Besser ohne Worte: Coldplay auf der Closing Ceremony der Paralympics

Wer schon überrascht die Stirn gerunzelt hatte, dass auf den Feierlichkeiten der Olympischen Spiele in London so ziemlich jede britische Band der letzten 50 Jahre zitiert wurde – nur Coldplay nicht, kann sich nun entspannt zurücklehnen. Auf dem Zenit ihrer musikalischen Karriere hatte die wichtigste (britische) Band des letzten Jahrzehnts die Ehre, mit einem über einstündigen Konzert den Schlussakkord des britischen Sommermärchens zu setzen. Und Coldplay sowie die 1200 übrigen Akteure im Olympiastadion zeigen, dass sie dieser Ehre gerecht werden. Welche andere Band könnte derzeit so selbstbewusst und routiniert vor 80.000 Zuschauern spielen und dabei gleichzeitig ihre Freude und Demut vor der Besonderheit des Augenblicks zeigen? Eine gute Stunde, die in die Popkonzertgeschichte eingehen wird.

Und ja, die Kommentatoren nerven gewaltig. Der britische Dialekt mag einen noch versöhnlich stimmen (man stelle sich nur mal vor, die Spiele hätten in den USA stattgefunden, OH MY GOD!), aber jedes einzelne Lied angekündigt zu bekommen, kann einem ganz schön den Spaß verderben, und wenn die Kommentatorin dann noch dazwischen quatscht, um sich vorab zu entschuldigen, dass sie gleich anfängt mitzusingen, weil sie ja sooo ein großer Coldplay-Fan ist, bleibt einem nur noch die Hoffnung, dass man das Konzert bald auf DVD oder als Download in neu geschnittener Fassung zu sehen bekommt.

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