Stirb langsam 4.0

Live Free or Die Hard
von Len Wiseman, mit Bruce Willis, Timothy Olyphant und Justin Long

Stirb Langsam 4.0 - PlakatDer uns allen bekannte John McLane muss sich wieder mal mit einem Übeltäter rumschlagen, der mit einem perfiden Plan einen Angriff auf McLanes Allerheiligstes plant – ein grabschfreudiges Highschool-Bürschchen hat ein Date mit seiner Tochter. Nachdem er erfolgreich eingegriffen hat und sein Töchterchen nicht mehr mit ihm redet, ist er mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort: Er erhält den Auftrag, den Computer-Freak Matt Farrell zum Verhör nach Washington zu fahren. Das das kein Selbstgänger ist, merkt McLane recht schnell, nachdem die Abhol-Aktion mit 5 Leichen und einer zerbombten Wohnung endet. In Washington angekommen versaut ihm ein Angriff unbekannter Hacker auf die Computersysteme der USA weiter den Tag. Unterstützt vom digitalen Matt beginnt der analoge John, sich auf die Spur der Verbrecher unter der Leitung des genialen Thomas Gabriel zu machen. Und dabei geht einiges zu Bruch…

1988 erschien mit „Stirb Langsam“ nach Meinung vieler der beste Action Film aller Zeiten. Bruce Willis definierte die Rolle des Superhelden völlig neu, und der Einzeiler „Yippee-ki-yay, motherfucker“ ging in die Popkultur ein.
2007. Nach zwei weitern Filmen und jetzt komplett kahl kommt McLane im Computerzeitalter an. Mit einem durchwachsenen Drehbuch, dafür aber viel Witz, coolen Sprüchen und sehr viel handgemachten Stunts, Verfolgungsjagden, Crashs und Explosionen schafft Regisseur Len Wisemann den Spagat zwischen analogem und digitalem Zeitalter. Die erste Explosion lässt kein Minute auf sich warten, und im weitern Verlauf wird ein Actionfeuerwerk gezündet, das dem Zuschauer kaum eine Pause gönnt – natürlich nie ohne lakonischen Kommentar McLanes; es ist schon erstaunlich, wie ein einfaches „Huh“ den Saal zum Toben bringt…
Nur zwei Wermutstropfen stören das ansonsten wirklich gelungene Werk. Zum Einen verliert der Aufhänger der Geschichte, das Abschalten aller Computersysteme und dessen Folgen, im letzten Drittel des Filmes völlig an Bedeutung, so wie auch das Tempo im letzten Drittel deutlich nachlässt. Zum anderen enttäuscht das Finale des Films, das nach all der Action recht banal verläuft und ruhig noch den ein oder anderen dramatischen Höhepunkt verdient hätte. Somit bleibt am Schluß eine wirklich gelungene, erfreulich analoge, witzige und doch zeitgemäße Fortsetzung der Reihe, aber auch ohne wirkliche Überraschungen. (7)

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