Her

Her

von Spike Jonze, mit Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara und der Stimme von Scarlett Johannson

Her - Film bestellen bei amazon.deIrgendwo in einer großen Stadt, in einer nicht allzu fernen Zukunft. Theodore Twombly schreibt tagsüber in einer Agentur virtuose handgeschriebene Briefe und trauert Nachts seiner Fast-Ex-Frau nach und fragt sich trübsinnig, wie alles so kommen konnte.
Alles ändert sich, als er sich eines Tages eine neues, intelligentes, Betriebssystem anschafft. „Samantha“ nennt es sich nach der Installation, und ist von nun an sein täglicher Begleiter. Sie sortiert seine Mails, organisiert seine Termine, und erkundet neugierig alle Aspekte seines Lebens. Es kommt, wie es kommen muss – die beiden verlieben sich. Doch auch mit künstlichen Persönlichkeiten ist man nicht vor dem Lauf des Lebens gefeit, und schnell gibt es die ersten Risse im perfekten Glück…


Spike Jonze ist nicht eben für gefällige Filme bekannt – „Being John Malkovich“, „Adaption“, „Wo die wilden Kerle Wohnen“ sind alles andere als Popcornkino, sondern kleine, poetische, tragische Filmkunstperlen. So auch Her.
Mit milder Science-Fiction versetzt und Jonze in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der sich die Technik weiterentwickelt und immer mehr den zwischenmenschlichen Kontakt ersetzt hat, so dass die Straßen voller einsamer, in Selbstgespräche verwickelter Menschen sind. Anonyme Beziehungen ohne Verpflichtungen sind üblich, ohne Verbindlichkeit, die Trennung immer nur einen Knopfruck entfernt. In dieser Welt hält Protagonist Theodore immer noch an seinen alten Träumen fest, erst die Stimme eines Computers öffnet ihm die Augen für die Schönheit der Welt und die Möglichkeiten des Seins. Das ist mal romantisch, mal komisch, meist tragisch und in letzter Konsequenz aussichtslos, aber immer glaubwürdig und sehr poetisch. Allerdings auch manchmal etwas langatmig.
Doch die fantastischen Leistung von Joaquin Phoenix und seiner unsichtbaren Partnerin Scarlett Johannson lassen zusammen mit einer wirklich klugen Geschichte über die Höhen und Tiefen der Liebe im Computerzeitalter diese Kleinigkeiten gerne vergessen. (8/10)

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