Star Wars: Rogue One

Star Wars: Rogue One

von Gareth Edwards, mit Felicity Jones und, ähm, na ja, hauptsächlich mit ihr

Wieder mal ist eine Heldin auf einem fernen Planeten abseits der Zivilisation aufgewachsen, und wieder einmal wird sie durch besondere Umstände in eine epochale Schlacht verwickelt – zeitlich in den Zeilen

[…] Die Rebellen, deren Raumschiffe von einem geheimen Stützpunkt aus angreifen, haben ihren ersten Sieg gegen das böse galaktische Imperium errungen. Während der Schlacht ist es Spionen der Rebellen gelungen, Geheimpläne über die absolute Waffe des Imperiums in ihren Besitz zu bringen, den TODESSTERN […]
– Lauftext aus Krieg der Sterne, Episode IV – Eine neue Hoffnung –

angeordnet ist es diesmal wieder die Schlacht zwischen den Rebellen und dem Imperium, und die Heldin heißt Jyn Erso.

Die Geschichte ist reichlich wirr und erschreckend nebensächlich. Im Kern erfahren wir aber endlich wie Prinzessin Leia an die Pläne gekommen ist, warum der Todesstern so einen dämlichen Schwachpunkt hatte, dass die Speichertechnik in Episode IV noch recht archaisch war und das man Star Wars Filme auch ohne die berühmte Eröffnungsmelodie machen kann. Das, und zahlreiche Zitate für die Fans, trösten über die wirklich schwache erste Hälfte und die für Star Wars recht ausführlich geschilderte Schlacht hinweg.

Technisch ist dem Regisseur und dem Spezialeffekte-Team gelungen, den Look der alten Film halbwegs beizubehalten, so dass der üblich Effekteoverkill ausbleibt. Postkartenmotive vom Todesstern sowie das wiedersehen mit er einen oder anderen Gestalt (lebend und tot) lassen den Fans einen wohligen Schauer über den Rücken laufen, während das Jungvolk sich an der zeitgemäß mauen Story und den flachen Sprüchen festhalten kann. In Summe ist dieser Film nicht nur zeitlich, sondern auch qualitativ zwischen den Teilen 1-3 und 4-6 angelegt. Die Klasse der alten (4-6) Film wird nicht erreicht, aber so fußnagelaufrollend schlecht wie 1-3 sind sie auch nicht. Insofern gediegenes Popcornkino, bei dem man zwischendurch auch getrost Nahschub holen kann, ohne den Anschluss zu verpassen. (7/10)

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