Der Plan

The Adjustment Bureau

von George Nolfi, mit Matt Damon, Terence Stamp, Anthony Mackie und Emily Blunt

Der Plan - DVD bestellen bei amazon.deKennt Ihr das? Ihr habt etwas vor, doch irgendwie kommt alles möglich dazwischen: Ihr bekleckert Euch mit Kaffee und müsst noch das Hemd wechseln, dann hat der Bus Verspätung und dann versagt auch noch das Handy, so dass ihr nicht Bescheid geben könnt. Das könnte einfach Pech sein. Oder Zufall. Oder Schicksal. Wer weiß.

Es könnten aber auch die Agenten vom Adjustment Bureau dahinter stecken, die all die Mißgeschicke arrangiert haben, damit ihr Euren Termin auf jeden Fall verpatzt. Warum? Weil der Plan es so vorsieht.

Doch manchmal verpatzen auch die Agenten ihren Job, und Ihr sitzt doch in dem Bus, den Ihr eigentlich verpassen solltet. Und genau das passiert dem hoffnungsvollen, blenden aussehenden und sehr sympathischen Jungpolitiker David Norris. Und trifft im Bus trifft er dann seine Zufallsbekanntschaft Elise wieder. Was er nicht sollte. Und so ist das Adjustment Bureau mal wieder gefragt, den Fehler auszubügeln und dafür zu sorgen, das David und Elise sich nicht wiedertreffen.

Doch das gestaltet sich dieses Mal als nicht so einfach, denn David und Elise wollen sich das ganze nicht einfach gefallen lassen…

Sven fand den Film „nur schlecht“, soviel gleich zu Beginn. Ich selber war doch eher positiv überrascht, da „Der Plan“ zum einen eine schöne Idee verfolgt, und dabei zum anderen angenehm Action-arm ist – keine Schießereien, keine Explosionen, sondern schön bodenständig. Beides halte ich heutzutage für nicht gerade selbstverständlich.

Wem die Grundidee aus Matrix oder Dark City bekannt vorkommt, dem sei gesagt, dass sie alt ist.Sie stammt, wie fast alle philososphisch angehauchten Science-Fiction-Grundideen von Philip K. Dick, dem wir (über ein paar Ecken) Filme wie Blade Runner, Total Recall, Minority Report und Paycheck verdanken. Und die Frage, ob er eigentlich der einzige Ideenlieferant dieses Genres ist. Aber zurück zum Film:

Sicher hätte man einiges anders, und davon auch einiges besser machen können. Aber die erste Hälfte des Films hat mich wirklich gefesselt, was zum einen an den interessanten Hauptfiguren mit ihrer sympathischen Liebesgeschichte zusammenhing, zum anderen mit der mysteriösen Geschichte um das Adjustment-Bureau und ihrem Plan. Die zweite Hälfte hat dann etwas nachgelassen, was zum einen daran lag, dass die Liebesgeschichte etwas ins Stocken kam, die Adjustment-Bureau Geschichte hinreichend erklärt und verstanden war sowie ein mäßig überzeugender „Ausbruchsplan hinzu kam. Aber für einen eher unbekannten Regieneuling ist „Der Plan“ doch eine überzeugende Gesamtleistung geworden, die den Zuschauer zwar nicht bis in die letzte Minuten, aber immer noch über einen großen Teil des Films zu fesseln vermag – da kann man über Details auch mal hinwegsehen. Das gehört zumindest zum Plan… (8/10)

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