Koseler Hof

Koseler Hof

Unser Urlaub an der Schlei führt uns durch viele kleine kurvige Straßen, durch Ortschaften mit Hofläden, Windmühlen, Bauernhöfen und Landgasthäusern. In Kosel, südlich der Schlei, machen wir Halt: Das alte Landgasthaus Koseler Hof guckt uns einladend entgegen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gefällt uns so gut, dass wir an zwei Tagen nacheinander hier sind! Die Speisekarte und die Portionen verlangten diesen zweiten Besuch. Jetzt aber von Anfang an…

Wir nähern uns dem idyllischen, efeubewachsenen Gasthaus mit dem Kopfsteinpflaster vor der Tür – so vergisst man gleich, dass das Haus an einer Kreuzung liegt, der „Hauptstraße“. Aber die ist zum Glück recht klein und nicht mit unseren Hamburger Verhältnissen zu vergleichen – wir sind eben an der Schlei! Im Gasthaus selber geht es in zwei Richtungen, rechts in das Restaurant, links in die Gaststube, in der wir Platz nehmen. Wurstexperte Leo möchte natürlich lieber auf direktem Weg in die Küche, was er durch demonstratives „Sich in den Weg legen“ untermalt. Die Hausherrin sagt, das störe nicht, und balanciert die Speisekarten über Leo hinweg zu unserem Tisch… (Wie bereits an anderer Stelle erwähnt: Leo befindet sich noch in der Ausbildung. Man könnte sein Verhalten an diesem Abend aber auch als „Wie tolerant zeigt sich dieses Restaurant frechen Hunden gegenüber?“-Test deuten!)

Wir sind begeistert von der Auswahl der Gerichte: Fleisch, Wild, Fisch, zwei vegetarische Gerichte. Das ist echte saisonale Norddeutsche Küche und Hausmannskost. Wir nehmen am ersten Abend eine Kürbiscremesuppe mit Räucherschinkenstreifen für 5,50 € (leeeecker!), Hubertuspfanne für 17,90 € (Damwild mit grünen Bohnen und Bratkartoffeln) und die Landhauspfanne für 13,50 € (Schein, Rind und Pute mit Bratkartoffeln und buntem Gemüse in extrem guter Soße). Da die Bratkartoffeln die besten sind, die ich je gegessen habe und auf der Karte noch viele weitere leckere Gerichte stehen, entschließen wir uns, am nächsten Tag noch einmal zu kommen. Leo bestätigt diese Idee mit einem Vorderpfoten auf den Tisch stellen und gucken, ob noch was übrig ist.

Am zweiten Tag kennen wir schon den Weg, nehmen den gleichen Tisch wie am Vorabend und wissen eigentlich auch schon, was wir essen wollen: Pannfisch (12,90 €) für Chrjue, und ich nehme ganz bescheiden die Gänsekeule mit hausgemachtem Rotkohl und schon wieder Bratkartoffeln (14,90 €). Die Portionen sind wieder ziemlich groß. Wir verzichten in weiser Voraussicht auf die Vorspeise und nehmen heute lieber einen Nachtisch, nämlich Crepes mit Vanilleeis (6,50 €). Der Eindruck des ersten Abends bestätigt sich. Das Essen ist extrem gut, die Zutaten stammen aus der Region. Das Konzept gefällt uns sehr. Eine weitere tolle Idee steht auf jedem Tisch: eine Hauspostkarte für die der Wirt das Porto übernimmt! Insgesamt ist die Atmosphäre im eher schlichten Gasthaus fast familiär aber trotzdem sehr freundlich und höflich. Der Koch und Herr des Hauses zeigt sich ab und an seinen Gästen, hält einen Plausch mit Einheimischen und verschwindet dann wieder in sein Reich.

Und Leo? Der liegt am zweiten Abend nach einem langen Spaziergang so brav unter dem Tisch, dass ein Gast sagt: „DER ist aber gut erzogen!!“. Ähm, jaaaa…. und wir sind ein bisschen stolz auf unseren Wurstexperten, der sich heute von seiner besten Seite zeigt und sich für die Hundefreundlichkeit hier mit fünf Sternen bedankt!

Mein Urteil
Essen
Service
Ambiente
Preis/Leistung
WC
Leos Meinung

Adresse: Landgasthaus Koseler Hof, Alte Landstraße 2, 24354 Kosel, Telefon 04354/1320, koseler-hof.de

Ein Gedanke zu „Koseler Hof

  1. matern, karin michaela

    Koseler Hof denkt eine geborene Hessin an Kaseler bzw Kasseler Hof mit Sauerkraut und Püree, aber man lernt immer wieder dazu, was den Wurstexperten anbelangt: er ist jetzt schon ein Casanova!

    Antworten

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