Prometheus – Dunkle Zeichen

Prometheus

von Ridley Scott, mit Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron und Guy Pearce

Prometheus - DVD bestellen bei amazon.deErde, 2089. Das Archäologenpärchen Elizabeth und Charlie findet in einer Höhle uralte Malereien. Neben Menschen, die menschenähnliche Riesen anbeten, ist auch präzise eine bestimmte Sternenkonstellation an die Wand gemalt. Dieselbe, die auch in etlichen anderen Höhlen unterschiedlicher Kulturen und Epochen abgebildet ist. Klar, das ist eine Einladung zu unseren Schöpfern, denkt sich die Archäologen. 2091 ist es tatsächlich soweit. Nachdem Geldgeber gefunden, ein Schiff gebaut und der Hyperschlaf überstanden wurde, trifft ein buntes Team rund um Elizabeth und Charlie auf dem Mond LV-223 ein. Mit Entzücken finden sie dort tatsächlich sehr große und alte pyramidenartige Strukturen. Doch was sie darin finden, ist alles andere als eine Teestunde mit ihren Schöpfern. Es ist vielmehr eine uralte Gefahr für die Crew und nicht zuletzt für das Leben auf der Erde. Doch bis die Forscher das erstmal durchblickt haben, ist es fast schon zu spät…


Wem das nicht ganz klar ist: Es geht hier um ein Prequel der Alien-Reihe. Wir sehen sozusagen die Anfänge des bizarren Monsters, das zuerst 1979 unsere Alpträume unsicher machte. Was keine neue Idee ist, man denke nur an Batman, neuerdings Spiderman oder Star Trek. Insofern fällt es der Geschichte leicht, einen in ihren Bannzu ziehen. Schließlich kennt man das Ende, aber nicht den Weg dahin. Dazu kommen in diesem Fall ein paar erstklassige Schauspieler, wobei Michael Fassbender in seiner Charakterrolle als sinnsuchender Android allen anderen eindeutig die Schau stiehlt. Das präzise Schauspiel und die Präsenz dürften für die Zukunft noch so einiges erwarten lassen. Auch die Schauwerte suchen ihresgleichen. Das sich Produktionsdesigner und Computerkünstler mal so richtig austoben dürfen, sieht man häufiger. Aber in diesem Film kommen dabei wirklich großartige Bilder heraus, bei denen ich ausnahmsweise mal die 3D-Version des Films empfehlen muss – der Trailer gibt da schon einen guten Eindruck.

Dennoch geht auch an Regielegende Ridley Scott die Zeit nicht spurlos vorbei. Denn mit dem Betreten der Pyramide wird die Handlung immer abstruser. Da werden Helme abgenommen, Leichenteile mit ins Schiff genommen, Kollegen zurückgelassen und mit frisch genähten Operationsnarben Kletterübzungen gemacht. Zusammen mit der stellenweise erschreckend schlechten Charakterzeichnung und den klischeebeladenen Dialogen kann man nur feststellen, dass dieser Film nicht annähernd an das Original von einst herankommt. Immerhin: So halten sich auch die Horrormomente in Grenzen, und wenn sie mal da sind, entbehren sie oft nicht einer unfreiwilligen Komik. Und es sollte auch nicht vergessen, werden, dass sich der Film nicht übererklärt, sondern noch genug Fragen offen lässt, um Diskussionsstoff für das Bier danach zu haben.

Fazit: Logiklöcher in der Größe des Ozonlochs, aber langeweile kommt nicht auf, die Bilder sind toll und wir dürfen endlich selbst sehen, wie das Ur-Alien auf die Welt kommt. Ist ja auch was. (7/10)

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