Der Vorleser (9 / 10)
von Stephen Daldry , mit Kate Winslet, Ralph Fiennes und David Kross
Deutschland, 1958. Der Schüler Michael trifft auf die Schaffnerin Hanna. Ohne nennenswerte Gegenwehr lässt er sich von ihr verführen. Das wird in den folgenden Wochen allmählich zur Gewohnheit, genau wie das Ritual, dass sie sich vorher von ihm aus seinen Büchern vorlesen lässt. So verleben die beiden einen wahrlich unvergesslichen Sommer, bis Hanna eines Tages plötzlich aus seinem Leben verschwindet. Viele Jahre später, Michael studiert mittlerweile Jura, trifft er sie wieder. Und ist entsetzt. Denn die Frau, die er lieben lernte, wird in einem Kriegsverbrecher-Tribunal des grausamen Mordes an über 300 jüdischen Gefangenen beschuldigt, für die Hanna als KZ-Aufseherin verantwortlich war. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als sie von ihren Mitangeklagten beschuldigt wird, den belastenden Bericht dazu alleine verfasst zu haben. Denn Michael ist mittlwerweile klar, dass all das Vorlesen nur einen Grund hatte: Hanna ist Analphabetin. Und da sie eher eine lebenslängliche Strafe in Kauf nehmen würde, als das zuzugeben, liegt ihr Schicksal jetzt in seiner Hand…
weiterlesen …
OSCAR© 2009 – Die Show
Wie versprochen hier nach einer Mütze Schlaf mein persönliches Resümee einer langen, durchwachten, aber wirklich unterhaltsamen Nacht – eine der besten Oscar Shows seit langen, und nicht zuletzt der mit den meisten richtigen Tipps…
weiterlesen …
OSCAR© 2009 – Die Gewinner
Mann, was ‘ne Nacht. Wäre doch praktisch, wenn die Oscar Verleihung so um 8:00 morgens Ortszeit stattfinden würde, dann könnte man das Spektakel hierzulande bequem um 17:00 schauen. Aber egal, es ist überstanden, und die Gewinner stehen fest (auch wenn es ja genau genommen keine “Gewinner” gibt, sondern nur Leute, an die der Oscar “geht”…). Noch dazu steht damit auch der Gewinner unseres diesjährigen CJuergens.de Tippspiels fest: Es ist chrjue (also ich) mit 17 richtigen Tipps, gefolgt von Tobe mit 10 und Anna mit 5 richtigen – hier gibt es keine Verlierer, hier bekommt jeder eine Medaille…
Zurück zu den Filmen: Gemäß der Erwartungen war “Slumdog Millionaire” der Abräumer des abends – er heimste bei 10 Nominierungen 8 Trophäen ein. “Benjamin Button” ging im Verhältnis dazu eher leer aus. Hier konnten nur 3 Nominierungen in Gold umgewandelt werden, nämlich in den eher technischen Kategorien Spezialeffekte, Makeup und Ausstattung.
Bie den Darstellern durften sich Kate Winslet und Sean Penn bei den Hauptrollen, sowie Penélope Cruz und – wie erwartet – posthum Heath Ledger über die Auszeichnung freuen – und das taten sie durchweg professionell, ohne viel Geheule und sehr sympathisch.
Die Show selber wurde zur Einschaltquotenverbesserung gründlich überarbeitet, und das ist größtenteils auch sehr gut gelungen. Durch die neuen Bühne, auf der die ersten Reihen fast mitsitzen, kommt ordentlich Stimmung überspringen. Und das hat der, so muss ich gestehen, hervorragende Moderator Hugh Jackmann auch gleich zu Beginn für eine phantastische Revue zum Filmjahr, passend zur Finanzkrise in billigen, selbstgebastelten Kulissen genutzt; als er am Schluß zusammen mit Anne Hathaway eine Nixon-Duett trällerte, gab es kein Halten mehr. Wirklich gelungen!
Gelungen ist auch die Idee, die Darstellerpreise gleich von einer ganzen Riege hochkarätigster Darsteller übergeben zu lassen, von denen jeder einem Nominierten eine persönlich Laudatio darbot – und wenn Robert DeNiro Sean Penn in den Himmel lobt, dann ist das schon was. Aber gut, weitere Kommentare zur Show spare ich mir für einen eigenen Beitrag auf und übergebe den Absatz and die Preisträger:
Kleiner Rekord…
Jahaaa, liebe Leser, Oscar-Tipps für die einfachen Kategorien findet Ihr fast überall. Aber wenn Ihr auch in den anderen fündig werden wollt, wie etwa dem animierten Kurzfilm, ist CJuergens.de einfach die (zweit-) beste Adresse…

Bei Suche nach Tipps für den Oscar 2009 in der Kategorie "Animierter Kurzfilm" landet CJuergens.de auf Platz zwei...
weiterlesen …
Glaubensfrage
von John Patrick Shanley, mit Philip Seymour Hoffman, Amy Adams, Viola Davis und Meryl Streep
Schwester Aloysius Beauvier führt in der katholischen Schule St. Nicholas im New York des Jahres 1964 ein strenges Regiment. Pater Brendan Flynn, auch an besagter Schule zu besagter Zeit an besagtem Ort als Schwester Aloysius Beauviers Boss tätig, führt ein weniger strenges Regiment. Keine Frage, wer da bei den Schülern beliebter ist. Weniger einfach ist die Frage für junge Schwester James zu beantworten. Den Pater bewundert sie für seine moderne Art, die Schwester für ihre altmodische Art. Ihre Zweifel bezüglich ihrer Sympathie weiten sich auf Zweifel bezüglich Pater Flynns Rechtschaffenheit aus, als sie erklärungsbedürftige Vorgänge zwischen dem Pater und einem der Schüler beobachtet. Vetrauensvoll wendet sie sich damit an Schwester Aloysius, die wenig Zweifel hinsichtlich der Vorgänge hat und einen subtilen, aber wirkungsvollen Aufklärungsfeldzug gegen den Pater beginnt – denn nebend der Möglichkeit des Kindemissbrauchs sieht sie auch die Möglichkeit, den unliebsamen Reformer loszuwerden. Dass der seine Unschuld mit durchaus glaubwürdigen Erklärungen beteuert, irritiert Schwester Aloysius dabei wenig, Schwester James dagegen umso mehr. Und ob der Pater schuldig ist, ist am Ende eine Glaubensfrage…
weiterlesen …





