Unterwegs – LIVE: Los Glaciares Nationalpark Nord (Argentinien)

Der Los Glaciares Nationalpark unterteilt sich in eine Südhälfte rund um El Calafate und den größten See Argentiniens, den Lago Argentino, sowie eine Nordhälfte um den Ort El Chalten und den Lago Viedma. Der kleine Ort El Chalten ist dabei als das Mekka für Bergsteiger in Patagonien bekannt. Er liegt in einem Tal zu Füßen eines mächtigen Bergmassivs, dessen Spitze die Gipfel der beeindruckenden Berge Cerro Fitz Roy (3441m) und Cerro Torre bilden, die aufgrund der schwierigen Wetterlage als zwei der weltweit am schwierigsten zu erklimmenden Gipfel bekannt sind. Aber auch für weniger waghalsige und eher gemütliche Wanderer wie mich hat der Nationalpark viele schöne Ein- oder Mehrtageswanderungen zu bieten.

Bergmassiv am Fitz Roy - El Chalten

Mirador Fitz Roy - El Chalten

Am Nationalparkeingang habe ich dann, neben der üblichen Predigt zum sicheren Umgang mit Zigarettenkippen und Abfall erfahren, dass man, sollte man einem Puma begegnen, bloss nicht die Flucht ergreifen, sondern lieber Beweisphotos für die Parkverwaltung machen solle…….Alles klar! Klingt lustig, hat allerdings einen ernsten Hintergrund, denn erstens sind Pumas sehr scheu und greifen selten Menschen an, und zweitens ist der Bestand dieser Tiere so gering, dass unbedingt Datenmaterial über jede Sichtung benötigt wird, um sie besser schützen zu können.

Blick in das Tal ueber den Rio Vueltas

Nachdem ich nun für meine sicher bevorstehende Pumabegegnung präpariert war, ging es dann aber los mit der per-pedes-Erkundung des Nationalparks. Hatte sich das Bergmassiv, mit der imposanten Spitze des Fitz Roy im Mittelpunkt, bei meinem letzten Besuch noch hinter dichten Wolken versteckt, so war mir bei disem Besuch zumindest für ein paar Stunden dessen imposanter Anblick vergönnt, bevor sich der Himmel wieder zuzog. Der Cerro Torre allerdings hat sich auch bei diesem Besuch in El Chalten hinter einer dicken Wolkenhülle versteckt. Scheint etwas schüchtern zu sein, der Gute.

Wirklich beeindruckend ist der Wind in El Chalten. Wurde mein Zelt schon im Torres ordentlich durchgeschüttelt, so war es gegen den Wind der mich hier erwartete nur Spaß. Teilweise wehte er so stark, das mir die Luft wegblieb, wenn ich gegen den Wind lief. Die starken Winde entstehen dadurch, dass kalte Luft, die auf dem großen Eisfeld hinter dem Gebirgsmassiv (Hielo Campo del Sur) vorherrscht, nachdem sie über die Berge gedrückt wurde, ins Tal hinabfällt, während die warme Luft von dort aufsteigt.

Spitze des Fitz Roy

Da es natürlich auch hier am zweiten Tag wieder mal geregnet hat, kann ich euch leider nicht mehr schöne Bilder aus den Bergen rund um El Chalten bieten, denn diesen Abend habe ich lieber in der einzigen Brauerei des Ortes (Tschechischer Ursprung) verbracht und mir das ein oder andere kühle Blonde gegönnt…… Als Letztes geht es zum Abschluss in den Lake District um Bariloche und San Martin de los Andes.

P.S.: Ich habe natürlich keinen Puma gesehen! Hätte dann ja auch laut Anweisung ein Photo machen müssen, dass ich dann ganz sicher hier veröffentlicht hätte……Schade!

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