Jupiter Ascending

Jupiter Ascending

von den Wachowskis, mit Mila Kunis und Channing Tatum

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Erde, Gegenwart. Die Aluhutträger unter uns wussten es schon immer, aber die Erde gehört den Konzernen. Nun, allerdings keinem irdischen Konzern, sondern einen intergalaktischen und seeeeeeeeeehr alten Konzern. Geleitet von der Familie Abrasax, sät sie seit Äonen menschliche Gene auf Planeten, um dann bei beginnender Überbevölkerung die Planeten ‚abzuernten‘ und die Menschen zu Verjüngungsserum zu verarbeiten, worin auch das Geheimnis der Langlebigkeit der Konzernlenker liegt.
Doch davon weiß natürlich auf der Erde niemand, auch nicht unsere Protagonistin Jupiter Jones. Was sie noch viel weniger weiß ist, dass sie die genetische Reinkarnation von Mutter Abrasax ist, und als solche Erbin ihres Vermögens. Was den lieben Kindern Abrasax nun so gar nicht in den Kram passt, weshalb sie nun mehr oder weniger trickreich versuchen, sie um ihre Erbe oder am besten gleich umzubringen. Doch sie hat einen Beschützer, den genetisch mit Wolf angereicherten Ex-Supersoldaten Cane. Wenn da nicht was geht…


Die Geschwister Wachowski, die uns mit Matrix 1 (nicht aber mit Matrix 2 und 3, wohlgemerkt) einen Meilenstein des Kinos geschenkt haben, versuchen sich nach dem epischen, aber eher erfolglosen Cloud Atlas mal wieder an der Erschaffung eines Franchise-tauglichen Meisterwerks. Und tatsächlich gelingt ihnen die Erschaffung einer faszinierenden Universums, das nach Entdeckung schreit. Was ihnen nicht gelingt, ist in diesem Universum eine halbwegs packende und nachvollziehbare Handlung auf die Beine zu stellen. In dem Gewirr aus Figuren, Raumschiffen und Spezialeffkten ist ihnen wohl selber der Faden aus der Hand geglitten, warum Figur X in Raumschiff Y nun Planet Z besucht, um Jupiter zu fangen/retten/töten. Das macht das Ganze doch etwas wirr, und demzufolge spannungsarm wie Eiswerbung. Wer im Kino eh mehr zum Quatschen, Popcornwerfen und WhatsApp-checken beschäftigt ist, wird von diesen Mängeln nicht viel merken, sondern sich eher an den wirklich ansehnlichen (Fake-)3D-Bildern von fantastischen Welten, Mila Kunis und Channing Tatum mit Eyeliner-Dackelblick erfreuen, sowie der Aussicht auf endlose Fortsetzungen. Cineastisch deckt sich dieser Film mit Jupiter Jones Brotwerwerb – sie reinigt Toiletten. (6/10)

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