Star Trek XI – Die Zukunft hat begonnen

Star Trek

von J.J. Abrams, mit Chris Pine, Zachary Quinto, Eric Bana, Karl Urban, Simon Pegg und Leonard Nimoy

Start Trek

Start Trek - Die Zukunft hat begonnen

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben Sternzeit 2233, und Captain Kirk wurde in einer Raumschlacht mit einem romulanischen Raumschiff getötet.

25 Jahre später ist sein Sohnemann James T. Kirk mangels väterlicher Führung (hatte Kirk nicht einem Vater, damals, in der alten Serie?!) zu einem ziemlichen Rebellen herangewachsen, der sich lieber in Bars mit Schlägereien als auf der Sternflottenakademie mit Vorlesungen herumtreibt. Nach einer besonders üblen Prügelei mit Sternflottenkadetten lässt er sich überreden, es mal als Rekrut versuchen. Und sei es nur, um den anderen Weichlingen zu zeigen, wer schneller Captain wird.

Noch ein paar Jahre später hat Kirk schon wieder Ärger, diesmal mit einem jungen Vulkanier namens Spock und vor einem Untersuchungssausschuss. Aber noch bevor er sich für die Manipulation des gefürchteten (und aus Star Trek XI bekannten) Kobayashi Maru Tests verantworten muss, bricht Alarm los. Schon wieder, so wie vor 25 Jahren, dringt ein romulanisches Schiff in den „Luft“raum der Vereinten Föderation der Planeten ein – und droht mit der Zerstörung jedes einzelnen dieser Planeten. Klar, dass die Jungspunde Kirk und Spock ihren Kleinkrieg da erstmal begraben müssen – und noch Verstärkung benötigen, bevor sie ihrem Feind endgültig den Garaus machen und zum ersten Mal das Universum retten können…

Ein Fluch lastet auf Star Trek Filmen. Ein Fluch, der nur die ungeraden Filme trifft, und besagt, dass die deutlich schlechter sind als ihre geraden Pendants. Mit Durchbrechen der 10er-Marke scheint sich das umzukehren, denn nach einem sehr schwachen Star Trek X – Nemesis schafft es nun ausgerechnet der LOST-Macher J.J. Abrahams, der nach eigenem Bekunden nie ein Fan der Serie war, wieder Schwung in die Bude zu bringen. Mit dem neuen Regisseur kehrte auch eine Menge neuer Gesichter in die Serie ein, die in diesem Film die jungen Versionen von Kirk, Spock & Co. geben. Und wer da schlimme Befürchtungen hat, sei beruhigt – sie sind alle grandios besetzt.

Neben dem Heroes-Bösewicht Zachary Quinto, der den Spock gibt, geht der zunächst die schlimmsten Befürchtungen weckende Chris Pine so perfekt in seiner Rolle als Kirk auf, dass man sich William Shatner kaum noch vermisst. Aber auch der Rest der Truppe liefert eine fantastische Vorstellung ab, ob nun der radebrechende Chekov (Anton Yelchin) seine Durchsagen gibt, Pille (Karl Urban) seinen Kumpel Kirk mit Spritzen traktiert, Zulu (John Cho) beim „Anfahren“ die Handbremse vergisst oder ein sc(h)ottischer Ingenieur (Simon Pegg) mal wieder die Warpkerne vorm Bersten bewahren muss – es ist einfach ein Genuss. Überhaupt strotzt der Film vor Referenzen, wohlgemerkt nicht nur ans Star Trek Universum, sondern auch an andere Klassiker von Star Wars bis Starship Troopers. Unterstützt(!) von einem beeindruckenden Effektgewitter können Fans wie Neulinge so Zeuge werden, wie die altbekannte Besatzung der Enterprise sich Stück für Stück zusammenfügt, bevor wir endlich das erste Mal die altbekannte Fanfare der ersten Star-Trek Serie hören dürfen.

Diese Geschichte erzählt und J.J. Abrahams mit so viel Witz und Schwung, dass man kaum das Fehlen eines wirklichen Bösewichts bemerkt. So beeindruckend Böse sein Raumschiff auch wirkt, so blass bleibt Eric Bana in seiner Rolle als Romulaner Nero, dass man sich später kaum erinnert, was eigentlich der Grund für die Zusammenführung der Crew war. Ist auch egal. Was zählt ist, dass mit dem Kunstgriff einer alternativen Zeitlinie (bedingt durch – mal wieder – eine Zeitreise von Spock, ohne die Kirks Vater gemäß der klassischen Serie überlebt hätte) die Macher nun wieder mehr Möglichkeiten haben, Star Trek erfolgreich ins nächste Jahrhundert zu bringen. Lebe es lang und in Frieden. (9 / 10)

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