Unterwegs beim Hamburg Triathlon!

Seit Oktober 2008 gibt es die Rubrik rund um Reisen und weitere Freizeitaktivitäten bei CJuergens.de und so heißt es heute bereits zum fünfzigsten Mal „Untwerwegs“ von und mit Sven. Ganz klar, dass der Jubiläumsartikel, ganz dem Anlass entsprechend, (zumindest für mich) etwas ganz besonderes darstellen sollte. Aus diesem Grunde hier eine sehr persönliche Geschichte von Schmerz, Schweiß, Tränen und unendlicher Glückseligkeit, oder kurz: Von meiner „ersten“ Teilnahme am Triathlon in Hamburg.

Gegenstand der Begierde!

Fit sein ist das Ziel!

Meine Beziehung zu diesem Wettkampf hat sich über die Jahre wirklich zu etwas ganz Besonderem entwickelt. Seit nunmehr drei Jahren versuche ich bereits an diesem Triathlon teilzunehmen. Jedes Jahr wieder absolvierte ich unzählige Trainingskilomter in den Schwimmbecken Hamburgs, auf den Radstrecken rund um Hamburg und an Alster und im Stadtpark, um mich fit zu machen – Nur um dann, wie in den letzten zwei Jahren, jeweils mit einem bakteriellen Infekt und vollgestopft mit Antibiotika am Wettkampfwochenede zuschauen zu müssen……bitter, noch bitterer, fies!

Gleich gehts los!

In diesem Jahr ein ähnliches Bild, nach einer nahezu perfekten, viermonatigen Vorbereitung ohne jegliche Verletzung und Krankheit, stürzte ich erst mit dem Rad und dann riss drei Wochen vor dem Startschuss (an einem sonnigen Sonntagmorgen) eine Muskelfaser in rechten Oberschenkel und wieder begann das große Zittern um den lang ersehnten „ersten“ Start. Nach Rücksprache mit meinem Artzt entschied ich mich für Laufverzicht bis zum Start, ein Kinesiotape am Wettkampftag und den Versuch, ob das Bein der Belastung standhält.

Es ist Sonntag, der 17.07.2011, als für mich um 9:50Uhr das Abenteuer Triathlon auf der 1,5 Kilometer langen Schwimmstrecke in einer 19°C warmen Alster beginnt. Das Schwimmen ist die Disziplin, die mir traditionell am wenigsten liegt (ich bin halt einfach ’ne kleine Bleiente), und so war ich mehr als zufrieden, als ich nach nur 28:29 Minuten mit meiner schnellsten Schwimmzeit überhaupt aus dem Wasser stieg (soll Tobe ruhig nochmal über die „Zauberkräfte“ von meinen neuen Neoprenanzug lachen….) und über den Balindamm in Richtung der viel zu laaaaangen Wechselzone wankte.

Spaß auf dem Rad!

Auf dem Rad hatte ich dann wirklich Spaß! Zugegeben, es wehte ein ganz guter Wind und und es ging ein wenig rauf und runter, aber wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit, mit über 40-50 Sachen über die Reeperbahn sowie am Fischmarkt und den Landungsbrücken vorbei zu sausen? Nach 1:10:16 Stunden (Schnitt knapp über 34km/h) rollte ich glücklich in die Wechselzone zurück und schlüpfte in meine Laufschuhe.

Auf der Laufstrecke

Gerade beim Laufen, eigentlich die Disziplin, in der ich mich heimisch fühle, ging es mir gar nicht gut, auch wenn ich den lädierten Oberschenkel zum Glück nicht gespürt habe. Ab Kilometer drei musste ich konstant mit mir kämpfen, und das, obwohl ich nach meiner „tollen“ Pulsuhr, die auch meine Geschwindigkeit anzeigte, gar nicht so schnell unterwegs war. Hätte ich den Geschwindigkeitssensor bloss noch mal vor dem Wettkampf geeicht, den wie sich herausstellte war ich viel schneller, als es meine Uhr anzeigte unterwegs und deshalb auch total fertig, als ich nach nur 42:52 Minuten (meine schnellste Laufzeit seit Monaten) über die Ziellinie lief. So stand im Ziel für mich mit 2:30:25 Stunden eine Wahnsinnszeit zu Buche, die ich selbst niemals für möglich gehalten hätte…..ganz großes Kino! [Kino ist mein Bereich, bitte nicht wildern! Anm. v. chrjue]

Im Ziel - Glückseeligkeit pur!

Glücklich im Ziel kann ich nur sagen, dass sich Hartnäckigkeit dann wohl doch auszahlt, und dass es wirklich ein saugutes Gefühl ist, es dann endlich geschafft zu haben, nachdem ich schon dachte, es laste ein Fluch auf der Beziehung zwischen mir und diesem Wettkampf.

Von nun an heisst es verdientermaßen die Beine hochlegen und für den Rest des Jahres das Training geniessen, denn auch so (siehe Photo unten) kann ganz großer Sport aussehen.

Auch so kann Training ausehen!

Im nächsten Jahr aber werde ich auf jeden Fall wieder beim Hamburg Triathlon am Start sein (das muss auch unter 2:30h gehen) und wer weiss, vielleicht versuche ich mich auch nochmal auf der Halbdistanz?……… Man muss sich schließlich immer neue Ziele setzten, Hauptsache es braucht nicht wieder drei Jahre um sie zu realisieren 😉

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