Rømmegrøtt – Norwegen lässt grüßen

Rømmegrøtt mit Schinken

Auf unserer Skandinavienreise geht es von Südschweden über Göteborg weiter nach Oslo. Nachdem ich nun ja schon in den Genuss von Smørrebrød, Softeis, Köttbullar und Spettkaka gekommen bin, steht als nächstes eine norwegische Spezialität an. Und im Laufe unserer Reise haben wir dazu gelernt: Gleich am ersten Abend gehen wir in die Touristinformation, um nach einem Restaurant mit traditionell norwegischer Küche zu fragen. Wir bekommen zwei Restaurants genannt, die in der Innenstadt liegen. Das passt gut, denn der Abend ist noch lang genug, um noch einen kleinen Stadtrundgang zu machen. Dank des Stadtplans finde ich auf direktem Weg zur Kaffistova, die uns als erstes empfohlen wurde. Wer hätte das gedacht – wir sind 15 Minuten nach Ladenschluss dort. Um es kurz zu machen: Det gamle Rådhus (das zweite Restaurant) hat Betriebsferien. Mal wieder frustriert und auf der suche nach Essen irren wir durch die Stadt und essen schließlich Salat bzw. Burger. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt…

Uns bleibt ein weiterer Tag in Oslo, an dem wir die Stadt genießen. Als Tipp: Schaut Euch das Rathaus und die Oper an! Auch der Vigeland-Park mit seinen Statuen ist wirklich sehenswert. Doch bevor ich abschweife, zurück zum Thema Essen. Norwegen ist recht amerikanisch geprägt, was die Restaurats und das Angebot der Speisen angeht. Burger, Steaks und Surf ’n Turf gibt es fast überall. Doch ich bin optimistisch, am nächsten Tag eine norwegische Speise zu bekommen, wenn wir in Tønsberg bei meiner Freudin sind.

„Was möchtet Ihr heute Abend essen?“, fragt meine Freundin. „Eine norwegische Spezialität!“ ist die vorhersehbare Antwort, und ich freue mich schon! Doch anstatt essen zu gehen, muss ich meine Spezialität selber kochen. Rømmegrøtt. Es gibt kein Drumherum. Alternativen werden uns nicht genannt. Hm. Keine Ahnung, was das ist, aber unter fachmännischer Anleitung kann ja nichts schiefgehen. Und so rühren chrjue und ich tapfer im Töpfchen, um endlich unser lang ersehntes norwegisches Essen zu bekommen. Hier ist das Rezept für den süßen Rahmbrei:

2/3 Rømme (Sauerrahm) und 1/3 Sahne zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten kochen lassen. Nach und nach so viel Weizenmehl unter Rühren dazu geben, bis ein Brei entsteht. Nochmals aufkochen und das Fett abschöpfen. Danach so viel Milch zugeben, bis der Brei die gewünschte Konsistenz erreicht hat (etwa wie Griesbrei). Salz und Zucker dazu geben, der Brei soll süß schmecken. Serviert wird Rømmegrøtt mit Zimt und Rosinen, dazu isst man Fladbrød (ganz dünnes Knäckebrot) und Schinken.

Kulinarisch gesehen, ist das wohl die größte Herausforderung unserer Reise. Aber es hat sich gelohnt! Unerwartet lecker verbindet sich der zimtige Brei mit dem herzhaften Schinken. Wer’s nicht glaubt, soll es einfach ausprobieren… Und ich freue mich jetzt schon über Kommentare, die Eure Rømmegrøtt-Erfahrung beschreiben!

In diesem Sinne bis bald,
Eure Schraddel-N.

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