Unter der Haube

Meine Internetseite ist das Ergebnis vieler Stunden vorm Computer und über Büchern hängend, in denen ich mir rudimentäres Wissen angeeignet, die nötigen Werkzeuge beschafft, die Finger wundgetippt und über Fehlern verzeifelt bin.
Um Euch den Anfang leichter zu machen, habe ich hier mal ein paar Infos zum Betreiben einer Webseite zusammengetragen:

Der Webhoster

Als erstes gehört zu einer Webseite ein Hoster, der einem den Speicherplatz, die Anbindung ans Internet und die Adresse der Seite zur Verfügung stellt. Hat man dort seinen Zugang, benutzt man einen FTP-Client, mit dem man die Internetseiten von eigenen PC auf den Webserver befördert.
Anfangs genügten mir noch die Features von meinem Internet-Provider, aber als die Ansprüche wuchsen, bin ich dann über Strato zu all-inkl.com gewechselt.

HTML

Zum Hochladen muss man aber erstmal Internetseiten haben. Internetseiten werden in der Skriptsprache HTML verfasst. Der Code besteht aus dem Text, der von Steuerzeichen umgeben ist. Die Steuerzeichen geben dem Browser vor, wie er den Text darzustellen hat, also ob es eine Überschrift, ein Link, ein Bild oder einfach nur Fließtext ist. Wer das mal im Klartext sehen will, gehe jetzt einfach mal im Browser auf Ansicht -> Quelltext – dass ist der Quelltext für diese Seite.
Zur Erzeugung des Quelltextes bin ich anfangs bin ich den klassischen Weg gegangen, und habe ihn per Hand erstellt. Das ist auf Dauer aber SEHR fummelig und nervtötend, da man sich um alles, wie z.B. Verlinkung der Seiten untereinander, selbst kümmern muss.
Die nächste Stufe war, ein dafür Programm zu nutzen (bei mir war’s Rapid Weaver), der einem die Webseitenverwaltung mit Designvorlagen, eigenem FTP Client und Übernahme der lästigen Verlinkungsaufgaben etc. verwöhnt. Mit dem Programm erstellt man im WYSIWYG Editor die Internetseiten, die dann in HTML umgesetzt und auf den Webserver übertragen werden.

Content Management System

An der Lösung hat mich dann wiederum gestört, dass ich an meinen PC gebunden bin und für Mit-Autoren keine Möglichkeit besteht, selber Inhalte zu erstellen. Die Lösung dafür heißt CMS. Das steht für Content-Management-System, und bedeutet, dass man Form von Inhalt trennt. Dass heißt konkreter, dass der Administrator ein Design und eine Struktur für eine Webseite vorgibt. Die Inhalte der Webseite können wiederum von verschiedenen Autoren von jedem Internet-PC aus geschrieben werden, ohne dass sie sich um dabei ums Layout und die Darstellung Gedanken machen müssen;sie tippen einfach ihre Texte, fügen Bilder und Links ein, und speichern das Ganze.
Die erstellten Beiträge werden auf dem Server in einer Datenbank (meist SQL) vorgehalten. Beim Aufruf der Internetseite erzeugt ein Programm auf dem Server (meist geschrieben in der Skriptsprache PHP) aus den Designvorlagen und den Inhalten der Datenbank dyamisch den HTML-Code, der schließlich dem Nutzer übertragen und angezeigt wird. Dabei können auch gleich weitere aktuelle Informationen wie Nachrichten, Wetter, Statistiken gleich mit eingebettet werden, was die Seite (zumindest in der Theorie ;-)) für den Nutzer interessanter macht.

Freie CMS – WordPress

Wer jetzt glaubt, dass das alles unheimlich schwierig zu programmieren ist, der sei beruhigt: Im Internet sind solche CMS frei und kostenlos verfügbar, und zwar in einer Vielfalt, dass für jeden was dabei ist (z.B. Joomla, Typo 3, PHP Fusion,…). Von diesem Systemen habe ich mich nach einigem rumprobieren für WordPress entschieden. Es liefert angeblich einen sehr sauberen HTML-Code, ist sehr verbreitet (wichtig bei Problemen) und lässt sich über Plugins beliebig erweitern. Die gesamte Verwaltung der Seite erfolgt über ein übersichtliches Backend, so dass man ganze Internetpräsenzen verwalten kann, ohne auch nur eine Zeile Code tippen zu müssen. Für Sonderwünsche oder kleine Anpassungen sind Kenntnisse in CSS, HTML und PHP allerdings sinnvoll.

Backup

Die ganze Arbeit, die die Einrichtung eines solchen Systems kostet, soll natürlich durch abrauchende Festplatten beim Provider oder Angreifer von außen nicht zunichte gemacht werden. Dazu wird täglich automatisch ein Backup der Datenbanken erstellt und sowohl auf einem Server wie auch per Mail abgespeichert.

Fazit

Alles in allem ist die Unterhaltung einer Webseite wie dieser kein Selbstgänger, sondern kostet etwas Geld und viel Zeit, insbesondere bei Sonderwünschen. Es gibt aber heutzutage für fast jedes Problem jemanden, der es bereits gelöst und ins Netz gestellt hat, und in dem meisten Fällen sogar schon fertige Programme – man ist also nicht allein. Was man aber auch nicht vergessen darf – wenn es dann alles so läuft, dann macht es auf einmal Spaß.

Nachfolgend noch einige nützliche WordPress Plugins und andere Links:

Plugins

  • Breadcrumb Navigation XT – Ermöglicht Navigation mit Breadcrumbs
  • FAlbum – Zeigt meine Flickr-Bilder auf meiner Seite als Galerie an. SEHR praktisch!
  • Get Custom Field Values – Erlaubt mir, die Filmwertungen in der Titelzeile anzuzeigen
  • KB Advanced RSS Widget – Liest RSS Feeds aus und zeigt sie in der Seitenleiste an
  • Lightbox JS v2.2 Plugin – Zeigt per Javascript Bilder als Overlay über dem ausgegrauten Bildschirm an. Sehr schick!
  • Maintenance Mode – Erlaubt mir, einen Splash-Screen anzuzeigen, wenn ich mal wieder die Seite warte
  • Simple Tags – Erlaubt es mir, Beiträge sehr einfach zu vertaggen, Tags zu verwalten etc.
  • wp-forecast – versorgt mich mit Wetterinformationen aus Lübeck
  • wunderground – zeigt die Wetterinformationen in der Seitenleiste – wurde von mir aber komplett entkernt, um nur die Infos von WP-Forecast anzuzeigen…
  • mysqldumper– Praktische Backup-Tool zur täglichen Sicherung der Datenbank

Weiterführende Links

  • WordPress Deutschland – Doku, Download, Infos zu WordPress
  • WordPress Codex – englischsprachige und deutlich ausführlichere Dokumentation zu WordPress
  • Self HTML – unverzichtbar für alle, die mit HTML zu tun haben. DIE Befehlsreferenz!
  • PHP Handbuch – Wenn man Coden will, ist dies für PHP das allumfassende Nachschlagewerk
  • SW Guide – Deutschsprachige (WordPress-)Blogseite, die sich u.a. auch intensiv und durchaus kritisch mit WordPress beschäftigt
  • CMS-Vergleich.de – Listet verschiedene CMS mit ihren Eigenschaften auf und gibt Auswahlhilfe
  • FileZilla – Gängiger Windows FTP-Client
  • Transmit – dito für Mac
  • UltraEdit – Gängiger HTML Editor mit Syntax-Highlighting u.v.m.
  • Text Wrangler – dito für Mac

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