Ghostbusters (2016)

Ghostbusters

von Paul Feig, mit Kristen Wiig, Melissa McCarthy, Kate McKinnon, Leslie Jones und Chris Hemsworth

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe Wissenschaftlerinnen stößt bei der Suche nach übersinnlichen Phänomenen recht unerwartet tatsächlich auf Geister. Beim Versuch, organisatorisch und technisch mit der zunehmenden Anzahl Geistern Schritt zu halten und sich von der Stadt und den Medien nicht als Betrüger abstempeln zu lassen, kommen sie dem Außenseiter Rowan auf die Spur. Der plant nicht mehr, als die Barriere zur Geisterwelt zu durchbrechen und sich mit ihrer Hilfe an der Menschheit zu rächen…

Tja. Dass dieser Film hauptsächlich deshalb in der Presse war, weil Darstellerin Leslie Jones von Twitter-Trollen aufs übelste bedrängt wurde, zeigt dreierlei: Dass sich einige Deppen im Internet von ihrer übelsten Seite zeigen, dass der Film sehr polarisiert und dass es über den Film an sich wenig Gutes zu berichten gibt.

Als bekanntermaßen einzig objektiver Kinospezialist habe ich mir das Werk daher zu Gemüte geführt, um Euch hier meinen Eindruck zu präsentieren.

Der ganz hervorragende Trailer macht Lust auf diesen Film. Ein Remake des bekannten Klassikers aus meiner Jugend, mit aufpolierten Spezialeffekten, frischen Darstellern und einem zeitgemäßen Drehbuch. Das hat Potential.

Leider hat Regisseur Paul Feig (dem wir auch die recht witzigen ‚Bridesmaids‘ und das unterirdisch schlechte ‚Spy‘ verdanken) es nicht geschafft, hier was rundes abzuliefern. Aus vielen für sich genommen netten Ideen schafft er nicht, etwas rundes zu schaffen. Das für Spezialeffektgewitterfilme zeitgemäß dünne Drehbuch wäre OK, die Saturday Night Life erprobten Darstellerinnen wären es auch, ebenso der mal etwas anders besetzte Chris Hemsworth. Doch leider krankt der Film an seinem lahmen Humor, bei dem die vielen Rohrkrepierer keinerlei Witz oder Tempo aufkommen lassen. Das Problem ist, dass die Hauptfiguren spielen, als wäre der Film schon seine eigen Parodie. Flapsige Sprüchen zu unpassendsten ersticken jede Spannung im Keim.

Wann sehe ich mehr nach Arzt aus: Wenn ich Saxophon spiele oder wenn ich Saxophon höre? – Kevin –

Wo die Orginalghostbusters mit ihren Sprüchen nur ihre vollen Hosen überspielten, merkt man den neuen Versionen keinerlei Angst, Respekt oder sonstige Anteilnahme an der Handlung an. Insofern bleibt man auch als Zuschauer leider recht unberührt vom Schicksal der Figuren, Grusel oder Spannung bleibt aus, insofern kann man sich tatsächlich nur noch an den netten Bildern erfreuen. Die zahlreichen Drehbuchlöcher fallen da kaum noch ins Gewicht. Das ist schade, denn der Film hatte, wie erwähnt, Potential. Doch leider ist aus den vielen guten Ansätzen nur eins geschaffen worden: Ein Monster. Schade. (4/10)

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