von Ridley Scott, mit Leonardo DiCaprio, Mark Strong und Russell Crowe

zwischen Himmel und Hamburg
von Ridley Scott, mit Leonardo DiCaprio, Mark Strong und Russell Crowe

von Caroline Link, mit Karoline Herfurth, Josef Bierbichler und Corinna Harfouch

Maler Max Hollander erhält von Eliane Richter den Auftrag, ihre beiden Kinder zu malen. Gemeint sind Tochter Lilli, die Gesang und Tanz studiert und sich gerade auf die Hauptrolle in Alice im Wunderland vorbereitet, und Sohn Alexander, der ein Sportinternat besuchte und vor fast einem Jahr Selbstmord begangen hat. Letzteres erfährt er allerdings erst im Gespräch mit Lilli, ihre Mutter spricht da von einem „Jagdunfall“. Im übrigen ist Lilli, die den Tod des Bruders genausowenig verarbeitet hat wie ihre Eltern, wenig vom mütterlichen Plan begeistert, da sie nicht neben Alexander als Trophäe an der Wand ihrer Mutter hängen möchte. Aber Max malt eben nicht das Äußere, sondern die Seele der Menschen. Und das Seelenchaos, in dem sich die Familie Richter wiederfindet, ist groß. Nach und nach erarbeitet er sich das Vertrauen von Lilli und gewinnt tiefere Einblicke hinter die Fassade der Richters. Nach und nach gewinnt so nicht nur das bestellte Bild an Konturen, sondern konfrontiert auch die Familie selbst mit ihrem eigenen Bild – und der Chance auf einen Neubeginn…
von Silvio Soldini, mit Margherita Buy und Antonio Albanese

Elsa und Michele führen ein angenehmes Leben. Sie promoviert gerade in Kunstgeschichte und restauriert in ihrer Freizeit alte Fresken, er ist Teilhaber eines großen Schiffbauunternehmens und fährt in seiner Freizeit auf seinem Segelboot. Denkt sie zumindest, denn nach ihrer Doktorfeier (cum laude!) eröffnet ihr Michele, dass er bereits vor zwei Monaten aus der Firma ausgekauft wurde und sie beide seitdem von ihren Ersparnissen leben. Aber, so sagt er optimistisch, dass sei ja nicht von Dauer, schließlich ist er ja schon fleißig dabei, sich zu bewerben. Sobald er wieder Job hat, geht es wieder weiter. Doch das tut es nicht, wie selbst Michele nach einiger Zeit erkennen muss. Und so weicht die große Eigentums- einer kleinen Mietwohnung, das Boot wird verkauft, das Fresko wir von anderen restauriert und beide müssen sich mit Gelegenheitsjobs in Callcentern oder als Kurier über Wasser halten. Mit der Zeit bekommt natürlich auch Tochter Alice Wind von der Sache, was der ohnehin schon angespannten Stimmung des Ehepaares den Rest gibt, und es kommt zu allem Überfluss auch noch zum handfesten Familienzoff.
* bei Kauf einer Cinemaxx-GoldCard oder SilverCard für 249 bzw. 149€.
So oder so ähnlich würden wohl Mobilfunk- oder DSL-Provider Werbung für die im Oktober eingeführte Kino-Flatrate machen.
Cinemaxx wirbt da doch deutlich seriöser und mit klar erkennbaren Preisen. Das Angebot selbst hört sich schonmal gut an: Für 149€ oder 249€ die Karte kaufen, und dann ein halbes oder ein ganzes Jahr für lau ins (Cinemaxx)-Kino gehen – ohne Ticket-Zuschläge, Logen- oder Überlängenzuschläge, komplett inklusive eben, allerdings nicht übertragbar (Mist!). Doch lohnt sich das wirklich? Wie oft muss man dafür ins Kino gehen, bis man das Geld wieder raushat?
von Uli Edel, mit Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek und Bruno Ganz.

Gerade die „Generation Golf“ kennt sie noch, die RAF-Fahndungsplakate, die einem in der Jugendzeit vom zahlreichen Wänden entgegenprangten und vor gefährlichen Terroristen warnten. Die Wurzeln und Hintergründe der RAF waren einem damals sowohl unbekannt wie auch herzlich egal, fühlte man sich doch eher der warnenden Polizei näher, der man beim Räuber-und-Gendarm-Spiele noch nacheiferte, bevor die Sympathien sich mit dem Stimmbruch beim ein oder anderen etwas verlagerten.
Stefan Aust hat die RAF Jahre hingegen erheblich bewusster erlebt. Schließlich war er sowohl Redakteur des linken Blattes „konkret“, so wie vor ihm auch die spätere Terroristin Ulrike Meinhof, als auch später in die Befreiung der Kinder Meinhofs aus den Händen der RAF involviert. Für sein Buch Der Baader-Meinhof-Komplex rechierte er gründlich die Geschichte der RAF, mit all ihren Figuren, Motiven, Hintergründen und den Auswirkungen auf die noch recht junge Bundesrepublik. Dieses Buch gilt nicht unverdient als Standardwerk zu diesem Thema, und Stefan Aust als einer der besten Kenner der Materie.
Wenn sich nun mit Bernd Eichinger einer der erfolgreichsten deutschen Mainstream-Kino-Produzenten dieser Materie annimmt, muss man sich fragen, ob das gut gehen kann…