Es ist ja durchaus nachvollziehbar: Als Kritiker darf man dieses Album nicht mögen. Wozu den Musikhörern da draußen ein Album empfehlen, dass sie sich ohnehin kaufen werden? Das führt die Aufgabe des Kritikers ad absurdum. Deshalb wird nun seit Erscheinen von Coldplays fünftem Studioalbum in Musikredaktionen rund um die Welt der warnende Zeigefinger gehoben und „Ausverkauf“ gemurmelt, manch einer spricht stirnrunzelnd von „überproduziert“ und mit vielsagendem Blick von „Brian Eno“. Und die boshaftesten unter ihnen versetzen Coldplay den Dolchstoß und raunen naserümpfend das Wort, das jeden Zweifel über die Qualität eines Albums zu Gewissheit werden lässt: „POP“.