Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1

The Hunger Games: Mockingjay – Part 1

von Francis Lawrence, mit Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Donald Sutherland und Philip Seymour Hoffmann

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Wir erinnern uns: Die unfreiwillige Heldin der 74. Hungerspiele hat sich bei selbigen den Präsidenten zum Feind gemacht, und muss daher bei den 75. Spielen wieder antreten, allerdings unwissend, dass ein von langer Hand vorbereiteter Plan in deren Rahmen ihre Befreiung vorsieht. Nun ist sie gerettet und im zerstört gewähnten District 13 halbwegs in Sicherheit. Doch nach der Schlacht ist vor der Schlacht, und so muss sie sich unter Leitung der spröden Präsidentin Alma Coin in der Propagandaschlacht gegen das Kapitol als Galionsfigur verdient machen. Nach einigen Anläufen klappt das ganz gut, doch statt sich wieder als Schachfigur, nur auf anderer Seite, herumschieben zu lassen, verfolgt sie hartnäckig ihr eigentliches Ziel: Ihre bei der Flucht aus der Kuppel zurückgelassenen Freunde aus den Fängen des Kapitols zu befreien. Doch das ist auch nicht untätig, wie Katniss zunehmend entsetzt feststellen muss…

Dem Trend der Umsatzsicherung nach der X-plus-Eins beim Aufteilen der Bücher in möglichst viele Filme kann sich seit Harry Potter kaum eine massentaugliche Buchreihe entziehen, ob nun Der Hobbit, Breaking Dawn oder jetzt eben die Tribute von Panem – Bald nimmt die Nummerierung mehr Platz in Anspruch als der Filmtitel.

Aber zurück zum Film – für einen prinzipiell eher undankbaren vorletzten Teil mit Zuspitzung der Lage ohne dankbare Auflösung schlägt sich der Film echt gut, was neben einem wirklich gelungenen Drehbuch auch an den herausragenden, oscarprämierten Darstellern liegt, allen voran Jennifer Lawrence. Statt unterfordert ihre Rolle routiniert abzuspielen, spielt sie die zerrissene, gequälte aber unbeugsame Katniss mit einer solchen Eindringlichkeit, dass man sie in den Arm nehmen und beschützen möchte.
Ansonsten bietet der Film das, was man von ihm erwartet: Tolle Effekte, tolle Musik und tolles Marketing. Für alle, die dem dsytopischen Thema etwas abgewinnen können und die anderen Teile gesehen haben also eine klare Empfehlung. (8/10)

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