The Expendables 2

The Expendables 2

von Simon West, mit Sylvester Stallone, Jason Stratham, Jet Li, Dolph Lundgren, Jean-Claude van DammeBruce Willis, Liam Hemsworth, Randy Couture, Arnold Schwarzenegger und Chuck Norris(!!)

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Irgendeine Land in Asien, Indonesien, Vietnam oder Korea oder so, ist auch egal. Irgendein reicher Chinese wird von irgendeinem brutalen Typen in einer krass bewaffneten festung gefangen gehalten. Unmöglich, ihn da rauszuholen. Außer für die Expendables, die einfach wild um sich ballernd den Laden stürmen, alles erschießen was stört und den Chinesen befreien. Dann kurz mit Booten und Flugzeugen der Nachhut entkommen, einen Damm sprengen, noch mehr Leute abballern und fertig ist die Befreiung. Soweit das Intro.

Der nächste Auftrag kommt nicht ganz freiwillig. Ihr alter Auftraggeber Mr. Church droht mit übler Verfolgung durch die Regierung, sofern die Expendables ihm nicht aus Albanien aus einem Safe aus einem Flugzugwrack einen Datenträger holen. Soweit leichtes Spiel, doch beim Rückweg trifft die Gang auf den richtig üblen Bösewicht Mr. Vilain [sic!], der ihnen nicht nur die Festplatte abnimmt, sondern auch das Nesthäkchen der Truppe fies ermordet. Da bekommt der Anführer der testosterongeladenen Gesellen natürlich erst richtig schlechte Laune. Von da an gibt es nur eine Mission für ihn: Suchen, finden, töten. Ganz ohne Hilfe geht es dann aber auch nicht, aber wie sagt man: Wenn der Hulk wütend ist, wird er zu Chuck Norris…


Kinder, Kinder, Kinder, was hatte ich Spaß. Alle Actionhelden meine Jugend versammeln sich in einem Actionreißer der alten Schule, um es mal wieder so richtig krachen zu lassen. Handlung: Erfüllt ihren Zweck. Action: Ohne Ende. Sprüche: Jede Menge. Musik: Kein HipHop, kein Techno, sondern Classic Rock. Und der Saal tobt.

Um es klar zu stellen: Ich bin vehementer Verfechter einer guten Geschichte. Das geht für mich klar vor Effekten und sonstigem Blendwerk. Daher wundert mich, warum mir ausgerechnet dieser Film mit einem klischeebeladenen Häufchen Story so gut gefallen hat. Meine Vermutung: Sympathie für die Darsteller und ihre Figuren. Man muss es mal so sehen: Rambo und Terminator haben ihre besten Jahre hinter sich und gehen auf die Rente zu. Schwarzenegger hat seinen 65sten gerade gefeiert, Stallone ist schon ein Jahr älter. Die heutigen Actionstars sind coole, ausdruckslose Superhelden-Vampir-Milchbubis, die man im gesetzteren Alter nicht ernstnehmen kann.

Was Stallone und Co. stattdessen zeigen, sind (relativ) echte Menschen, die sich nicht zu ernst nehmen, mit Ecken und Kanten, mit Erfahrung, mit ihren kleinen Schwächen. Sie sind zu alt für political correctness und dafür, noch was anderes zu lernen als das, was sie am besten können: Action. Also machen sie das einfach weiter, und schwelgen dabei in alten Zeiten. Kurz: Sie sind mit Herz und Seele dabei, und das kommt an. Wenn Schwarzenegger sein umvermeidliches „I’m back!“ bringt, Dolph Lundgren auf seinen Chemieingenieurtitel anspielt, Chuck Norris allein die Truppe vor Söldnern rettet und Chuck Norris Witze reißt (s. etwa hier oder hier), wenn Sly und Arnie aus einem Smart heraus die Gegner niedermähen, dann bleibt kein Auge trocken. Einziger Kritikpunkt bei alledem: Etwas blutig, daher ab 18.

ALso, wer mal wieder angemessene, hoffnungslos übertriebene Action mit klarer Gut/Böse Rollenverteilung und ALLEN Action-Haudegen der guten, alten Zeit auf der Leinwand sehen will, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen. Am besten mit ein paar Kumpels und ausreichend Bier. Herrlich.(9/10)

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