The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben

The Imitation Game

von Morten Tyldum, mit Benedict Cumberbatch, Matthew Goode, Charles Dance und Keira Knightley

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England im zweiten Weltkrieg. Die deutsche Verschlüsselungsmaschine Enigma bereitet dem englischen Geheimdienst ganz gewaltig Kopfzerbrechen, ist sie doch mit klassischen Methoden praktisch nicht zu knacken. An dieser Stelle hat der geniale Mathematiker und Eigenbrötler Alan Turing seinen Auftritt. Mit seiner Idee, den Enigma-Code maschinell zu knacken stößt auf wenig Gegenliebe bei Vorgesetzten und Kollegen, doch mit Rückendeckung Winston Churchills gelingt es ihm schließlich, seine Pläne umzusetzen. Mit Erfolg. Doch im Schatten seines Erfolgs steht seine Homosexualität, wegen derer er nach dem Krieg als Verbrecher vor Gericht landet. Kriegsheld oder Krimineller, das ist die Frage.


Wer sich schonmal mit Informatik und Verschlüsselungbeschäftigt hat, wird zwangsläufig über Alan Turing gestolpert sein, der einerseits mit seiner Arbeit den zweiten Weltkrieg entscheiden beeinflusst hat, und als Belohnung wegen Homosexualität zu chemischer Kastration verurteilt wurde und schließlich Selbstmord beging. Eine Geschichte, die sich quasi selbst erzählt.

Umso größer wiegt die Frage, warum das Ganze erst jetzt verfilmt wurde. Doch nun ist der Film da, und ganz klar steht dabei der Griff nach den Oscars im Vordergrund, weshalb er mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley perfekt besetzt wurde. Es ist den Filmemachern gut gelungen, von der hochkomplexen Materie genau so viel zu erklären, wie es für das Verständnis nötig ist und das Publikum nicht zu überfordern. Dass dabei auch zugunsten der Spannung etliche Begebenheiten falsch dargestellt wurden, gibt einen etwas bitteren Nachgeschmack, ist aber wohl dem Medium Kino geschuldet. Dennoch ein Film, der auf unterhaltsame Art und Weise ein spannendes Kapitel unserer Geschichte kinofreundlich aufbereitet und die Arbeit dieses Computerpioniers auch endlich mal einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein ruft. Da darf man auch mal ein Auge zudrücken. (8/10)

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