World War Z

World War Z

von Marc Forster, mit Brad Pitt

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Gerry und sein Familie durchleben einen geradezu spießigen Familienidyllmorgen, bis sie auf dem Weg in die Stadt plözlich durch eine, wie sollte es auch anders sein, Zombiewelle aus dem Alltag gerissen werden. Nach der üblichen dramatischen Flucht vor den hirngeilen Untoten finden sie Zuflucht auf einem Flugzeugträger der UNO (sic!). Bedingung: Gerry muss sich auf die Suche nach der Quelle des in beängstigender Geschwindigkeit die Menschheit dahinraffenden, wie sollte es auch anders sein, Virus zu finden. Widerwillig macht er sich auf den Weg zurück ins Chaos, und folgt der Spur des Nanokillers rund um die Welt …


Highlight dieses Films sind neben seinem Hauptdarsteller Brad Pitt noch Hauptproduzent Brad Pitt, der für den Hauptdarsteller wohl der ausschlaggebende Grund zur Zusage war. Ohne ihn als Zugpferd, eventuell noch ohne Regisseur Marc Forster, wäre dieser Streifen sonst wohl eher untergegangen.

Neben sehr aufwendig animierten Massenszenen in Pseudo-3D, einer erfreulich unblutigen Infektionskette und einer handvoll nervenzerfetzend spannender Szenen hat der Film nämlich bei näherer betrachtung nicht viel zu bieten. Was bei dem jahrelangen herumdoktorn am Skript auch nicht wundert. Die Figuren bleiben platt, Pitts Familie wird zum bloßen Stichwortgeber und emotionalen Aufhänger degradiert, und die zahlreichen die Handlung vorantreibenden Pannen sind meist haarsträubend abwegig – da meldet er sich mal einen Tag nicht über Funk, schon wird von seinem Ex-Kumpel die komplette Familie ins Ghetto ausgeflogen. Ja ne, is klar.
OK, aber nennenswerte Charaktertiefe ist bei Zombiefilmen meist eh nicht der Schwerpunkt. Aber wenn auch die Metzeleffekte ausbleiben, bleibt nur noch die Gesellschaftskritik. Die fällt allerdings in diesem Mainstreamoptimierten Marketingkunstwerk auch flach, so dass der Wunsch nach Substanz enttäuscht wird, und der Wunsch nach schnellem Vorlauf übermächtig wird.
Wem also nach einem schnellen Adrenalinkick zumute ist, der kann sich die erste halbe Stunde an der Popcorntheke Zeit lassen, um sich danach gemütlich im Kinosaal etwas hübsche Action und Nägelkauen beim Showdown zu gönnen. Weiter reicht meine Empfehlung nicht. (5/10)

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