschreiten. Ist auch kein Wunder, denn das ZDF (unter dem international klingenden Namen ZDF Enterprises) war an dieser Koproduktion maßgeblich beteiligt. Schlechte Synchronisation, mäßige Dialoge, hausbackene Bilder und sparsame Musik prägen den Film, der so für Kenner der Romanvorlage noch als unterhaltsame Gedächtnisstütze für das dient, was man einst gelesen hat. Für die übrigen bleibt nicht mehr übrig als mäßige Krimikost. Da können auch die zweifellos hervorragenden Schauspieler nix ändern, denen schlicht zu wenig zu tun gegeben wird. Einzig Noomi Rapace als Lisbeth Salander bringt Ausstrahlung rüber, wobei alles andere bei einer so spannenden Figur auch kaum möglich wäre.

Was soll ich weitere Worte verlieren – schaut Euch die Filme lieber im Fernsehen an (tippe mal auf ZDF), das genügt. Und lest vorher die Bücher. (5/10)

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