Unterwegs – Kuba Teil 1: Havanna

Seitdem ich 2003 an den Stränden von Mexicos Karibikküste stand und in den dortigen Reisebüros die Angebote für Flüge hinüber ins benachbarte Kuba gesehen habe, stand für mich fest, dass auch ich die Insel eines Tages besuchen werde. So war ich dann auch sofort Feuer und Flamme, als eine Freundin von einer Dienstreise nach Hause zurückkehrte und sagte, dass Kuba auch ein tolles Reiseziel sein muss, da ihr der Taxifahrer vom Morgen so sehr davon vorgeschwärmt hat. Tja, und so kam es, dass eine acht Jahre alte Idee dank einer Taxifahrt endlich in die Tat umgesetzt wurde ………….that´s Life!

Willkommen auf Kuba

Capitolio - Havanna

Endlich Kuba, die Perle der Karibik, und gleich zu Beginn unserer Reise mit der Hauptstadt Havanna ein abolutes Highlight, wie kann es schöner sein!

In keiner Stadt an die ich mich erinnern kann ist der Gegensatz zwischen betörender Schönheit und extremem Zerfall so sichtbar wie hier. Doch gerade diese marode Schönheit verleiht der Stadt diesen speziellen Charme, den man nur erfahren, aber nicht beschreiben kann. An jeder Ecke bröckelt Putz von alten Bauten im kolonialen Barock, Neoklazissmus oder Art-Deco Stil und macht die Stadt zu einer Lebensaufgabe für ganze Heerscharen von Restauratoren. Komplettiert wird das Bild durch viele, alte Oldtimer die mehr oder minder fahrtüchtig über Havannas Straßen tuckern. Besonders schön lässt sich ein Einblick in das Geamtkunstwerk Havanna bewundern, wenn man den „Prado – Paseo de Marti“ vom „Malecon“ hinab zum „Capitolio“ schlendert.

Bröckelnde Schönheit

Zum Großteil saniert ist die wunderschöne Alstadt „Habana Vieja“ mit alleine 900 Häusern, die eine histrorische Bedeutung besitzen. Das Viertel mit seinen vier Hauptplätzen lässt sich gut bei einem gemütlichen Spaziergang erkunden. Besonders schön ist der „Plaza de Catedral“ mit seinen Gebäuden aus dem 18Jh., quasi ein eigenes, kleines Freilichtmuseum für kubanischen Barock.

Catedral - San Cristobal de La Haban

Iglesia San Francisco de Asis

Von dort ist es nur ein kurzer Weg zu Havannas ältestem Platz (15 Jh.), dem „Plaza de Armas“, mit einem schönen kleinen Park und flankiert vom Castillo de la Real Fuerza, Amerikas ältester existierender Festung.

Ebenfalls wunderschön ist der „Plaza de San Francisco de Asis“, an dessen Südseite das Kloster sowie die Kirche „San Fracisco de Asis“ steht, von deren Turm aus man einen herrlichen Blick über die Altstadt, den Hafen und auf die imposante Kuppel des „Capitolio“ werfen kann.

Von einem kleinen, versteckten Anleger gleich um die Ecke kann man auf einer alten Fähre von der Altstadt  über den „Canal de Entrada“ nach Casablanca übersetzen. Hier gibt es in einem alten Militärpark zwei Festungen zu erkunden, die nicht weiter spannend sind, einem allerdings einen spektakulären Ausblick auf die Alststadt von Havanna ermöglichen.

Blick vom Fort auf Havanna

Von hier kann man auch einen Teil des berühmen „Malecon“ einsehen, jener acht Kilometer langen Dammstrasse, welche auch für uns das letzten Highlight unseres Havannabesuchs war, bevor wir den Abend bei Salsa, Mojito und Cuba Libre ausklingen ließen.

Abendstimmung über dem Malecon

In den nächsten zwei Wochen wird uns unsere Reise noch durch die westliche Hälfte Kubas führen, davon aber demnächst mehr im zweiten Teil von „Unterwegs auf Kuba“.

2 Gedanken zu „Unterwegs – Kuba Teil 1: Havanna

  1. Pingback: Kuba-Nachrichten vom 17.04.11 Reise-Hinweis.de

  2. Jan Frank

    Hallo,
    mir gefallen Ihre Erzählungen sehr gut,
    Und auch Ihre Aufnahmen sind wirklich Klasse.
    Ist es möglich das Sie mir Ihr Bild „capitolio-Havanna“ per Mail schicken? Mir gefällt es sehr gut und ich würde es mir gerne als Poster ausdrucken.

    Schöne Grüße

    Antworten

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