Robin Hood

Robin Hood

von Ridley Scott, mit Russell Crow, Max von Sydow, William Hurt, Mark Strong und Cate Blanchett

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Der wahre Robin Hood

Robert Loxley ist tot, König Richard Löwenherz auch – kein guter Anfang für einen Film mit dem Titel Robin Hood. Doch ein bislang unbekannter Bogenschütze namens Robin Longstride rettet uns da raus. Denn ausgerechnet ihm, der eben noch entehrt aus der königlichen Armee ausgestoßen werden sollte, fällt die Krone des verstorbenen Königs in die Hand. Kurzerhand schlüpft er in die Klamotten Robert Loxleys, und schafft mit seinen Schergen als Ritter verkleidet dir Rückkehr nach England. Die Krone, die er pflichtergeben im Tower abgibt, wandert sodann auf den Kopf des königlichen Bruders John, der seine Macht umgehend zur Verabschiedung eines Sparpaketes nutzt, das selbst Westerwelle erblassen lassen würde. Die dicke Luft, die fortan im Land herrscht, nutzt Robin für einen Kondolenzbesuch bei der Witwe des Mannes, in dessen Kleider er schlüpfte. Und wird von ihrem Vater prompt adoptiert, um die Geschäfte fortzuführen. Denn dank des neuen Königs, des Königs zwielichtigen Schergen und nicht zuletzt dem Sheriff von Nottingham laufen die nicht sonderlich gut. Der Rest der Geschichte beginnt sich abzuzeichnen…

Ich gebe zu, ich war skeptisch. Die Geschichte von Robin Hood, nur schmutziger und anders erzählt, historische Begebenheiten großzügig interpretiert, Gladiator Russel Crowe in der Hauptrolle und alles unter der Regie von Ridley Scott. Kann das gut gehen?

Es kann. OK, Crowe spielt wie er immer spielt, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Das Drehbuch ist erstaunlich gut, die Schlachten imposant, aber nicht dominierend, und die Schauspieler solide. Die Ausstattung macht es zu einem Genuss, mit Robin durch Frankreich und England im Jahre Zwölfhundertnochwas zu streifen. Es macht Spass zuzusehen, wie Robin, Little John, Bruder Tuck, Lady Marian etc. zusammenfinden bis zu dem Punkt, wo Robin Hood üblichwerseise anfängt. Für den ganzen Spass nimmt man dann auch gerne einige Ungereimtheiten, die strahlendweissen Zähne und den Gladiator in der Hauptrolle in Kauf.

Alles in allem also gelungenes, unterhaltsames Popcornkino, dass sich vor allem durch eine gelungene Geschichte vom üblichen Mainstream-Müll abhebt. (8/10)

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