Das schönste Album von Wir sind Helden: Bring mich nach Hause

Die beste deutsche Band der Nuller Jahre veröffentlicht ihr schönstes Album… Das wäre tatsächlich mal die Gelegenheit für eine „Ein-Satz-Rezension“, denn jeder weitere Kommentar zu dem neuen Album von Wir sind Helden ist eigentlich überflüssig. Da die überflüssigen Dinge aber zu den schönsten des Lebens gehören, seien mir noch ein paar wenige Anmerkungen gestattet.

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Stone Temple Pilots: Gute Nachrichten aus vergangenen Zeiten


Woran merkt man, dass man alt wird? Man steht vor der Hauptbühne auf dem Hurricane-Festival 2010, fiebert seit Stunden dem Auftritt der wiedervereinten Stone Temple Pilots entgegen, endlich kommen Scott Weiland, die DeLeo-Brüder und Eric Kretz auf die Bühne, stimmen gleich als ersten Song das hypnotisierende „Vasoline“ an, man fängt sofort unweigerlich an, zu rocken… und merkt beim dritten Lied, dass man ganz alleine tanzt.

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Felix Meyer – Von Engeln und Schweinen

Diese Geschichte ist schon ziemlich unglaublich. Und nur die Tatsache, dass ich Felix seit fast 20 Jahren kenne, hält mich davon ab, müde die Augenbraue zu heben und mich zu fragen, wann der Musikbranche endlich wieder bessere Stories zu neuen Veröffentlichungen einfallen werden. In dieser (wahren) Geschichte zieht ein junger Berliner Rotzlöffel namens Felix nach dem Abitur musizierend und fotografierend durch die Welt, um nach über zehn Jahren in der Fußgängerzone von Lüneburg (!) vom Produzenten von Tokio Hotel (!!!) „entdeckt“ zu werden. Ja ja, ich weiß, was ihr denkt… sagte ich schon, dass ich mit Felix einen relevanten Teil meiner Jugend verbracht habe?

Nach nicht ganz zwei Jahren Produktionszeit liegt nun das erste Studioalbum von Felix Meyer und seiner Band vor.

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Pearl Jam – Backspacer

Pearl Jam - Backspacer Machmal ist alles tatsächlich nur eine Frage der Motivation. Meine sah heute morgen folgendermaßen aus: Ich befinde mich auf meinem Fahrrad und dem Weg zur Arbeit und als ob es nicht ausreichen würde, dass es regnet und ich verkatert bin, erblicke ich ein Plakat, auf dem das neue Creed-Album als das „Comeback des Jahres“ angepriesen wird… Nicht verstanden? Egal! Jetzt also zum Backspacer des Jahres: Die Pearl Jam der Nuller Jahre waren erwartungsgemäß nicht mit denen der Neunziger Jahre zu vergleichen. Trotz großartiger Songs („I Am Mine“, „Man of the Hour“, „Inside Job“) und unvergesslicher Konzerte blieben mit Riot Act und dessen selbstbetitelten Nachfolger zwei unschlüssige und irgendwie schwermütige Alben in Erinnerung, die die Grunge-Veteranen nun mit Backspacer jedoch wie eine dicke Staubschicht von sich geschüttelt haben. Schütteln ist überhaupt das Stichwort. Die ersten drei Songs des neuen Albums schütteln den Hörer gleich mal so richtig durch und offenbaren noch dazu einen ungeahnt naiven Frohmut.

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