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von Pete Docter und Bob Peterson, mit den Stimmen von Edward Asner, Christopher Plummer, Jordan Nagai und Bob Peterson

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„The times, they are a changin'“ – das gilt nicht nur für die Watchmen, das gilt auch für Carl Fredricksen. Eben noch frisch mit seiner Jugendliebe Ellie verheiratet, ist er jetzt verwitwet. Ihr gemeinsames Traumhaus ist umgeben von sterilen Wolkenkratzern, und sterile Baulöwen haben es auch auf sein Grundstück abgesehen. Ist ja nur noch eine Frage der Zeit. Aber bevor es so weit kommen kann, will Carl noch ein altes Versprechen einlösen: Auf den Spuren von Ellies und Carls großem Forschervorbild Charles Muntz nach Südmamerika zu reisen, um dort ein Haus an den Wasserfällen zu bauen.
Gesagt, getan. Mithilfe einer Million Heliumballons springt Carl dem Altersheim von der Schippe und fliegt mitsamt seinem Haus ins Abenteuer. Die luftige Idylle wird aber schnell durch einen blinden Passagier gestört: Pfadfinder Russell. So muss sich Carl notgedrungen mit Begleitung in seine großes Abenteuer stürzen. Nur wie groß das Abenteuer tatsächlich wird, das ahnen beide nicht…


Hatte ich schon erwähnt, dass man sich Pixar-Filme „blind“, also ohne Blick in Kritiken anschauen kann? Wahrscheinlich schon(s. Ratatouille, Wall-E). Wahrscheinlich hatte ich auch bereits erwähnt, dass Pixar mit jedem Film neue Maßstäbe setzt, ob technische oder erzählerische. Beides trifft auch auf Oben zu, auch wenn diesmal der Disney-Einfluss Richtung Niedlichkeit schon etwas spürbarer ist. Dennoch ist dieser Film mal wieder ein Spaß für nicht nur für Klein, sondern auch für Groß. Beladen mit reichlich Gefühl, Emotionen und subversivem Humor ist es jedesmal wieder ein Wunder, wie die Zauberer von Pixar sich mit ihrem Strom aus Bits und Bytes einen Weg in unser Herz bahnen. Dazu sei nur auf die Rückblende von Carls Leben zu Beginn verwiesen, die ganz ohne Worte und mit zarten Gesten ein ganzes Menschenleben zusammenfasst – wer da nicht schwer schlucken muss, hat keine Seele. Großartig.
Später wird es etwas verspielter, und trotz der spürbaren Disney-Komponente kann man sich dem Charme der Figuren, wie etwa der sprechenden und dabei in jeder Sekunde geradezu bestürzend glaubwürdigen Hundemeute (Hundebesitzer werden sich kringeln vor lachen!) kaum entziehen. Aber wozu auch? Gut, besondere Tiefe darf man nicht erwarten, die Botschaft ist auch die übliche (Freundschaft), aber nichtsdestotrotz macht dieser Film einfach Spaß und ist eine echte Bereicherung im Alltag eines Kinogängers. (9/10)

P.S.: In ausgewählten Kinos läuft der Film übrigens auch in 3D. Wie Filmstarts.de so treffend bemerkte: „Ein Film, den man sich in 3D ansehen muss, aber auch problemlos in 2D ansehen kann.“ Dem pflichte ich voll bei.

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