LIVE – Deichbrand Festival 2011

Bereits zum siebten Mal fand am vergangenen Wochenende das Deichbrand-Festival bei Cuxhaven statt. Da sich das Festival mit der Zeit zu einer festen Größe im norddeutschen Festivalkalender gemausert hat hielten wir es für eine prima Idee sich mal ein eigenes Bild von einem „Rockfestival am Meer“ zu machen. Klingt ja so im Hochsommer auch echt verlockend, also kurzentschlossen das ganze Campinggedöns vom Hurricane erneut zusammengepackt und auf ging es in unser Wochenende an der Nordsee.

Ok, der Plan war gut, doof nur das dieser Sommer ja wegen des Herbstes ausfällt und so kam es wie es kommen musste, den Einer schien von der Idee das irgendwo im Norden der Deich brennen sollte nicht so begeistert wie wir und ließ vorsichsthalber das Löschwasser gleich literweise auf uns herniederprasseln………Danke Petrus, hat hingehauen, gebrannt hat da echt nichts mehr!

Sagt man wirklich Pavillons und nicht Pavillone?

Einmal im Jahr fallen in das ansonsten, sagen wir mal sehr, sehr beschauliche Wanhöden bis zu 18000 Bekloppte, sorry nasse Bekloppte, ein was zu lustigen Iden unter den nur 400 Einheimischen führt. So gibt es neben der Festivaltanke zum Beispiel den Event-Bauern-Bernd (Kaffee, Kuchen, Frühstück, oder die Dusche für 5 Euro) sowei Biggis-Frühstückspardies und auch ansonsten schient man einen Hang zum Humor zu haben wie es scheint. Wie sonst lässt sich folgendes Schild (siehe Bild) auf dem Weg zum Festivalgelände erklären? Die Bezeichnung Berg ist schon lustig genug, man beachte aber vorallem in diesem Zusammenhang die Höhenangabe………Ich sag ja ein lustig Völkchen diese Wanhödener!

Hinweisschild - Wanhödener Berg!

Wir haben uns übrigens trotz der Gefahr von Höhenkrankheit und Hypoxie für einen Aufstieg ohne künstlichen Sauerstoff enschieden…….No risk no fun!

So, nun aber zum Wesentliche, der Musik. Das Festival hatte mit den alten Rockikonen von „Bad Religion“, der wunderbaren Band „Kettcar“ und den „Fantastischen Vier“  im Lineup einige Highlights zu bieten.

Kettcar auf dem Deichbrand 2011

Das Beste aber an etwas kleineren Festivals ist die Nähe zur Bühne, so sieht man nicht nur in weiter Ferne ein paar klitzekleine Gestallten herumspringen sondern ist hautnah dabei. Aus dieser Perspektive war der Auftritt von „Kettcar“ auch mal ne wirklich ganz große Nummer und so sagen viele Kehlen zurecht und dem Regen zum Trotz….

„Deiche brechen richtig oder eben nicht“

Diese unaufgeregte und ruhige Art mit der diese Band es versteht die Sympathien des Publikums quasi von ganz alleine zu gewinnen ist einfach herrlich zu beobachten und macht Spaß, den…..

„Solang die dicke Frau noch singt ist die Oper nicht zu Ende“

Zeitreise mit Bad Religion

Am Sonntagnachmittag dann eine Zeitreise zurück in die Mitte der neunziger Jahre, in der ich Fan von Bad Religion gewesen bin. Für mich war die Musik dieser Band immer eine ehrliche Sache, sobald sie die Bühne betreten haben wurde Gas gegeben ohne Pause. Tatsächlich zeigten die mittlerweile doch etwas älteren Herren, das dieses Prinzip immernoch aufzugehen scheint. Das Publikum vor der Bühne jedenfalls verwandlte sich schon von den ersten Klängen an in eine wild durcheinender springende Masse und stoppte dreckig, nass und froh, erst wieder nachdem die alten Männer die Bühne verliessen…..

Die fantastischen Vier

Gab es die ersten beiden Tage eher  soetwas wie einen Dauernieselregen bei starkem Wind, so kam pünktlich zu den Highlights am Sonntagabend der gemeine Landregen um auch die letzten trockenen Klamottenzipfel noch zu durchnässen. Mit dem Regen kam in Form der „Fantastischen Vier“ aber auch jede Menge gute Laune zum Deichbrand. Es war schon echt beeindrucket was die Jungs für eine Show abzogen, bereits nach den ersten zwei Songs völlig durchnässt, tobten sie wie wild über die Bühne und liessen ein ziemliches Hitfeuerwerk auf die Zuschauer los. Auch wenn sich Alle anwesenden den „Tag am Meer“ sicher etwas anders vorgestellt hatten, so waren doch alle schwer zufrieden mit dem Konzert. Zum Abschluss liess sich SMUDO sogar noch zu einem Bad in der Menge hinreissen und das obwohl die lustigen Wanhödener auch dafür eigens eine Anzeige parat hatten…….

OK - SMUDO hat sich nicht daran gehalten!

Alles in Allem war unser Ausflug ans Meer lustig was nicht zuletzt an unserer super Truppe lag, die sich auch trotz des vielen Regens nicht klein kriegen lies. Das Festival selbst stößt mit 18000 Besuchern an die Grenzen der Infrastruktur auf dem Gelände (Zugänge, Toiletten, Wege, etc), ist aber eine nette Alternative zu den großen Festivals, beim nächsten Mal aber bitte mit Sonne!

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