Lichter der Großstadt

Laitakaupungin valot
von Aki Karismäki, mit Janne Hyytiäinen und Maria Heiskanen.

Koistinen ist Nachtwächter und, vorsichtig formuliert, ein ruhiger Mensch. Sein Leben ist so unspektakulär wie er wortkarg, die Kollegen kennen nicht mal seinen Namen. Doch eines Tages wird er von einer Frau aufgegabelt, die ihn letztlich nur ausnutzt, um ein Juweliergeschäft ausrauben zu lassen. Und so landet Koistinen schließlich für sie im Gefängnis. Aber auch das erträgt er mit stoischer Ruhe, schließlich ist sein ganzes Leben ein Gefängnis. Bleibt ihm nur die Liebe der Imbisswirtin Mirja…

Ruhig, karg, trist und weit wie die finnische Landschaft ist dieser Film, die Dialoge finden auf einer DIN A4 Seite Platz, und das einzige was uns am Einschlafen hindert, ist die Hoffnung, das Koistinen irgendwann mal mal aufbegehrt – gegen sein Leben, seine Peiniger, gegen die Regie. Doch wir warten vergeblich, und so bleibt die Gewissheit, das Kaurismäki uns einen Film wie das Leben beschert – Ruhih, karg, trist und weit, ein ewiger Fluss. (6)

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