American Hustle

American Hustle

von David O. Russell, mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence

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Bei Irving und Sydney ist es Liebe auf den ersten Blick. Und auch auf den zweiten Blick. Denn als sich Irving seiner Liebsten als Trickbetrüger offenbart, gesteht diese ihm ihre Rolle als Lady Edith Greensley – und fortan treiben die beiden ihr Unwesen sehr erfolgreich mit kleineren Kreditbetrügereien.
Zumindest solange, bis ihnen der karrieregeile FBI Agent Richie Di Maso auf die Schliche kommt und sie vor die Wahl stellt: Entweder Knast oder Hilfe beim Fang größerer Fische. Natürlich bleibt den beiden nichts anderes übrig, als mitzumachen, und so macht sich das Trio daran, dem beliebten Bürgermeister Carmine Polito eine Falle zu stellen: Er soll in einen Bestechungsskandal rund um einen falschen, mit Geld um sich werfenden, Scheich verwickelt werden. Schade nur, dass sich Irving tatsächlich mit Carmine anfreundet, und zu allem Überfluss auch noch seine zukünftige Ex-Frau in der Sache mitzumischen beginnt…



Regisseur Russell ist der Coup gelungen, seine Darsteller in allen Schauspielkategorien mit einer Oscar-Nominierung zu plazieren – und das nach Silver Linings letztes Jahr zum zweiten Mal in Folge! Das ist eine beachtliche und seltene Leistung.

Die Besetzung entspringt Hollwoods erster Liga und speilt sich in der tat die Seele aus dem Leib. Lustvoll in völlig geschmacklose 70er-Outfits gesteckt prollt Jennifer Lawrence als nicht allzu helle, aber raffinierte Ex-Frau herum, tragen Amy Adams und Bradley Cooper genussvoll Lockenwickler, während sich der nicht ansatzweise wiederzuerkennende Christian Bale hinter Plauze und Halbglatze versteckt. Sie zusammen agieren zu sehen, ist ein höchster Kinogenuss.
Die Story basiert auf einer wahren Geschichte und ist Fluch un Segen zugleich. Segen, da somit der abstrusen Geschichte eine beängstigende Realitätsnähe attestiert wird, Fluch, weil dem Film so die in diesem Genre zu erwartende letzte Raffinesse fehlt. Und so müssen uns lässige 70’s-Sounds zusammen mit den herrlichen Figuren doch über die einen oder andere Länge zum recht nüchternen Finale hinüberhelfen.
Alles in allem eine solider Kinogenuss, der vor allem von den schrillen Outfits der glänzend aufgelegten Darsteller lebt, aber hier und da doch etwas mehr Pep hätte vertragen können. (8/10)

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