Unterwegs in Portugal – Teil 2: Zwischen Porto und Lissabon

Was fällt einem wohl zuerst ein wenn man an Portugal denkt? Ok, blenden wir die Finanzkrise mal kurz aus dann gibt es dort Strände, Meer, Wellen, Sonne, Korkbäume, Portwein, Natas, (Christiano Ronaldo)……hmmm….., aber Berge und ein Skigebiet, neee!

So war ich doch recht neugierig was mich wohl erwarten wird als ich mich von Porto aus, spontan auf den gute 200Kilometer langen Weg gen Westen aufmachte, um in den „Parque Natural da Serra da Estrela“ zu gelangen….im Winter Prortugals einzigem Skigebiet!

Serra de Estrela

Ausgangsort für eine Erkundung des Nationalparks ist der nette, kleine Ort Manteigas, der auf ca. 900 Meter Höhe umgeben von Bergen, malerisch am Ende eines alten Gletschertals liegt. Bei der Anfahrt über Seia muss man schon einen stabilen Magen besitzen und Lust am Bremsen und Schalten haben so wie sich die Straßen in engen Serpentinen um den Berg hinab winden. Bis zum höchsten Gipfel des Bergmassives, dem „Torre“ mit seinen fast 2000Metern Höhe, sind es von hier aus noch ca. 15 Kilometer. Man hat die Wahl ob man den Weg entweder mit den Ziegen um die Wette (wie ich feststellen durfte sehr störrische Fiecher) zu Fuß, durch das Gletschertal und hinauf zum Gipfel des „Torre“ wandert, oder eine enge, kleine Bergstraße nehmen möchte. Beide Routen bieten spektakulären Perspektiven auf die Landschaft, habe mich dann auch dafür entschieden Beides zu machen 😉

Kurz vor dem Gipfel des Torre- Blick zurück ins Tal

Vom kargen Granitgipfel des Torre hat man einen wunderschönen Ausblick auf die umliegenden Täler hinab auf einen Stausee und es gibt tatsächlich gleich vier Skilifte da man im Schnitt, an ca. 40 Tagen im Jahr hier oben mit Schnee rechnen kann. Im Sommer werden im kleinen Laden auf dem Gipfel für Besucher (und die gab es reichlich) lokale Spezialitäten wie Räucherschinken, Käse und Schnaps angeboten.

Serra de Estrela

Alles in Allem ist die „Serra de Estrela“ sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto  jedem Portugalreisenden nur wärmstens zu empfehlen, mich führte es nach 2,5 Tagen aber bereits weiter Richtung Küste.

Tomar- Convento de Christo

Nach Natur pur war auf meinem Weg ans Wasser ein wenig Kultur angesagt und was liegt da Näher als ein Besuch im Distrik Leiria mit seinen vielen Klöstern und UNESCO-Weltkulturerbestätten. Der erste Halt auf dem Weg in Richtung Küste war „Tomar“ mit seinem im Jahr 1162 gegründeten Kreuzritterkloster, dem „Convento de Cristo“. Besonders schön der unglaublich liebevoll verzierte und bemalte, alte Teil der Rundkirche, aber auch das Eingangsportal ist schwer beeindruckend.

Die Portugiesen haben es mit Straßen, von denen gibt es in Portugal wirklich reichlich, aber anscheinend nicht so mit dem Feingefühl in Sachen Kultur. So liegen einige der wunderschönen, alten Bauten gleich neben einer Schnellstraße oder einem Kreisverkehr, von denen gibt es übrigens auch reichlich und gerne auch mal hintereinander.

Nur gut eine halbe Autostunde von Tomar entfernt liegt mit Batalha die Heimat des „Monsteiro de Santa Maria de Vitoria“. Das alte Kloster ist von außen wie von innen wirklich wunderschön anzusehen. Ich persönlich liebe es ja wenn sich Gebäude aus Kalkstein in der Sonne gegen einenm blauen Himmel abheben, da kann man tolle Photos machen. Im eher schlichten Inneren der Kirche beindruckt die im 15Jahrhundert erbeute , lichtdurchflutete Grabkapelle mit einem sehr schönen Gewölbe, aber auch die Klosteranlage mit seinen schönen Arkaden und einem netten Innenhof lohnt einen Besuch.

Monsteiro de Santa Maria de Vitoria

Am Strand bei Nazare

Nach „Porto“, der „Serra de Estrela“ und einen Tag Kultur, endlich das Rauschen der Wellen in den Ohren, den Wind in den Haaren  und das Salz auf der Haut an der Atlantikküste. Die wildromantischen Strände zwischen „Nazare“ und „Sao Pedro de Moel“ laden zu ausgiebigen Spaziergängen im Sand ein und sind echt super.

So schön die riesigen, bereiten Sandstrände aber auch  sein mögen und die hohen Wellen die Herzen der Surffans höher schlagen lassen, meins ist es nicht so ganz! Schön zum Muscheln sammeln und im Sand liegen, aber wenn man schwimmen möchte (bei hier gerde mal 16-18°C eher ein kurzes Vergnügen), geht wirklich nichts über das klare und warme Wasser Kroatiens.

Strand bei Nazare

Nach zwei entspannte Tage am Atlantik ging es auch schon weiter, schließlich galt es auf dem Weg nach Lissabon noch ein wirklich märchenhaftes Schloss zu entdecken, davon aber mehr in ein paar Tagen an gleicher Stelle.

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